OTS0237 / 11.03.2010 / 13:09 / Channel: Wirtschaft / Aussender: Österreichischer Biomasse-Verband
Stichworte: Alternativen / Biomasse / Energie / Politik / Umwelt


Energiestrategie für Österreich präsentiert

Utl.: Kopetz: Weg für den beschleunigten Ausbau der Erneuerbaren ist vorbereitet =


   Wien (OTS) - Mit der Präsentation der Energiestrategie haben
Minister Berlakovich und Minister Mitterlehner ein neues Kapitel in
der österreichischen Energiepolitik aufgeschlagen. Bei der
Erarbeitung der Energiestrategie für Österreich wurde erstmals einem
breiten Kreis von Experten aus allen energiewirtschaftlichen Sektoren
die Möglichkeit geboten, ihre Vorstellungen in die
Entscheidungsgrundlagen einzubringen. Eine Vielzahl von sachlich
fundierten Vorschlägen ist das positive Ergebnis. Die Realisierung
dieser Vorschläge wird das österreichische Energiesystem
nachhaltiger, umweltfreundlicher und sicherer machen. Natürlich ist
von der Präsentation der Vorschläge bis zu ihrer Umsetzung noch ein
weiter, mühevoller Weg zu gehen, doch nun ist der erste Schritt
getan. 
   Aus Sicht des Österreichischen Biomasse-Verbandes ist es vor allem
wichtig, dass aus der Fülle der guten Vorschläge einige Leitideen
herausgehoben werden, die mit oberster Priorität umgesetzt werden.
Dazu zählt an erster Stelle eine Kohlendioxidabgabe auf alle fossilen
Treib- und Brennstoffe, wobei diese Mittel nicht zum Stopfen von
Budgetlöchern, sondern zur großzügigen Förderung der erneuerbaren
Wärme- und Stromerzeugung auf Basis Biomasse, Solarthermie, Fernwärme
und Photovoltaik verwendet werden müssen.
   An zweiter Stelle, aber von gleicher Wichtigkeit, ist die
Ausarbeitung eines neuen Ökostromgesetzes, das auch den maßvollen
Ausbau der Stromerzeugung aus Biomasse und Biogas sichert. Dies ist
mit den aktuellen Regelungen nicht gegeben. Dabei ist zu bedenken,
dass unter den erneuerbaren Quellen zur Stromerzeugung nur die
Biomasse/Biogas 8.000 Stunden im Jahr den Strom zuverlässig liefern,
auch dann, wenn Wasserkraftwerke zufrieren, Windstille herrscht und
die Sonne nicht scheint. Der Verzicht auf den Ausbau der
Stromerzeugung aus Biomasse, wie er derzeit praktiziert wird,
bedeutet mehr Strom aus fossilen Kraftwerken und damit mehr C02 oder
mehr Atomstrom. 
   Die zur Energiestrategie erarbeiteten Grundlagen liefern auch eine
wertvolle Basis für den Nationalen Aktionsplan, der in den kommenden
Wochen fertig gestellt werden muss. Fakt ist, dass in Österreich der
Anteil der Erneuerbaren in den letzten drei Jahren von 26 % (2006)
auf 30 % (2008) gestiegen ist, also um vier Prozentanteile in drei
Jahren. Dieses Tempo sollte bei der Umstellung von einem fossilen auf
ein erneuerbares Energiesystem beibehalten werden, und daher muss das
Ziel für den Nationalen Aktionsplan nicht bei 34 %, sondern deutlich
über 40 % liegen.
   Der Österreichische Biomasse-Verband hofft, dass der Schwung, der
zur Erstellung der Energiestrategie geführt hat, in den kommenden
Monaten und Jahren anhält.
Rückfragehinweis:
~
   DI Roland Wallner
   Österreichischer Biomasse-Verband
   Franz Josefs-Kai 13, 1010 Wien
   +43 (0)1 533 0797 -32
   wallner@biomasseverband.at
   www.biomasseverband.at
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