- 11.03.2010, 12:39:25
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Scheele: Leitfaden zur gesundheitlichen Versorgung gewaltbetroffener Frauen
Implementierung des Themas in die Regelausbildung der Gesundheitsberufe notwendig
St. Pölten (OTS/SPI) - "Die Beschäftigten in den verschiedenen
Bereichen des Gesundheitswesens sind sehr häufig die ersten
AnsprechpartnerInnen für von Gewalt betroffene Frauen. Doch auf Grund
der oft fehlenden Ausbildung sind sie mit dieser Situation selbst
überfordert. Denn bislang fehlt leider eine einheitliche und
verpflichtende Verankerung des Themenkomplexes Gewalt in der
medizinischen und pflegerischen Ausbildung. Daher ist der gestern in
Wien präsentierte Leitfaden zur gesundheitlichen Versorgung
gewaltbetroffener Frauen ein ganz wesentlicher Schritt in die
richtige Richtung", macht NÖ-Gesundheitslandesrätin Mag.a Karin
Scheele deutlich. Der Leitfaden für Krankenhaus und medizinische
Praxis ist eine Grundlage für die Aus- und Weiterbildung des
Pflegepersonals und der MedizinerInnen.
Gewalt gegen Frauen nimmt noch immer zu. Nach Schätzungen ist jede
fünfte Frau von Gewalt betroffen. "Die Forderung nach einer
Implementierung des Themas in die Ausbildung ist nicht nur für die
bessere Behandlung der Opfer selbst und eine optimierte
Beweissicherung wichtig, sondern auch zum Schutz der Beschäftigten
wichtig und notwendig. Wer sich unvorbereitet den schweren
Schicksalen der betroffenen Frauen gegenüber sieht, ist selbst in
Gefahr, eine sekundäre Traumatisierung zu erleben", so Scheele. "In
Niederösterreich gibt es schon bisher hervorragende
Weiterbildungskurse, die auch sehr gut angenommen werden, eine
verpflichtende Ausbildung in dieser Hinsicht fehlt allerdings noch",
so Landesrätin Scheele.
(Schluss) kr
Rückfragehinweis:
Rita Klement Pressereferentin [email protected] 0676/7007309 02742/9005/12560
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