- 11.03.2010, 12:17:12
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Wlodkowski: Biomasse ist Motor der neuen Energiestrategie
Platz 1 bei inländischer Energieerzeugung; beste Arbeitsplatzeffekte
Wien (OTS) - "Die Biomasse ist Motor der neuen Energiestrategie.
Sie ist klar Nummer eins bei der inländischen Energieerzeugung und
hat die besten Arbeitsplatzeffekte. Diese zentrale Rolle der biogenen
Rohstoffe für das österreichische Energiesystem bestätigt die heute
vom Umweltminister und Wirtschaftsminister präsentierte
Energiestrategie ganz klar. Sowohl das 34%-Ziel für die Erneuerbaren
als auch das 16%-Reduktionsziel für Treibhausgase können wir bis 2020
nur mit einem weiteren Ausbau der Bioenergie schaffen. Biomasse hat
bereits jetzt den größten Anteil an inländischer Energieerzeugung und
sie wird durch die Umsetzung der Maßnahmen im Rahmen der
Energiestrategie bis 2020 einen noch größeren Beitrag für die
Versorgung leisten müssen. Die Ausgangslage und die Ziele liegen nun
als Fakten auf dem Tisch. Jetzt müssen rasch konkrete Taten folgen,
damit wir unsere Potenziale in allen Bereichen optimal nutzen
können", erklärte Gerhard Wlodkowski, Präsident der
Landwirtschaftskammer Österreich.
Platz 1 für Biomasse
Rund die Hälfte der inländischen Energieerzeugung (46%) kommt
derzeit aus Biomasse, etwa 29% aus Wasserkraft, und nur 3% aus
sonstigen erneuerbaren Quellen (Windkraft, PV, Solarthermie,
Wärmepumpe, etc.), wie die Statistik Austria belegt. Die
österreichische Öl- und Gasproduktion trägt mit 22% nur einen
bescheidenen Anteil zur inländischen Energieaufbringung bei, wobei
die heimischen Reserven bereits 2020 weitgehend aufgebraucht sein
werden. Schon in den Verhandlungen mit der Europäischen Kommission
zum 34%-Ziel stellte Österreich sein weiteres Ausbaupotenzial für
erneuerbare Energie bis zum Jahr 2020 dar.
"Als Ergebnis muss bei einem Gesamtpotenzial von etwa 200
Petajoule (PJ) mehr als die Hälfte (ca. 105 PJ) aus Biomasse kommen,
der Rest teilt sich zu ungefähr gleichen Teilen auf Wasserkraft,
Windkraft, Solarthermie und Wärmepumpe sowie ein wenig Photovoltaik
auf. Um das auch umzusetzen, brauchen wir jetzt positive
Rahmenbedingungen, auf die wir uns verlassen können. Die notwendigen
Investitionen können nur getätigt werden, wenn sich nicht abermals
eine unsinnige Stop-&-Go-Politik wie beim Ökostromgesetz wiederholt.
Stabile Rahmenbedingungen für den kontinuierlichen Bioenergieausbau
müssen daher ein wichtiges Ergebnis der Strategiearbeit sein",
forderte Wlodkowski.
Größte Arbeitsplatzeffekte
"Aktuelle Studien auf EU- und nationaler Ebene bestätigen die
enorm positiven Arbeitsplatzeffekte biogener Energieträger. Das zeigt
auch der EurObserver, der für 2008 die direkten Beschäftigungseffekte
der regenerativen Energietechnologien in 14 EU-Ländern untersucht
hat. In diesen Ländern wurden durch die Erneuerbaren 660.000
Arbeitsplätze als direkter Beschäftigungseffekt geschaffen
beziehungsweise abgesichert. Davon entfielen mehr als 42% auf biogene
Energieträger", strich Wlodkowski hervor.
Auch aktuelle Zahlen für Österreich zeigen die überragende Rolle
biogener Rohstoffe bei der Absicherung von Jobs. Eine Studie der TU
Wien weist für das Jahr 2008 etwa 38.000 Vollzeitäquivalent als
Arbeitsplatzeffekte erneuerbarer Energietechnologien aus. Davon sind
60% den biogenen Energieträgern zuzuordnen. Besonders interessant ist
in diesem Zusammenhang auch die Differenzierung der
Arbeitsplatzeffekte zwischen Investitionseffekten (18.000
Vollzeitäquivalent) und Betriebseffekten (20.000 Vollzeitäquivalent).
Dabei zeigt sich nochmals der überdeutliche Vorteil biogener
Energieträger für die Beschäftigungseffekte im ländlichen Raum, denn
die besonders langfristig wirksamen Betriebseffekte gehen zu 85% auf
das Konto der Biomasse.
"Gerade in der Wirtschaftskrise sind die langfristig wirksamen
Beschäftigungseffekte der Bioenergie besonders wichtig. Biomasse
schafft nicht nur in der Investitionsphase wertvolle Arbeitsplätze,
sondern über die gesamte Betriebsdauer der Anlagen. Jetzt geht es
darum, gemeinsam mit allen Kräften die richtigen Weichen zur
Absicherung und Schaffung möglichst vieler Jobs in Österreich zu
stellen. Die Energiestrategie ist ein wichtiger Baustein dabei.
Darüber hinaus bleibt die Versorgungssicherheit für die nächsten
Jahrzehnte eine der wichtigsten Herausforderungen der Energiepolitik.
Auch hier gilt: Nachhaltige Lösungen gibt es nur mit erneuerbarer
Energie", hielt Wlodkowski fest.
(Schluss)
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LK-Pressestelle: Dr. Josef Siffert,
Tel +43/1/53 441-8521, Fax +43/1/53 441-8521,
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