Wien (OTS/SK) - Kulturministerin Claudia Schmied präsentierte
heute, Donnerstag, den "Masterplan für Investitionen in die
Bundesmuseen". Darin enthalten ist die Realisierung von drei
Großprojekten, die "durchfinanziert sind und noch in dieser
Legislaturperiode fertiggestellt werden". Mit der Wiedereröffnung der
Kunstkammer, dem neuen Literaturmuseum und dem 20er-Haus werden die
österreichischen Bundesmuseen um historische Großprojekte erweitert,
für die es ein Gesamtinvestitionsvolumen von rund 52 Millionen Euro
gibt. Für Schmied sind das "wichtige museumspolitische Investitionen
mit großen kulturpolitischen und beschäftigungswirksamen Effekten".
Dieser erfolgreiche Ausbau im Kulturbereich sei gerade in Zeiten der
Krise besonders erfreulich. Die Kulturministerin bekräftigte weiters:
"Ich stehe dafür, dass die öffentliche Hand im Kunst- und
Kulturbereich auch in Zukunft ein stabiler und verlässlicher Partner
ist". ****
Bis Ende 2012/Anfang 2013 werde das Projekt "Wiedereröffnung der
Kunstkammer" fertiggestellt sein, so Schmied, die auf die weltweit
einzigartigen Bestände der Sammlung der Kunstkammer verwies. Das
Literaturmuseum werde für die öffentliche Darstellung der Literatur
in Österreich sorgen und wird 2013 realisiert. Das 20er-Haus, das
eine "Ikone der österreichischen Architekturgeschichte" sei, werde
2011 wiedereröffnet, so Schmied.
Zwtl.: Drei weitere Projekte in Planung
Neben der Umsetzung der drei Großprojekte, die "kulturpolitische
Herzstücke" darstellen, nahm Schmied auch zu drei weiteren Projekten
Stellung, die sich in Planung befinden, nämlich: 1) Zusammenführung
von Völkerkundemuseum und Volkskundemuseum, 2) Erweiterung des MUMOK
(Museum Moderner Kunst) und 3) Bau eines neuen Tiefspeichers für die
Österreichische Nationalbibliothek (ÖNB). Diese Projekte wurden
bestmöglich vorbereitet - das Kulturministerium bekenne sich zur
raschen Umsetzung dieser Projekte, so Schmied. Sie machte klar, dass
man "bei diesen Projekten aber auf unsere Partner angewiesen" sei.
Das Projekt Tiefspeicher etwa "ist durchgeplant, aber die
Finanzierungsfrage ist offen. Denn ein Projekt dieser Dimension ist
nicht im Rahmen des Kunst- und Kulturbudgets umsetzbar", so Schmied,
die hier auf direkte Gespräche seitens der ÖNB und des
Kulturministeriums mit dem Finanzminister verwies.
Mit dem geplanten modernen "Museum der Kulturen" (Zusammenführung von
Völkerkunde- und Volkskundemuseum) solle der Aspekt des
interkulturellen Dialogs unterstrichen werden und die "Haltung aus
dem 19. Jahrhundert des Trophäensammelns überwunden werden", so
Schmied. Sie habe ein "Höchstinteresse", dieses wichtige Projekt noch
in dieser Legislaturperiode umzusetzen. Voll steht Schmied auch
hinter dem Projekt MUMOK-Erweiterung. Hier biete sich eine
Erweiterung auf die Räumlichkeiten der Kunsthalle an. Allerdings gebe
es bei diesem Projekt "viele Mitspieler", so Schmied. (Schluss) mb
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