OTS0125 / 11.03.2010 / 10:57 / Channel: Chronik / Aussender: BI Liesing gegen Fluglärm und gegen die 3. Piste
Stichworte: Deutschland / Gesundheit / Luftfahrt / Studie / Umwelt / Verkehr


Fluglärm macht krank - auch die Liesinger und ihre Nachbarn - BILD

Utl.: Überflüge über dicht besiedeltes Gebiet sind volkswirtschaftlich unsinnig und gesundheitspolitisch unverantwortlich =

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BILD zu OTS - "Flugrouten im Süden Wiens verlaufen über dichtest besiedeltes Gebiet": Flugspuren der Starts (orangerot) und der Landungen (blau) von zwei Tagen in Kombination mit einer Bevölkerungsdichtekarte. Der dicht besiedelte Bereich Liesing (23. Bezirk und angrenzende Gebiete in Wien und Niederösterreich) wird durch die seit 2004 überfallsartig dorthin verlegten Start- und Landerouten belastet, obwohl Liesing nicht in Pistenverlängerung liegt.

  • Fotograf: BI Liesing gegen Fluglärm
  • Fotocredit: BI Liesing gegen Fluglärm
  • Ort: Österreich / Wien

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OBS0009 5 CI 0068 11.Mar 10

BILD zu OTS - "Anstieg des Erkrankungsrisikos durch Fluglärm": Mit jedem Dezibel Fluglärm über einem 24-Stunden-Fluglärm-Dauerschallpegel von 35,25 dBA, steigt das Risiko für eine Reihe von schweren Erkrankungen. Ausgewählte Krankheitskategorien aus den Studien von Prof. Dr. Greiser, Werte für Betroffene ohne die Möglichkeit der Finanzierung von Schallschutz durch den Flughafen.

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  • Ort: Österreich / Wien

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OBS0010 5 CI 0094 11.Mar 10

BILD zu OTS - "Abschätzung der Gesundheitsrisiken bei Übertragung der Greiser Studien auf Liesing": Die seit 2004 überfallsartig auf das dicht besiedelte Liesing verlegten Flugrouten verursachen einen 24-Stunden-Fluglärm-Dauerschallpegel von 40,8 dBA (Durchschnitt 6 verkehrsreichste Monate), also 5,55 dBA über der Schwelle von 35,25 dBA. Die in der Abbildung gezeigte Erhöhung des relativen Risikos für verschiedene schwere Erkrankungen ergibt sich aus der Multiplikation des in den Studien von Prof. Dr. Greiser gefundenen Risikos pro Dezibel mit 5,55.

  • Fotograf: BI Liesing gegen Fluglärm
  • Fotocredit: BI Liesing gegen Fluglärm
  • Ort: Österreich / Wien

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   Wien (OTS) - In Deutschland ist es jetzt "amtlich". Fluglärm in
der Umgebung des Flughafens Köln-Bonn erhöht das Erkrankungsrisiko
dramatisch. Dass das in den betroffenen Gebieten rund um Wien
Schwechat ähnlich sein wird, leugnen wohl nur mehr eingefleischte
Fluglobbyisten. 
   Aber der Reihe nach: Das deutsche Umweltbundesamt hat erst
kürzlich eine wissenschaftliche Untersuchung von Prof. Dr. Greiser
über die Gesundheitsschädlichkeit von Fluglärm publiziert. Die Studie
beruht auf Daten von ca. 1 Mio. Versicherten rund um den Flughafen
Köln-Bonn. Das erschütternde Ergebnis: Schon ab einem mit 35,25 dBA
recht niedrigen 24-Stunden-Dauerschallpegel für Fluglärm steigt bei
Männern und Frauen das Risiko, an Herz- und Kreislauf zu erkranken, 
mit jedem zusätzlichen Dezibel linear an. Bei Frauen ist das
Erkrankungsrisiko für Depression stark erhöht. Eine entsprechende
Studie für Krebserkrankungen ist bisher aus politischen Gründen nicht
veröffentlicht worden. Die Ergebnisse aus beiden Studien sind in der
Abbildung "Anstieg des Erkrankungsrisikos durch Fluglärm"
zusammengefasst.
   Überträgt man die Erkenntnisse von Prof. Dr. Greiser auf Liesing,
das mit einem 24-Stunden-Fluglärm-Dauerschallpegel von 40,8 dBA
belastet ist, so erhält man ein beunruhigendes Bild der Auswirkungen
der seit 2004 überfallsartig auf dicht besiedeltes Gebiet verlegten
Flugrouten. Der Fluglärm lässt das Risiko bei Frauen und Männern für
sämtliche Herzkreislauferkrankungen um 17% bzw. 18%, das für koronare
Herzkrankheit um 14% bzw. 24% und jenes für Schlaganfälle um 23% bzw.
29 % steigen. Das Risiko für Brustkrebs erhöht sich entsprechend dem
Fluglärmpegel um 31%, das für Depression bei Frauen sogar um 51%
(Abbildung "Abschätzung der Gesundheitsrisiken bei Übertragung der
Greiser Studien auf Liesing").
   Eine genauere Berechnung kann nur mit einer gleichartigen Studie
für den Flughafen Wien erreicht werden. Für eine erste Abschätzung
der zusätzlichen Krankheitsfälle reicht aber die Übertragung der
Greiser Studien. Bei rund 100.000 betroffenen Menschen in Liesing und
den direkt angrenzenden Gebieten in Wien und Niederösterreich ist
demnach z.B. mit 50 zusätzlichen Schlaganfällen pro Jahr zu rechnen.
   So wie bei allen anderen Krankheiten ist nicht nur das persönliche
Schicksal dramatisch, es entstehen auch beträchtliche Kosten für das
Gesundheitssystem. Multipliziert man  beispielsweise die bekannten
durchschnittlichen Kosten pro Schlaganfall von rund 75.000 Euro mit
der Anzahl der Schlaganfälle, so kommt man alleine dafür auf rund
3,75 Millionen Euro pro Jahr, die der Verlegung der Flugrouten auf
das dicht besiedelte Liesing zuzuschreiben sind. (Abbildung
"Flugrouten im Süden Wiens verlaufen über dichtest besiedeltes
Gebiet") 
   Daher sind nicht nur Austro Control und Infrastrukturministerium,
sondern auch das Gesundheitsministerium dringend gefordert, zu den
Flugrouten über Liesing volkswirtschaftlich sinnvollere und
gesundheitspolitisch verträglichere Alternativen zu finden bzw. zu
verordnen.
Rückfragehinweis:
   Parteiunabhängige BI "Liesing gegen Fluglärm und die 3. Piste"
   Email: liesing@fluglaerm.at,
   Homepage: http://liesing.fluglaerm.at
	
							
												
							
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