utl: Klarstellung des Pressesprechers der Erzdiözese Wien zur
Interrpretation eines Kommentars des Wiener Erzbischofs zum Thema
Missbrauch in Agenturberichten =
Wien, 10.03.10 (KAP) Der Wiener Erzbischof, Kardinal Christoph
Schönborn, hat in seinem Kommentar für das Wiener diözesane
Mitarbeitermagazin "thema kirche" "in keiner Weise den Zölibat in
der katholischen Kirche des lateinischen Ritus in Frage gestellt".
Das betonte der Pressesprecher der Erzdiözese Wien, Erich
Leitenberger, am Mittwochabend im Hinblick auf Agenturberichte.
Leitenberger zitierte den Wortlaut des Kommentars des Kardinals im
Zusammenhang mit dem Thema "Missbrauch": "Es ist notwendig, hier
wirklich die Opfer vor die Täter zu stellen, Schuld beim Namen zu
nennen. Und es ist notwendig, nach den Ursachen sexuellen
Missbrauchs zu fragen. Dazu gehört die Frage der Priestererziehung
genauso wie die Frage nach dem, was in der 68er-Generation mit der
'sexuellen Revolution' geschehen ist. Dazu gehört das Thema Zölibat
genauso wie das Thema Persönlichkeitsentwicklung. Und dazu gehört
eine große Portion Ehrlichkeit, in der Kirche, aber auch in der
Gesellschaft".
Diese Ehrlichkeit sei auch in der Berichterstattung über
Stellungnahmen kirchlicher Persönlichkeiten wünschenswert, so
Leitenberger.
(ende) jop/
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