OTS0345 / 10.03.2010 / 21:55 / Channel: Politik / Aussender: Kathpress
Stichworte: Bürgler / Innsbruck / KATHPRESS / Kirchen / Missbrauch


Diözese Innsbruck geht "entschieden" gegen Missbrauchsfälle vor


utl: Generalvikar Bürgler nimmt zu nun bekannt gewordenem Fall Stellung 
und kündigt Ausbau der Ombusstelle an =
   Innsbruck, 10.03.10 (KAP) Der Generalvikar der Diözese Innsbruck, 
Jakob Bürgler, hat ein "entschiedenes Vorgehen" der Diözese gegen 
Missbrauchsfälle angekündigt. Zum einen wurde jener Priester 
beurlaubt und aus der Seelsorge abgezogen, der Anfang der 1980er 
Jahre aus dem Vorarlberger Kloster Mehrerau wegen einer 
Missbrauchstat nach Tirol versetzt worden war und - nach 
psychotherapeutischer Behandlung - dort bis jetzt als Priester tätig 
war. Ihm werden laut Generalvikar bis zu zehn bisher nicht bekannte 
Missbrauchsfälle zur Last gelegt. 
Laut Bürgler wurde von 1995 bis heute der Diözese Innsbruck 
insgesamt 33 Fälle gemeldet, "bei denen ein Klärung wichtig gewesen 
ist"; sie hätten nicht nur Priester betroffen, und es habe sich auch 
nicht bei allem um Fälle von sexuellem Missbrauch gehandelt. Drei 
neue Fälle wurden erst heute gemeldet, ließ Bürgler in einer 
Presseausendung am Mittwochabend mitteilen. 
Der Generalvikar bittet zudem Missbrauchsopfer, die sich noch nicht 
gemeldet haben, sich an die Ombudsstelle der Diözese zu wenden. Als 
zusätzlichen Schritt im Umgang mit Missbrauchsvorwürfen kündigte der 
Generalvikar die "unverzügliche" Schaffung eines "Beirats" für die 
Ombudsstelle an, die es seit über zehn Jahren gibt. Diese Maßnahme 
erfolge "auf der Basis der Beschlüsse der Österreichischen 
Bischofskonferenz". 
Dem Beirat würden "unabhängige und externe Fachleute aus den 
juridischen und psychotherapeutischen Bereichen genauso wie 
Vertreter von Ordensgemeinschaften und Diözese" angehören. Es solle 
sichergestellt werden, dass von Seiten der Kirche "nicht nur 
reagierend, sondern aktiv und aus eigenem Antrieb all das in den 
Blick genommen" werde, "was in puncto Missbrauch und sexualisierte 
Gewalt in Vergangenheit und Gegenwart besprochen und geklärt werden 
muss". 
Mehr auf www.kathpress.at (ende) jop/
nnnn
http://www.ots.at/pressemappe/510
*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER
INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***
OTS0345    2010-03-10/21:55
102155 Mär 10
KAT0003 0284