Wien (OTS) - Das 10jährige Jubiläum der Bolognareform ist für die
ÖH kein Grund zum Feiern. "Der Bolognaprozess steckt in der Krise.
Die hohen Erwartungen wurden nicht einmal annähernd erfüllt - weder
eine erhöhte Mobilität der Studierenden noch internationale
Vergleichbarkeit der Abschlüsse wurden erreicht", so Sigrid Maurer
vom Vorsitzteam der ÖH Bundesvertretung. "Anlässlich der
"Ministerial Anniversary Conference" muss den in Wien konferierenden
MinisterInnen die katastrophale Lage klar gemacht werden", so Maurer
weiter.
"Bologna ist momentan untrennbar mit Verwertungslogiken und
Ökonomisierungstendenzen verbunden. Dieser Prozess bedroht unser
Hochschulsystem mit Verschulung und provoziertem Konkurrenzdenken!",
so Thomas Wallerberger vom Vorsitzteam der ÖH, "Bildung muss frei
sein. Wörter wie Wettbewerbsfähigkeit, Humankapital oder Rankings
haben in einer verantwortungsvollen Bildungspolitik nichts verloren",
so Wallerberger weiter.
"Die ÖH Bundesvertretung wird ihre Stimme sowohl während der
MiniterInnenkonferenz erheben, als auch auf der Straße bei den
Demonstrationen und Kundgebungen der nächsten Tage lautstark für
Verbeserungen kämpfen! Wir rufen alle Studierenden auf, sich
solidarisch zu zeigen und an den Protestmaßnahmen zu beteiligen", so
Eva Maltschnig, Generalsekretärin der ÖH Bundesvertretung.
Die morgige Demonstration startet um 15 Uhr, Treffpunkt Westbahnhof,
die Schlusskundgebung findet vor dem Burgtor statt. Der
Alternativgipfel vom 12. bis 14. März bietet darüberhinaus ein
umfassendes Programm und zeigt Alternativen zur momentan
vorherrschenden Bildungspolitik auf. Nähere Informationen unter:
http://bolognaburns.org/
Rückfragehinweis:
Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH)
Michaela Wein, Pressesprecherin
Tel.: 0676 888 52 212
michaela.wein@oeh.ac.at
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OTS0276 2010-03-10/14:49
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