• 10.03.2010, 13:16:03
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Aktion "Leben retten" startet in Kärnten

LR Kaiser: Gemeinsame Kampagne mit Rotem Kreuz Kärnten soll Menschen Mut machen, zu handeln, wenn jemand Hilfe benötigt

Klagenfurt (OTS/LPD) - Ein Paar, das einer Herzinfarktpatientin
beim Sterben zuschaut, statt zu helfen. Verletzte, die am Straßenrand
oder in Stadtpassagen liegen und mit dem Leben ringen, ohne dass
Passanten helfen - immer öfter berichten die Medien von solchen
Fällen. Fälle, die eine bedrohliche Entsolidarisierung unserer
Gesellschaft dokumentieren. "Dabei könnte nicht nur jede und jeder
selbst irgendwann auf die Hilfe anderer angewiesen sein. Nein, jeder
kann auch zum Lebensretter werden", macht Kärntens
Gesundheitsreferent LR Peter Kaiser deutlich. Gemeinsam mit Rot
Kreuz-Präsident Peter Ambrozy präsentierte er heute, Mittwoch, die
Kampagne "Leben retten". Ziel ist es, die Menschen zu ermutigen,
einzugreifen, verletzten Menschen zu helfen und nicht länger
wegzuschauen. "Dazu müssen wir den Kärntnerinnen und Kärntnern ins
Bewusstsein rufen, was sie in einem Notfall zu tun haben", so Kaiser.

Um positive Impulse zu setzen, finden in den kommenden Wochen in
allen Bezirken Kärntens kostenlose Erste-Hilfe-Auffrischungskurse
statt, die vom Gesundheitsreferat des Landes Kärnten und dem Roten
Kreuz angeboten werden. Mit dem einprägsamen Slogan "EinsVierVier,
das merk ich mir" soll außerdem der Notruf 144 für medizinische
Notfälle wirksam im Gedächtnis verankert werden. "Sobald jemand die
Nummer wählt, beginnt die lückenlose und rasche Rettungskette",
betont Ambrozy. Bis zum Eintreffen des Rotkreuzwagens ist allerdings
die Initiative der Anwesenden gefragt. Mit oft wenigen Handgriffen,
die leicht erlernbar sind, können negative Unfallauswirkungen
verhindert werden.

Bei jedem Notfall - von der blutenden Wunde bis zum Herzinfarkt -
spielen gut ausgebildete Ersthelfer eine wichtige Rolle. Gerade die
Maßnahmen, die in den ersten Minuten durchgeführt werden, sind
entscheidend. Sie können gesundheitliche Langzeitschäden oder sogar
einen tödlichen Ausgang verhindern. "Wir wollen den Menschen die
Angst nehmen, Hilfe zu leisten", so Kaiser, der darauf hinweist, dass
rund 80 Prozent aller Unfälle und Notfälle in der Familie oder im
Freundeskreis passieren. "Unvorstellbar, wenn dem eigenen Kind, der
Mutter oder dem Freund etwas zustößt und man nicht hilft, nur weil
man es sich nicht zutraut." Die Aktion "Leben retten" ist ein
Wegweiser für alle, die sich nicht nur auf das Glück verlassen,
sondern auch für den Notfall vorbereitet sein wollen.

S E R V I C E: Die Termine in den Bezirksstellen für Erste
Hilfe-Kurse im Rahmen der Kampagne "Leben retten - 144 das merk` ich
mir":

Spittal/Drau, 16.03.2010, 18.30 Uhr, Lehrsaal 2
Villach, 17.03.2010, 18.30 Uhr, Lehrsaal
Wolfsberg, 18.03.2010, 18.30 Uhr, Lehrsaal
Feldkirchen, 19.03.2010, 18.30 Uhr, Lehrsaal
Hermagor, 22.03.2010, 18.30 Uhr, Lehrsaal
Völkermarkt, 24.03.2010, 18.30 Uhr, Lehrsaal
St. Veit, 25.03.2010, 18.30 Uhr, Lehrsaal
Klagenfurt, 26.03.2010, 18.30 Uhr, Lehrsaal 2

Weitere Erste Hilfe Kurse werden bis Ende 2010 in Gesunden Gemeinden
in ganz Kärnten abgehalten. So zum Beispiel in der Gesunden Gemeinde
Ferlach am 11. und am 19. März jeweils um 18.30 im Rot Kreuz Zentrum.
Außerdem findet am 13. März ein Tag der offenen Tür in der
Landesleitstelle des Roten Kreuz Kärnten in Klagenfurt statt, zu dem
die Bevölkerung herzlich eingeladen ist.
(Schluss)

Rückfragehinweis:
Kärntner Landesregierung, Landespressedienst
Tel.: 05- 0536-22 852
http://www.ktn.gv.at

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/13

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