- 10.03.2010, 12:31:00
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Probst Fürnsinn zur Missbrauchswelle:
"Der Bogen ist gebrochen, die Kirche braucht jetzt einen Befreiungsschlag!"
Wien (OTS) - Der Chef der Augustiner-Chorherrn im nö. Stift
Herzogenburg, Propst Maximilian Fürnsinn, zeigt sich in der jüngsten
Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS von den aktuellen
Missbrauchs-Vorwürfen gegen Österreichs Kirche tief erschüttert, "es
schlägt einem die Schamesröte ins Gesicht!" Fürnsinn, der zu den
profiliertesten Ordens-Oberen in der Republik zählt, hofft jetzt auf
einen "Befreiungsschlag" der Kirche, indem endlich alles auf den
Tisch kommt ("das ist unsere Bringschuld") und dann radikale
Sanierungs- Maßnahmen ergriffen werden. Etwa durch kirchenferne
Opferanwälte bzw. kirchenunabhängige Ombudsstellen. Auch Töne aus dem
Vatikan, dass Täter der weltlichen Justiz übergeben werden sollen
anstatt die Dinge wie bisher kirchen-intern zu regeln, kann der
Augustiner-Chorherr etwas abgewinnen. Fürnsinn kritisch zu der seit
Jahren immer wieder auftauchenden Missbrauchs-Diskussion: "Ich denke,
dass wir bisweilen die Tragweiten falsch eingeschätzt haben", daher
müsse jetzt reiner Tisch gemacht werden. Österreichs Kirche habe
sogar die Chance zu einem "Befreiungsschlag", wenn sie die richtigen
Konsequenzen ziehe.
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