• 10.03.2010, 11:55:19
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  • OTS0147 OTW0147

Maßnahmen zur Gewaltprävention an Schulen

Heuras: Müssen alles daran setzen, Gewalt zu verhindern

St. Pölten (OTS/NLK) - "Gewaltprävention an Schulen ist ein Thema,
dessen wir uns verstärkt annehmen müssen und auch annehmen wollen. Es
ist in diesem Zusammenhang wichtig, hinzuschauen, die Aufmerksamkeit
darauf zu lenken, Maßnahmen gegen Gewalt zu setzen und Hilfsangebote
zu bieten sowie verstärkt zu informieren. Es muss alles daran gesetzt
werden, Gewalt zu verhindern", betonte Landesrat Mag. Johann Heuras
heute, Mittwoch, 10. März, bei einer Pressekonferenz zum Thema
"Gewaltprävention an Schulen" in St. Pölten.

In diesem Rahmen stellte der Landesrat ein "Bündel von Maßnahmen"
vor, mit welchem im Bundesland Niederösterreich gegen Gewalt im
schulischen Bereich vorgegangen wird und mit dem Niederösterreich, so
Heuras, "bundesweit federführend" sei. Als ersten Punkt führte der
Landesrat die Begleitung der LehrerInnen im Bereich der Aus- und
Fortbildung an: Es gelte, die PädagogInnen sicherer zu machen und die
pädagogischen Hochschulen dahingehend anzusprechen. Zum zweiten
würden an den Schulen bereits einige Projekte angeboten;
beispielsweise könnten die Schulen Theaterstücke buchen, die sich mit
dem Thema Gewalt auseinander setzen. An dritter Stelle nannte Heuras
die Forderung nach einem Ausbau der Schulsozialarbeit und der
Schulpsychologie: Diese niederschwelligen Angebote kämen bei den
SchülerInnen gut an und müssten daher verstärkt werden. Konkret
hinsichtlich der Schulsozialarbeit meinte der Landesrat:
"Niederösterreich hat hier eine Vorreiterrolle inne und investiert
inzwischen fast eine Million Euro." Zur Schulpsychologie hielt der
Landesrat fest: "Wir bräuchten zusätzliche PsychologInnen. Für 2010
wurden zehn neue PsychologInnen zugesagt, aber nur befristet und mit
freiem Dienstvertrag. Hier müsste weiter aufgestockt werden."

Als vierte Maßnahme stellte Heuras mehrere Folder vor, die den
unterschiedlichen Zielgruppen als Leitfaden und Ratgeber zur
Verfügung stünden. Zu guter Letzt stellte er die so genannte
"Lehrertankstelle" vor, bei der es sich um eine interaktive und für
niederösterreichische PflichtschullehrerInnen konzipierte
Beratungsplattform handelt, die PädagogInnen "als Kraftquelle" dienen
soll. In dieser speziellen "Tankstelle", die unter
www.lehrertankstelle-noe.com abrufbar ist und von Prof. Rotraud A.
Perner konzipiert wurde, werden binnen 24 Stunden persönliche
Anfragen der LehrerInnen von einem ExpertInnenteam beantwortet. Das
Ziel ist die persönliche, schnelle, unbürokratische und anonyme
Unterstützung der diversen Anliegen.

Im Rahmen der Pressekonferenz wurde überdies auf die "Fachstelle
für Gewaltprävention" eingegangen und festgehalten, dass diese vor
nunmehr 15 Monaten in Niederösterreich eingerichtet wurde und von
dieser Stelle bisher bereits 14 entsprechende Veranstaltungen
realisiert wurden. Landesrat Heuras bezeichnete diese Fachstelle als
"Drehscheibe".

Abschließend betonte der Landesrat, dass hinsichtlich der
angesprochenen Thematik wieder der Grundsatz "Handlungen haben auch
Konsequenzen" gelten müsse und man klare Regeln aufzustellen habe.
Zudem müsse auch die Elternverantwortung eingefordert werden dürfen:
"Alle drei Bereiche der Schulpartnerschaft sind dringend
einzubeziehen und wir müssen allen Hilfe zukommen lassen."

Nähere Informationen: Büro LR Heuras, Markus Hammer, Telefon
02742/9005-12324, e-mail [email protected].

Rückfragehinweis:
Niederösterreichische Landesregierung
Stabstelle Öffentlichkeitsarbeit und Pressedienst
Tel.: 02742/9005-12156
www.noe.gv.at/nlk

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/14

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