• 10.03.2010, 09:30:16
  • /
  • OTS0045 OTW0045

Burnout und Mobbing-Leitfäden sollen psychische Gesundheit am Arbeitsplatz fördern

Zahl der Invaliditätspensionen aufgrund psychischer Erkrankungen steigen rasant

Wien (OTS) - Die Zahl jener, die wegen psychiatrischer
Erkrankungen in Invaliditätspension gehen, ist seit Jahren stark im
Steigen. Lag der Anteil im Jahr 1998 noch bei 16 Prozent, so stieg er
bis 2008 auf 30 Prozent. Neben individuellen und sozialen Faktoren
tragen psychosoziale Belastungen am Arbeitsplatz maßgeblich zur
Entstehung bei. Durch die Betriebliche Gesundheitsförderung gibt es
ein erfolgreiches Instrumentarium, um die Gesundheit am Arbeitsplatz
zu fördern. Zwei neue Leitfäden helfen, die Themen Burnout und
Mobbing in Unternehmen anzugehen. Erarbeitet wurden die
Publikationen vom IBG, Institut für humanökologische
Unternehmensführung, maßgeblich finanziert wurden diese vom Fonds
Gesundes Österreich, dessen Leiter Mag. Christoph Hörhan betont: "Die
Leitfäden helfen, frühzeitig entsprechende Warnsignale wahrzunehmen,
und geben Tipps, mit welchen Instrumenten gegengesteuert werden kann.
In vielen Fällen könnte der "Notausstieg" Invaliditätspension damit
vermieden werden."

Burnout

In nur wenigen Jahren hat sich das Burnout-Syndrom von einer
"Managerkrankheit" zu einer Erkrankungsform vieler unterschiedlicher
Berufsgruppen entwickelt. Schichtarbeit, Druck, mangelnde Anerkennung
oder betriebliche Veränderungen erhöhen die Burnout-Gefahr deutlich.
Durch das vom Fonds Gesundes Österreich geförderte Modell der
Betrieblichen Gesundheitsförderung gibt es Mittel, dem
entgegenzuwirken. Der Leitfaden zur betrieblichen Burnout-Prävention
unterstützt Betriebe dabei, die Work Life Balance der Beschäftigten
zu fördern. Checklisten helfen betrieblichen Akteur/innen dabei,
Anzeichen von Burnout bei sich oder Mitarbeitenden zu erkennen. Für
verschiedene Zielgruppen werden spezifische Maßnahmen beschrieben,
mit denen dem Burnout-Risiko auf individueller, betrieblicher und
unternehmenskultureller Ebene begegnet werden kann.

Mobbing

Mobbing ist Psychoterror und sowohl für die direkt Betroffenen als
auch das gesamte Arbeitsumfeld eine massive Belastung mit
dramatischen Folgen. Defizite in der Arbeitsorganisation und dem
Führungsverhalten können die Ursache von Mobbing sein, sind aber
gleichzeitig Ansatzpunkte für präventive Maßnahmen. Wo offen und klar
mit Konflikten umgegangen wird, tritt Mobbing seltener auf bzw. wird
früher erkannt und gezielt gegengesteuert. Trotz guter Prävention
kann es zu Fällen von Mobbing kommen. Unternehmen sollten auf solche
Fälle vorbereitet sein, damit die Betroffenen rasch und professionell
unterstützt werden. Der vorliegende Leitfaden ist mit vielen
praktischen Tipps ein Ratgeber und Nachschlagewerk für die Vorbeugung
und Konfliktlösung. Der Leitfaden geht auch insbesonders auf
öffentliche Einrichtungen ein und wurde vom Bundesministerium für
Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz, der Gewerkschaft Öffentlicher
Dienst und der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten - Kunst, Medien,
Sport, freie Berufe kofinanziert.

Bestellinfos:

Die beiden Leitfäden können beim Fonds Gesundes Österreich
kostenlos bestellt werden per E-Mail an [email protected], oder
telefonisch unter 01/8950400. Unter
http://www.fgoe.org/presse-publikationen/downloads/forschung können
die Leitfäden heruntergeladen werden.

Rückfragehinweis:
Mag. Markus Mikl
Gesundheit Österreich GmbH
Geschäftsbereich Fonds Gesundes Österreich
Tel.: 01 8950400-16, Mobil: 0664 88508920
E-Mail: [email protected], www.fgoe.or

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/362

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | FOG

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel