• 09.03.2010, 16:17:30
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GSV: "Neuer ÖBB Vorstand soll sich über den Zustand der Bahn direkt an der Basis informieren"

Gefilterte Berichte aus zweiter Hand sind wenig hilfreich - Hebel gegen Verspätungen bei vorbeugender Instandhaltung von Rollmaterial und technischen Anlagen ansetzen

Wien (OTS) - Der neue Mann an der Spitze der ÖBB stehe vor der
Herausforderung, das mittlere Management des Unternehmens zur
Mitwirkung an einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess zu
gewinnen. Die gegenwärtig zu beobachtende Blockade von Reformen durch
eine "wenig flexible, kaum motivierte, aber durch Pragmatisierung
geschützte Ebene von Führungskräften" müsse beendet werden, moniert
der Generalsekretär der Österreichischen Gesellschaft für Straßen-
und Verkehrswesen (GSV), Peter Kudlicza. Der notwendige durchgehende
Informations- und Kommunikationsfluss zwischen Basis und Vorstand
werde gegenwärtig vom Mittelbau unterbrochen, der "in beiden
Richtungen undurchlässig wie eine Bitumenschicht" wirke.

Es wäre nützlich, würde sich das Top-Management der Bahn nicht nur
aus zweiter oder dritter Hand - und entsprechend gefiltert -über die
Vorgänge an den Schnittstellen zum Kunden berichten lassen, sondern
direkt mit Zugbegleitern sprechen. Deren Meldungen über Missstände
liefen gegenwärtig weitgehend ins Leere, berichtet Kudlicza.

Strategie gegen Verspätungen

Eine wirksame Strategie gegen Verspätungen müsse den Hebel bei der
konsequenten vorbeugenden Instandhaltung des Rollmaterials und der
technischen Anlagen ansetzen, so Kudlicza weiter. Defekte an
Reisezugwagen und Triebfahrzeugen, die oft erst kurz vor der Abfahrt
des Zugers erkannt werden oder unterwegs auftreten, sowie Störungen
an Weichen- und Signalsystemen verursachten häufig Verspätungen
zwischen einer halben Stunde und einer Stunde - manchmal auch mehr.
Demgegenüber lägen durch Baustellen bedingte Verspätungen zumeist
zwischen fünf und zehn Minuten, betont der GSV-Generalsekretär
abschließend.

Über die GSV

Die GSV ist eine Public-Private-Partnership- Einrichtung, der
Ämter der Landesregierungen, Gesellschaften des Bundes aus den
Bereichen Verkehr und Technologie, Interessenvertretungen,
Unternehmen der Privatwirtschaft und Zivilingenieure angehören. Sie
setzt sich für eine langfristig optimierte Sicherheit und Flüssigkeit
des Verkehrs durch den Ausbau der Infrastruktur, die Nutzung der
Telematik-Potenziale und die Förderung sinnvoller Intermodalität ein.

GSV im Internet: www.gsv.co.at

Rückfragehinweis:
Österreichische Gesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen
Öffentlichkeitsarbeit
Tel. (01) 713 62 96
e-Mail: [email protected]

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/1514

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