• 09.03.2010, 13:22:38
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Forschung & Entwicklung auf höchstem Niveau

Fünf Forschungsprojekte mit Vorarlberger Beteiligung beim Bund eingereicht - alle genehmigt

Bregenz (OTS/VLK) - Solarenergie, Verschleiß, Licht und
Sportbekleidung - sind nur einige der Themenbereiche, die
Forschungsgelder von Bund und Land erhalten. Erst kürzlich hat die
Forschungsförderungsgesellschaft des Bundes (FFG) eine Reihe von
Projekten mit Vorarlberger Beteiligung im Rahmen des
Kompetenzzentrenprogrammes COMET genehmigt. Insgesamt fließen in den
nächsten fünf Jahren 40 Millionen Euro (davon sieben Millionen vom
Land und 14 Millionen vom Bund) in die Forschungs- und
Entwicklungsarbeit der daran beteiligten Vorarlberger Projektpartner.
Landeshauptmann Herbert Sausgruber und die Landesräte Karlheinz
Rüdisser und Andrea Kaufmann gaben heute, Dienstag, im Pressefoyer
die Details dazu bekannt.

Viele Vorarlberger Unternehmen sind in ihrer jeweiligen Branche
international führend in Innovation und Technologie. Damit diese
starken Marktpositionen langfristig gehalten und hochwertige
Arbeitsplätze geschaffen werden können, räumt die Vorarlberger
Landesregierung der Förderung von Forschung und Entwicklung hohe
Priorität ein. "Das sind Investitionen in die Zukunft, denn neue
Technologien und optimierte Prozesse sind die Grundlage für
Wirtschaftswachstum und Wohlstand", sagte Landeshauptmann Sausgruber.

Top-Forschungszentrum für Tribologie

Die Top-Kategorie des COMET-Programmes sind K2-Zentren. "Diese
Einrichtungen haben das Potential, sich in der Weltspitze des
jeweiligen Forschungsgebietes zu etablieren", sagte
Wirtschaftslandesrat Rüdisser. V-Research hat gemeinsam mit dem
Austrian Competence Center for Tribology und der Technischen
Universität Wien den Zuschlag für ein K2-Excellence-Center of
Tribology erhalten. Tribologie ist die Lehre von Reibung und
Verschleiß. "Überall wird versucht, weniger Material und Energie zu
verbrauchen, um Zuverlässigkeit und höhere Lebensdauer zu
garantieren. Fachleute schätzen, dass rund 1,6 Prozent des
Bruttoinlandsprodukts durch gut eingesetztes Tribologie-Wissen
eingespart werden können", erläuterte LR Rüdisser den Zweck dieses
Forschungszweiges.

Der Standort des Tribologie-Kompetenzzentrums befindet sich in
Niederösterreich. V-Research betreut als Zweigstelle die Projekte der
Industriepartner in Vorarlberg, Tirol, der Schweiz, Liechtenstein und
Süddeutschland. Für Vorarlberg bedeutet diese Beteiligung ein knapp
16 Millionen Euro schweres Förderprogramm. Davon werden ca. drei
Millionen Euro vom Land Vorarlberg finanziert, der Rest kommt von
Bund, TU Wien und den beteiligten Firmen.

Forschung als Wegbereiter zur Energieautonomie Vorarlbergs

Weiters beteiligt sich Vorarlberg am K1-Zentrum alpS in Innsbruck,
das sich insbesondere mit der Gewinnung und den Einsatzmöglichkeiten
von Erdwärme und Solarenergie beschäftigt. LR Rüdisser: "Wir
verstehen unsere Mitarbeit an der Weiterentwicklung dieser
Technologien als Beitrag im Hinblick auf die angestrebte
Energieautonomie Vorarlbergs, aber auch als große Chance für unsere
sehr stark exportorientierten Unternehmen." Der Vorarlberger Anteil
am Budget des alpS-Kompetenzzentrums beträgt fast zehn Millionen
Euro, davon werden 1,8 Millionen Euro vom Land beigesteuert.

Weitere COMET-Kompetenzzentren mit Vorarlberger Beteiligung sind
- ProDSS ("Integrated Decision Support Systems for Industrial
Processes"): Erforschung neuer Methoden und Instrumente zur
Unterstützung von Entscheidungen für die Optimierung industrieller
Prozesse und der Abwicklung logistischer Aufgaben.
- K-Licht: Die LED-Technik birgt große Potentiale für
energie-effiziente Beleuchtung, ist aber technisch noch nicht
ausgereift und hinsichtlich der Wirkung von LED-Licht auf den
Menschen noch nicht ausreichend erforscht. Diesen Fragen widmet sich
das K-Projekt "K-Licht". Wesentliche Vorarlberger Projektpartner sind
die Firma Zumtobel AG sowie das an der Fachhochschule Vorarlberg
angesiedelte Forschungszentrum für nutzerzentrierte Technologien.
- Sports Textiles: Entwicklung von funktional konzipierter
Sportbekleidung. Am K-Projekt "Sports Textiles" ist Vorarlberg mit
dem Institut für Textilindustrie als wissenschaftlichem Partner sowie
mit verschiedenen Unternehmen (Spinnerei Feldkirch, Firma Skinfit in
Hohenems) beteiligt.

Fachhochschule: Gut positionierte Forschungseinrichtungen

"Mit Forschung und Entwicklung in den Bereichen Technik,
Wirtschaft, Gestaltung und Soziales erfüllt die FH Vorarlberg auch in
Zukunft wichtige Aufgaben für die regionale Wirtschaft und
Gesellschaft", betonte Landesrätin Kaufmann. Die drei bestehenden
Forschungszentren für Mikrotechnik (MT), Nutzerzentrierte
Technologien (UCT) sowie Prozess- und Produkt-Engineering (PPE) sind
am Markt gut eingeführt und etabliert. Organisatorisch in das PPE
integriert betreibt die Fachhochschule seit Dezember 2008 eines von
nur drei Josef-Ressel-Zentren in Österreich.

Spitzenforschung wird auch im Textilbereich und in der
Gesundheitsprävention durchgeführt - Landesrätin Kaufmann verwies
auf das in Dornbirn angesiedelte Institut für Textilchemie und
Textilphysik der Uni Innsbruck. Neben Forschungstätigkeiten im
Bereich der Polysaccharide (Holz, Zellulose, Papier oder Pektin)
beinhaltet das Forschungsprojekt "STEP" auch die Ausbildung von
jungen Wissenschaftern. Die Erfassung und Evaluierung von
Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs steht im Mittelpunkt der
Forschungstätigkeit am Institut für Vaskuläre Medizin (VIVIT) am
Landeskrankenhaus Feldkirch.

Rückfragehinweis:

Landespressestelle Vorarlberg
   Tel.: 05574/511-20141, Fax: 05574/511-20190
   mailto:[email protected]
   http://www.vorarlberg.at/presse
   
   Hotline: 0664/625 56 68, 625 56 67

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/16

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