• 08.03.2010, 19:39:00
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Heinisch-Hosek: Die Umsetzung von gleicher Lohn für gleiche Arbeit ist nächster Schritt

Prammer: Schließen der Einkommensschere ist zentrale Aufgabe der Politik

Wien (OTS/SK) - Anlässlich des Internationalen Frauentages 2010
fand am Montag im Parlament eine Veranstaltung unter dem Titel
"FRAUenARBEIT - von prekärer Beschäftigung bis zur gläsernen Decke",
statt. "Als Frauenpolitikerin ist es auch sehr wichtig den Dialog mit
den Männern zu verstärken, weil das richtige Bewusstsein noch nicht
vorhanden ist", so Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek in ihren
Grußworten. Johanna Dohnal habe 16 Jahre lang den Weg für die Frauen
in Österreich bereitet, der nächste Schritt müsse sein, dass die
durchschnittlichen Einkommen von Männern und Frauen in Betrieben
offengelegt werden. Nur so können wir das Ziel gleicher Lohn für
gleiche Arbeit erreichen, betonte die Frauenministerin. "Nächstes
Jahr ist der internationale Frauentag 100 Jahre alt. Innerhalb dieser
100 Jahre ist viel passiert, dennoch ist die Einkommensschere in
Österreich eine der größten innerhalb der Europäischen Union",
erklärte Nationalratspräsidentin Barbara Prammer in ihrer Rede. ****

Die Forderungen von damals seien noch dieselben wie heute, so
Prammer, die betonte: "Dass Frauen die selben Rechte und Chancen wie
Männer haben ist für mich eine Grundvoraussetzung." Vor allem das
Schließen der Einkommensschere sieht Prammer als zentrale und
wichtige Aufgabe der Politik. "Nur mit gutem Zureden werden wir
nichts erreichen. Das, was wir brauchen sind gesetzliche
Novellierungen, damit Frauen die Chancen vorfinden, die ihnen
zustehen", bekräftigte die Nationalratspräsidentin.

Wurm: Die Quote ist das einzige Mittel das wirkt

Den Grußworten der Nationalratspräsidentin und der Frauenministerin
folgte eine thematisch breit gestreute Diskussion mit den
Frauensprecherinnen aller fünf Parlamentsparteien. "Wenn wir keine
Quoten einführen und die richtigen Maßnahmen setzen, werden wir in
der Gleichstellung von Mann und Frau nicht weiterkommen. Die Quote
ist das einzige Mittel, das wirkt", betonte SPÖ-Frauensprecherin
Gisela Wurm, die die aktuelle Situation der Frauen in Österreich
aufzeigte: Je höher die Bildung ist, desto höher sei der
Einkommensunterschied. "Es braucht hier eine Einkommenstransparenz,
gesetzliche Verpflichtungen und bei Nichteinhaltung die Möglichkeit
Sanktionen zu setzen", erklärte Wurm. Positiv zu berichten sei, dass
der Mindestlohn der Frauen im Dienstleistungsbereich auf 1.000 Euro
angehoben wurde.

"Ich bin grundsätzlich der Überzeugung, dass wir wieder
kampagnisieren müssen. Wir brauchen Halbe-Halbe in allen
Lebensbereichen und daran werden wir konsequent weiterarbeiten",
bekräftigte die SPÖ-Frauensprecherin. (Schluss) ab

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