Klagenfurt (OTS) - Oh, welch Wählerpotenzial wird da verschenkt:
Österreich zählt über 1,2 Millionen Pensionisten. Und trotzdem, ihre
Belange müssen hintangestellt werden. Ihre Lobby ist zwar stark,
gegen Argumente wie Wirtschaftskrise und Budgetdefizit ging ihr aber
bei den letzten Pensionsverhandlungen auch die Luft aus. Mehr als die
Inflationserhöhung gab es nicht. Und schon das ist zu viel, sagt die
Pensionsversicherungsanstalt. So unrealistisch mag das Szenario nicht
sein, das hier an die Wand gemalt wird.
Bei sinkender Erwerbstätigkeit und gleichbleibender Beitragsleistung
pro Kopf und Nase kann es im Pensionstopf nicht zu wundersamer
Vermehrung kommen. Eine Variante, um aus dem Schlamassel zu kommen,
ist eine Änderung des Systems per se. Je mehr Beitragszahler, um so
größer die Pensionserhöhung - und umgekehrt. Aber: Wer in
Krisenzeiten in Pension geht, hat seinen Beitrag zum System schon
geleistet und würde zweimal zahlen. Die Politik zahlt noch mehr drauf
- 1,2 Millionen Wählerstimmen. Damit hat sie plötzlich den kürzeren
Atem.
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