Istanbul, 08.03.10 (KAP) Kirchenführer aus ganz Europa haben den
Opfern des Erdbebens bei Elazig im Osten Anatoliens (Türkei) ihre
Solidarität bekundet und ihr Gebet zugesagt. Ein entsprechendes
Schreiben richtete das gemeinsame Komitee des Rates der Europäischen
Bischofskonferenzen (CCEE) und der Konferenz Europäischer Kirchen
(KEK) am Montag an die türkische Regierung.
Das Gebiet in Ostanatolien war am frühen Montagmorgen von Erdstößen
der Stärke 6 auf der Richter-Skala erschüttert worden. Medien gaben
die Zahl der Todesopfer am Montagmittag mit 57 an. Allerdings werden
weitere Menschen unter den Trümmern vermutet.
Das ökumenische Gremium war am Montag in Istanbul zu einer Sitzung
zusammengetreten. Der CCEE vertritt 33 katholische
Bischofskonferenzen, während sich in der KEK 120 orthodoxe,
protestantische, anglikanische und altkatholische Kirchen
zusammengeschlossen haben.
Die Türkische Bischofskonferenz kündigte am Montag Caritas-Hilfe für
das Bebengebiet an. Im Augenblick versuche man Einzelheiten über das
Ausmaß des Unglücks zu erfahren, um einen Hilfseinsatz der
türkischen Caritas zu organisieren, sagte der Vorsitzende der
Bischöfe, Luigi Padovese, der italienischen katholischen
Nachrichtenagentur SIR am Montag. Bei der betroffenen Gegend handle
es sich um eine "Region alter christlicher Präsenz", fügte der aus
Italien stammende Bischof hinzu.
(forts. mgl.) fam/
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