• 08.03.2010, 13:14:55
  • /
  • OTS0205 OTW0205

Irische Medien: Papstbrief zu Missbrauch nicht vor Ostern

Schreiben nicht nur Irland-fokussiert, sondern weltkirchlich ausgerichtet

Dublin-Vatikanstadt-Berlin, 08.03.10 (KAP) Irland und Deutschland
werden immer stärker zu Brennpunkten der laufenden
Missbrauchsdebatte, die dortigen Anlassfälle werden auch das
angekündigte Pastoralschreiben des Papstes zum Thema prägen. Irische
Zeitungen berichten am Montag, dass das für Mitte März erwartete
Schreiben derzeit noch einmal überarbeitet wird und nicht vor Ostern
erscheinen dürfte. Der Brief soll demnach nicht - wie ursprünglich
vorgesehen - bloß Irland-fokussiert, sondern stärker weltkirchlich
akzentuiert sein.

In ähnlichem Sinne hatte sich Kurienkardinal Walter Kasper am
Wochenende in der italienischen Zeitung "Repubblica" geäußert. Der
Präsident des Päpstlichen Rates für die Einheit der Christen deutete
an, dass das angekündigte Pastoralschreiben von Benedikt XVI. an die
Kirche in Irland auf die gesamte katholische Kirche bezogen sein
wird. Der Kurienkardinal wies darauf hin, dass vergleichbare
Vorgänge wie in Irland inzwischen in Deutschland, den Niederlanden
und den USA belegt seien.

Erwartet wird, dass der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz
(DBK), Erzbischof Robert Zollitsch, nach seinem Gespräch mit dem
Papst am Freitag über den weiteren "Fahrplan" im Blick auf
Papstschreiben und Vatikan-Vorgaben informieren wird. Irischen
Medien zufolge könnte der Vatikan die irische Offensivstrategie der
Bischöfe bei Missbrauch - sie sieht u.a. eine enge Zusammenarbeit
mit den staatlichen Behörden vor - auch der DBK empfehlen.

(ende) fam/

nnnn

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/510

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | KAT

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel