- 08.03.2010, 13:05:38
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VP-Ekici: Migrantinnen am diesjährigen Frauentag für SPÖ kein Thema in Wien
Wien (OTS) - Der Internationale Frauentag würde sich perfekt
eignen um über die gesellschaftliche Belastung von Migrantinnen zu
sprechen, doch in Wien scheint dies die Stadtverantwortlichen nicht
zu interessieren.
"Migrantinnen sind in der Gesellschaft stark benachteiligt, und über
ihre Probleme wird viel zu selten gesprochen", stellt Sirvan Ekici,
Integrationssprecherin der ÖVP Wien fest.
Viele Migrantinnen sind ausschließlich mit der Betreuung ihrer
Familie beschäftigt, und haben somit keinen Zugang zum Arbeitsmarkt.
Dabei geht es am Weltfrauentag nur allzu oft um
Geschlechterungerechtigkeiten am Arbeitsmarkt. Leider spielen
Migrantinnen in diesen Diskursen nur eine untergeordnete Rolle, weiß
Ekici und setzt ihre Forderungen daher recht niedrig an: "Mir geht es
darum, dass Migrantinnen überhaupt am Bildungs- und Arbeitsmarkt
präsent sind. Hier wird in Wien viel zu wenig getan!"
"In der Stadtverwaltung Wiens sollten sich die Damen und Herren
einmal Gedanken machen, warum so viele Mädchen mit
Migrationsgeschichte nach der Pflichtschule weder im Bildungsbereich
noch auf dem Arbeitsmarkt präsent sind. Die ÖVP Wien fordert die
zuständige SPÖ Stadträtin Frauenberger seit 2006 auf, endlich die
Empfehlungen der Studie zur Zwangsheirat in Wien umsetzen - passiert
ist jedoch nichts", beklagt Integrationssprecherin Ekici.
Vor allem Mädchen mit Migrationshintergrund müssen ermutigt werden
Bildungsabschlüsse zu machen, um ein selbstbestimmtes Leben zu
führen. Daher müssen besonders die Mütter dieser jungen Migrantinnen
samt den jeweiligen Communities ins Boot geholt werden. In diesem
Zusammenhang erinnert Ekici daran, dass die "Mama lernt Deutsch-
Kurse" eine langjährige Forderung der ÖVP waren, und, dass sie selbst
den Kampf gegen die Zwangsheirat in Wien seit Jahren anführt.
"Die SPÖ lässt viele Vereine aushungern, die gerade in den sensiblen
Bereichen wie Gewalt in der Familie und Zwangsheirat aktiv sind
(Anm.: Multikulturelle WG Kolpingwerk). Das kann und darf so nicht
weitergehen - Wien muss handeln", lässt Ekici der zuständigen SPÖ
Stadträtin Frauenberger ausrichten.
Rückfragehinweis:
ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien
Tel.: Tel.: (+43-1) 4000 /81 913
mailto:[email protected]
Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/10164
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