OTS0197 / 08.03.2010 / 12:54 / Channel: Politik / Aussender: SPÖ Pressedienst
Stichworte: "Close to" / Alkohol am Steuer / Bures / SPÖ / Verkehrssicherheit


Bures stärkt Projekt "Close to" gegen Alkohol am Steuer: Bewusstseinsbildung für Grundwehrdiener und Lehrlinge

Utl.: Verantwortungsbewusstes Fahren bei Jugendlichen fördern =


   Wien (OTS/SK) - "Ich freue mich, heute eine weitere Maßnahme im
Kampf gegen Alkohol am Steuer ankündigen zu können", so
Verkehrsministerin Doris Bures am Montag bei einer Pressekonferenz.
Thema war das Verkehrssicherheits-Projekt "Close to", welches den
Fokus auf die größte Gruppe der Alkohollenker richtet: junge Männer.
Junge Unfalllenker erzählen Gleichaltrigen in Fahrschulen über ihre
Erfahrungen und die Konsequenzen ihres Unfalls durch alkoholisiertes
Fahren und leisten so einen Beitrag zur Sensibilisierung
Jugendlicher. Bei der Pressekonferenz wurde eine Neuerung
präsentiert: Unfalllenker werden in Zukunft auch per Videobotschaft
ihre Erfahrungen weitergeben. "Alkohol am Steuer ist kein
Kavaliersdelikt und wir leisten mit dem Projekt 'Close to' einen
Beitrag, das Bewusstsein zu schärfen und die Anzahl der Unfälle durch
Alkohol am Steuer zu reduzieren", so Bures. **** 
"Täglich werden durch Alkohollenker zehn Menschen verletzt und
wöchentlich ein Mensch getötet", so Bures, die weiters betonte, dass
es wichtig sei, "ein Maßnahmenbündel bestehend aus Gesetzen, deren
Kontrolle und Bewusstseinsbildung zu setzen und so
verantwortungsbewusstes Verhalten im Straßenverkehr zu fördern". Ein
ganz wichtiger Mosaikstein in der Bewusstseinsarbeit ist das Projekt
"Close to". Bures wird dieses Projekt fortsetzen und stellt dafür
100.000 Euro bereit.
Zwtl.: Projektrahmen auf Bundesheer und ÖBB ausgeweitet
Ein großer Teil der Zielgruppe ist im Bundesheer zu erreichen - der
Verkehrsministerin ist es zusammen mit Verteidigungsminister Norbert
Darabos gelungen, die Videos 25.000 jungen Männern in der
Grundausbildung zur Verfügung zu stellen und so zur Sensibilisierung
beizutragen. Auch beim zweitgrößten Lehrlingsausbildner Österreichs,
den ÖBB, werden die Videofilme im dritten Lehrjahr gezeigt und so
jährlich rund 500 junge Menschen erreicht. Die Verkehrsministerin hat
alle Landeshauptleute um Unterstützung dieses Präventionsprojekts in
ihren Bundesländern gebeten und alle Fahrschulen aufgefordert, "Close
to" zu einem fixen Bestandteil des Fahrunterrichts zu machen. 
Bei der Pressekonferenz berichtete auch ein junger Alkohollenker von
seinen Erfahrungen. Rita Pfeiffer von der Forschungsgesellschaft
Mobilität bescheinigte dem Projekt gute Wirkung und der Obmann des
Fachverbandes der Fahrschulen, Norbert Hausherr, wies auf die
Bedeutung der Bewusstseinsarbeit in der Fahrausbildung hin. 
"Unsere Maßnahmen zur Verkehrssicherheit zeigen einen ersten
vorsichtig positiven Trend. Bei einer höheren Anzahl durchgeführter
Alkoholtests ist ein Rückgang von Führerschein-Abnahmen und
Verletzten zu verzeichnen", so Bures erfreut. "Wir müssen alles
unternehmen, um das menschliche Leid, das tagtäglich auf Österreichs
Straßen passiert, zu mindern", so die Verkehrsministerin
abschließend. (Schluss) bj   
Rückfragehinweis:
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