- 08.03.2010, 12:29:56
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Aufruf der SPÖ Frauen zum Internationalen Frauentag
Wien (OTS/SK) - Gegen die eklatanten Einkommensunterschiede
zwischen Frauen und Männern richten sich die SPÖ Frauen in ihrem
Aufruf zum Internationalen Frauentag. "Dass wir nun auf den
vorletzten Platz innerhalb der EU abgerutscht sind, ist beschämend.
Wir können diese Gehaltsunterschiede nicht mehr länger hinnehmen",
sagte SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende und Frauenministerin Gabriele
Heinisch-Hosek und forderte die Offenlegung der Durchschnittsgehälter
zwischen Frauen und Männern in den Betrieben und verpflichtende
Quoten für Aufsichtratspositionen in der Privatwirtschaft. ****
Obwohl Frauen gut ausgebildet sind, schützt sie das nicht vor
ungleicher Bezahlung" sagte SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea
Mautz. "Im Gegenteil: Die Einkommensschere zwischen Frauen und
Männern wird bei steigender Bildung sogar noch größer. Frauen sollen
mutiger in Gehaltsverhandlungen gehen können. Daher ist es unsere
Aufgabe, die entsprechenden Bedingungen zu schaffen", so Mautz.
Zentral ist die Forderung der SPÖ Frauen nach Einkommenstransparenz.
Die Fakten zu den Einkommensunterschieden in einem Betrieb gehören
auf den Tisch gelegt. Um die Forderung nach der gesetzlichen
Verankerung der Einkommenstransparenz im Gleichbehandlungsgesetz zu
bekräftigen, haben die SPÖ Frauen auf www.frauen.spoe.at eine
UnterstützerInnenplattform eingerichtet.
Eine wichtige Voraussetzung für berufliches Weiterkommen ist
ganztägige Kinderbetreuung. Die SPÖ Frauen fordern einen
Rechtsanspruch auf einen Kinderbetreuungsplatz sowie den Ausbau der
Ganztagsschulplätze.
Um den Anteil von Frauen in Führungspositionen zu erhöhen, sind
verpflichtende Quoten sinnvoll. Derzeit sind in den Top-200
Unternehmen in Österreich nur neun Prozent der
Aufsichtsratsmitglieder Frauen. Die SPÖ Frauen fordern daher
verpflichtende Quoten für Führungsetagen nach norwegischem Vorbild.
Entscheidend für die Einkommenssituation und auch für die
Karrierechancen, ist auch die Berufswahl. Daher ist es wichtig, dass
Frauen neue Chancen ergreifen und in untypische Berufsfelder
vordringen. Dafür müssen auch die Betriebe durch bewusstseinsbildende
Maßnahmen sensibilisiert werden, damit sich den Frauen in
Zukunftsbranchen auch reale Berufsmöglichkeiten bieten. Die SPÖ
Frauen fordern weiters geschlechtssensible verpflichtende Berufs- und
Bildungswegorientierung an allen Schulen.
Anlässlich des Internationalen Frauentages, haben die SPÖ
Bundesfrauen ein Video gedreht, um auf die derzeitige Situation von
Frauen im Erwerbsleben aufmerksam zu machen. Zu sehen ist dieser Film
unter
http://www.youtube.com/watch?v=kqPLqD7E8MI (Schluss) up/mp
Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/impressum
Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/195
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