• 08.03.2010, 11:24:21
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ÖLI-UG unterstützt Protestaktionen der Studierenden und Lehrenden zu Bologna-Gipfel

ÖLI-UG fordert universitäre LehrerInnenbildung und Master-Abschluss für LehrerInnen aller Schultypen, von der Volksschule bis zur AHS/BMHS und der Erwachsenenbildung.

Wien (OTS) - Die österreichische LehrerInnenausbildung soll im
Zuge des Bologna-Prozesses reformiert werden. ExpertInnen arbeiten
derzeit im Auftrag von BMUKK (PH) und BMWF (Universitäten) an
Empfehlungen für eine gemeinsame Ausbildung der LehrerInnen aller
Schulstufen. Ab 2011 soll das bestehende Nebeneinander von
6-semestriger Ausbildung an Pädagogischer Hochschule
(PflichtschullehrerInnen an Volks-, Haupt-, Poly- und Sonderschulen)
und den 9-semestrigen Master-Diplomstudien an Universitäten (AHS-,
BMHS-LehrerInnen) überwunden und die Qualifikation aller LehrerInnen
verbessert werden. Für die ÖLI-UG - Österreichische
LehrerInneninitiative - Unabhängige GewerkschafterInnen bedeutet das:
Master und volle Akademiker-Einstufung für alle LehrerInnen.

Was diesem Vorhaben derzeit noch fehlt, ist der politische Wille
der Regierung. Von den Regierungsparteien fordern wir daher klare
bildungs- und budgetpolitische Aussagen:

- Bereitstellung der erforderlichen Budgetmittel für die
universitäre LehrerInnenbildung auf Master-Niveau und das gesamte
Bildungswesen,

- schrittweise Integration der PH in die Universitäten,

- Überwindung des verwaltungs- und dienstrechtlichen Nebeneinander
von Bundes- und LandeslehrerInnen durch ein gemeinsames
LehrerInnendienstrecht

- eine demokratische Schulreform, die allen Kindern unabhängig von
ihrer sozialen Herkunft das Recht auf Bildung sichert. Bildung ist
kein Privileg. Bildung ist keine Ware.

An den Pädagogischen Hochschulen laufen bereits Bologna-konforme
verschulte BA-Kurzstudien, die Wahlmöglichkeiten der Studierenden und
die Studienmöglichkeiten für Berufstätige sind nicht erweitert,
sondern abgebaut worden. Diese Fehlentwicklung darf nicht auf die
Unis ausgeweitet, sondern muss gemeinsam von den Betroffenen, von
Studierenden, Lehrenden und von den Gewerkschaften aller
ArbeitnehmerInnen gemeinsam abgewehrt werden. Denn Bildungspolitik
ist auch Sozialpolitik. Investitionen in die Bildung aller Kinder und
Jugendlichen, in Forschung und Lehre und in Studierende jeden Alters
sind Investitionen in die Zukunft.

Österreichische LehrerInnen Initiative - ÖLI-UG

Rückfragehinweis:
Reinhart Sellner, Unabhängige GewerkschafterInnen im öffentlichen Dienst - UGöD, Tel.: 0676/343 75 21
Internet: www.oeli-ug.at, www.ugoed.at

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/3521

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