- 08.03.2010, 10:36:45
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Start für das Musikzentrum der Wiener Sängerknaben: Einrichtung des Bauplatzes am Augarten beginnt
Wien (OTS) - Plangemäß wurde heute, Montag, 8. März, Früh, am so
genannten "Augartenspitz" mit der Einrichtung der Baustelle für das
Musikzentrum der Wiener Sängerknaben begonnen. Um die der Rechtslage
entsprechende Errichtung des Bauzaunes und der Baustellen-Zufahrten
gefahrlos zu gewährleisten, mussten die entsprechenden Flächen, die
von Gegnern des Projekts seit Monaten blockiert werden, von der
Exekutive geräumt werden. Die erforderlichen rechtlichen Grundlagen
für den Bau liegen vor, die Baubewilligung ist rechtskräftig.
"Da mit einer kleinen Gruppe von Aktivisten keinerlei
Gesprächsbasis zu finden war - zuletzt wurden selbst Vorarbeiten zur
Einrichtung einer Informations-Schau über das Projekt gewaltsam
verhindert - waren wir leider gezwungen, unser Recht auf diese Weise
durchzusetzen. Wir hoffen, dass es nun möglich sein wird, mit den an
einem friedlichen Miteinander Interessierten konstruktiv zu
diskutieren", erklärte ein Sprecher der Errichtungsgesellschaft: Man
sei weiterhin um den Dialog bemüht, um die während Bauarbeiten
unvermeidliche Beeinträchtigung der Anrainer zu minimieren und
Missverständnisse und Fehleinschätzungen, die es rund um das Projekt
leider immer noch gebe, auszuräumen.
In den letzten Wochen hatte es bekanntlich einige
Gesprächsversuche gegeben, die letztlich aber scheiterten. "Wir
hatten vergeblich gehofft, dass sich bei den Aktivisten jene
durchsetzen, die bereit sind, die demokratischen Spielregeln
einzuhalten", erklären dazu die Wiener Sängerknaben. Wesentliche
Exponenten der Gegner, darunter Mag. Eva Hottenroth (Sprecherin des
Vereins "Freunde des Augartens"), Raja Schwahn-Reichmann
("Josefinisches Erlustigungskomitee") und an der "Besetzung"
ursprünglich beteiligte Bezirksmandatare, hatten sich in einer
rechtsverbindlichen Erklärung verpflichtet, jedwede weitere
"Besetzung" des Bauplatzes zu unterlassen; ein Termin für eine
Aussprache zwischen Projektbefürwortern und
-gegnern wurde vereinbart. Dennoch eskalierte die Situation
neuerlich, als die Wiener Sängerknaben auf ihrem Bauplatz eine
Informations-Stelle über das Projekt einrichten wollten. "Unsere -
vielen - Argumente, die für das Musikzentrum sprechen, wollen die
Gegner mit ihrem Aktionismus einfach übertönen", mussten die
Projektbetreiber einsehen. Nunmehr sei eine weitere Verschiebung der
nächsten Schritte nicht mehr möglich, nicht zuletzt aufgrund des
(rechtskräftigen) Bescheids der Wiener Umweltschutzabteilung (MA 22):
Die vorgesehenen Umpflanzungen, Baum-Sicherungen, Fällungen und
Totholz-Entfernungen müssen jetzt erfolgen.
Die konkreten Pläne für das Haus und seine Nutzung sollen nun
ehestmöglich auch der Öffentlichkeit präsentiert werden. "Das
Musikzentrum ist eine große Chance nicht nur für die Musikstadt Wien
und ihren musikalischen Nachwuchs, sondern auch für die Menschen,
denen dieser Teil der Stadt am Herzen liegt", betonen die Wiener
Sängerknaben. Man habe intensiv und erfolgreich daran gearbeitet, die
von den zukünftigen NutzerInnen, Kultur-ExpertInnen, AnrainerInnen,
VertreterInnen der Bezirke und der Stadt Wien sowie
Denkmalschutzbeauftragten geäußerten Wünsche, Ideen und Vorschläge
bestmöglich zu berücksichtigen. Das Projekt entspreche der
öffentlichen Bestimmung des Augartens ebenso wie dem Ziel der
Sängerknaben, eine "Bühne der Jugend" und damit ein Zentrum für den
musikalischen Nachwuchs der Stadt Wien zu etablieren.
Das neue Gebäude, das auch zahlreichen weiteren Institutionen und
Kultur-Initiativen zur Verfügung stehen wird, wurde in engem Kontakt
mit dem Bundesdenkmalamt geplant. Der Standort in der Nähe der seit
1948 im Augarten ansässigen Schule der Wiener Sängerknaben ist
Voraussetzung, um das Know-how, die Erfahrung (und natürlich auch die
internationale Popularität und Zugkraft) der Wiener Sängerknaben
nutzbar zu machen. Diese Aktivitäten benötigen einen modernen,
akustisch hochwertigen Saal, der das Herzstück des Musikzentrums
bildet.
Die Errichtung des Hauses und der Betrieb werden bis 2074 wird von
der "Privatstiftung Wiener Sängerknaben" finanziert; danach geht das
Gebäude unentgeltlich und entschädigungslos in das uneingeschränkte
Eigentum der Republik Österreich über.
Rückfragehinweis:
Dr. Paul Ferstel, Partners in PR
Telefon 01/512 90 88
mailto:[email protected]
Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/6901
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