• 07.03.2010, 13:11:06
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ORF-Pressestunde (1): Bures gibt Vorgaben an Unternehmen ÖBB: Pünktlichere Bahn und mehr Güterverkehr auf der Schiene

Menschen müssen länger in Beschäftigung gehalten werden

Wien (OTS/SK) - "Wir stehen vor großen Herausforderungen im
Unternehmen Bahn", sagte Infrastrukturministerin Doris Bures heute,
Sonntag, in der ORF-Pressestunde. "Wir wollen mehr in die
Infrastruktur investieren, die ÖBB noch kundenfreundlicher gestalten
und den Güterverkehr noch stärker von der Straße auf die Schiene
verlagern." Derzeit würden 30 Prozent des Güterverkehrs auf der
Schiene transportiert werden. Dies sei ein respektables Ergebnis im
europäischen Vergleich, da der EU-weite Durchschnitt bei nur 15
Prozent liege, so Bures, die jedoch eine Erhöhung auf 40 Prozent in
den nächsten Jahren anstrebt. "Die Bahn ist alternativlos, modern und
ökonomisch", bekräftige die Infrastrukturministerin, denn die Bahn
trage nicht zur Verringerung des CO2-Ausstoßes und zur Erreichung der
Klimaziele bei, sondern stärke auch den Wirtschaftsstandort
Österreich. ****

Bures betonte in der Pressestunde, dass sie mit den Altlasten der
schwarz-blauen Regierung bereits aufgeräumt hat: "Durch
Spekulationsgeschäfte, zu hohe Managergehälter und häufigen
Führungswechsel ist in der Vergangenheit sehr viel schief gelaufen.
Wir haben aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt. Mit öffentlichen
Mitteln darf nie wieder so fahrlässig umgegangen werden wie in
vergangen Zeiten." Aus diesem Grund werden die geänderten und neuen
Strukturen im Unternehmen hin zu mehr Kontrolle und mehr Transparenz
um Doppelgleisigkeiten zu verhindern, gerade umgesetzt.

Pensionsantrittsalter schrittweise erhöhen

Die Infrastrukturministerin erklärte, dass sie sich schon immer dafür
eingesetzt habe, Menschen länger in Beschäftigung zu halten.
Natürlich auch bei den österreichischen Bundesbahnen, so Bures, die
in Zukunft jedes Jahr das Pensionsantrittsalter um mindestens ein
Jahr erhöhen wird. Um Verbesserungen im Beschäftigungsbereich der ÖBB
zu erzielen setzt Bures auf einen flexibler gestalteten internen
Arbeitsmarkt sowie mehr Qualifizierungs- und Umschulungsmaßnahmen.
Von Zwangspensionierungen wie dazumal von ÖVP-Staatssekretär Helmut
Kucacka betrieben, um die ÖBB von Gehaltskosten zu entlasten, hält
Bures rein gar nichts, denn die Leidtragenden seien die Menschen.
Vielmehr müsse man die Menschen dort einsetzen, wo sie gebraucht
werden, so Bures.

ÖBB größter Lehrlingsausbilder

Ein weiteres Anliegen der Infrastrukturministerin ist, verstärkt auf
die Jugendlichen einzugehen. "Die ÖBB ist der größte
Lehrlingsausbilder in Österreich. Auch in diesem Jahr können 500
junge Menschen eine Lehre bei den ÖBB in zukunftsträchtigen Bereichen
wie Elektro- und Nachrichtentechnik und Mechanik beginnen", erklärte
Bures und stellte klar: "Das Unternehmen trägt die Verantwortung auf
die Jugendlichen in Österreich einzugehen, aber auch die Menschen in
Beschäftigung zu halten."

Managergehälter leistungsorientiert gestalten

Was die Bezüge von Managern betrifft, erklärte Bures: "Es kann nicht
sein, dass Manager das Unternehmen runterwirtschaften und Menschen um
ihre Arbeitsplätze bringen und dafür viel Geld oder Boni erhalten."
Aus diesem Grund werde es in Zukunft einen leistungsorientierten
Gehaltsbestandteil geben, der durch Eckzahlen, die es zu definieren
gelte, gemessen werde, so Bures. (Forts.) ab

Rückfragehinweis:
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Tel.: 01/53427-275
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