- 06.03.2010, 19:57:27
- /
- OTS0064 OTW0064
Neue KÄRNTNER TAGESZEITUNG - Kommentar: Udo dürfte es nicht brauchen (von Michaela Geistler-Quendler)
Ausgabe 7. März 2010
Klagenfurt (OTS) - Wir dürften keinen Zeitungsmogul Dichand,
keinen Kardinal Schönborn und keinen Udo Jürgens brauchen, um uns
über eines im Klaren zu sein: Ein Bundespräsident, eine
Bundespräsidentin, der/die auch nur in den Geruch gerät, zu wenig
Distanz zum Nationalsozialismus zu haben, ist für dieses Österreich
mit seiner Geschichte und seinem Staatsvertrag nicht tragbar. Jemand,
der antritt, um dieses Amt zu bekleiden, und Probleme hat, sich
unmissverständlich und unzweideutig zum Verbot jeder wie immer
gearteten Wiederbetätigung zu bekennen, verlässt den
verfassungsrechtlichen Grundkonsens, der eine Direktwahl überhaupt
ermöglicht. Nicht einmal ausmalen möchte man sich ein rein
theoretisches Szenario, dass der höchste Gewährsmann/die höchste
Gewährsfrau dieser Übereinkunft wegen Verharmlosung von
Naziverbrechen im Amt abberufen werden muss via Bundesversammlung
und Volksabstimmung. Dass so ein Gedanke einem überhaupt in den Sinn
kommen kann, dazu trugen Rechtsaußen-Politiker bei und jede Stimme
für sie.
Rückfragehinweis:
Neue Kärntner Tageszeitung, Viktringer Ring 28, 9020 Klagenfurt, , Mag. Michaela Geistler-Quendler, Tel.: 0463/5866-514, E-Mail: [email protected]
Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/413
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | KTI






