- 05.03.2010, 11:06:50
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Berlakovich: Richtig Bauen und Sanieren für Klimaschutz, Wirtschaftsbelebung und green jobs
Umweltminister eröffnet 26. Welser Messe - Neue Umwelttechnologien und erneuerbare Energien für Trendwende im Energiesektor
Wien (OTS) - "Österreich gehört zu den Weltmarktführern bei
innovativen Umwelttechnologien und verfügt über enorme Ressourcen bei
erneuerbaren Energien. Dieses Potenzial gilt es beim Hausbau und beim
Renovieren verstärkt einzusetzen und dabei auf Professionalisten zu
setzen. Denn sie wissen, wie jede und jeder Einzelne noch nach Jahren
sicher sein kann, die richtige und umweltfreundliche Entscheidung
getroffen zu haben und wie sich beste Lebensqualität mit Klimaschutz,
Energieeffizienz und Energieeinsparung optimal verbinden lässt. Damit
ist unser Land gut gerüstet für den Weg in die Energieautarkie",
betonte Umweltminister Niki Berlakovich heute, Freitag, bei der
Eröffnung der 26. Energiesparmesse in Wels, Oberösterreich.
Von der Innovationskraft der starken heimischen
Umwelttechnikbranche kann jede und jeder Einzelne in allen
Lebensbereichen profitieren. Über modernes, klimaschonendes Wohnen
und Sanieren bis hin zu alternativer Mobilität spannt sich der Bogen.
Vom Lebensministerium kommen dazu wichtige Förder- und
Beratungsleistungen, um den Trend in die richtige Richtung zu
steuern. Damit werden die Menschen dabei optimal unterstützt,
zukunftsfähige Entscheidungen zu treffen und maximalen Klimaschutz
mit konjunkturbelebenden Maßnahmen und der Sicherung und Schaffung
von green Jobs zu verbinden. Gemeinden sind dabei wesentliche
Multiplikatoren, daher veranstaltet das Lebensministerium im Rahmen
der Welser Messe das Symposium "Energieautarkie in Gemeinden".
Richtige Förder- und Beratungsmaßnahmen als Steuerungsinstrumente
Auch heuer sorgt noch das 100-Millionen-Euro-Konjunkturpaket 2009
zur thermischen Sanierung für wesentliche Impulse bei privaten und
betrieblichen Gebäuden und sichert 6.500 green jobs. Die
Photovoltaikförderung wird dieses Jahr mit 35 Millionen zu Buche
schlagen und entsprechende Energie- und CO2-Einsparungseffekte und
Beschäftigungssicherung bringen, und die neue Förderung für
Energiemodellregionen und -gemeinden durch den Klima- und
Energiefonds beträgt 2,6 Millionen Euro, die in Klimaschutzmaßnahmen
fließen.
Im Mobilitätsbereich forciert das Lebensministerium alternative
Antriebe und Treibstoffe. Im Rahmen der Klimaschutzinitiative
klima:aktiv mobil sparen bereits über 700 ProjektpartnerInnen rund
320.000 Tonnen CO2 jährlich durch geförderte Fuhrparkumstellungen auf
alternative Antriebe und effektive Mobilitätskonzepte. Darüber hinaus
soll der Aktivitäten-Schwerpunkt Elektromobilität mit einem "10
Punkte Aktionsprogramm" gemeinsam mit der Wirtschaftskammer
Österreich sowie dem "Masterplan Elektromobilität" bis 2020 rund
250.000 Elektro-Autos auf die Straßen bringen und dadurch 430.000
Tonnen CO2-Reduktion im Verkehrsbereich erzielt werden.
Kleine Handgriffe sparen ein ganzes Kraftwerk
Österreich muss den Anteil erneuerbarer Energie am
Gesamtenergieverbrauch von derzeit rund 26 Prozent bis 2020 auf 34
Prozent steigern und die Treibhausgasemissionen im selben Zeitraum um
16 Prozent reduzieren. "Damit wir das schaffen, braucht es das
konsequente Engagement aller", unterstrich Berlakovich bei der Welser
Messe. "Ich appelliere an jeden einzelnen Haushalt, Energieeffizienz-
und Energiesparmaßnahmen umzusetzen. Das bringt neben
Ressourcenschonung und Klimaschutz auch eine beträchtliche
Geldersparnis", so der Minister. Das Lebensministerium bietet neben
professionellen BeraterInnen im Rahmen der Klimaschutzinitiative
klima:aktiv auch die Broschüre "Stichwort Energiesparen" an.
Mit kleinen Handgriffen - sinnlosen Energieverbrauch z. B. durch
Stand-by-Funktionen zu stoppen oder Energiesparlampen zu verwenden,
richtig Lüften, Heizung regelmäßig warten, mit niedrigeren
Temperaturen waschen, energieeffiziente Geräte einsetzen und auf
intakte Fensterdichtungen achten - kann ein Haushalt bis zu 650,- EUR
pro Jahr bares Geld und viel Energie sparen. Bei rund 3,5 Millionen
österreichischen Haushalten profitiert das Klima davon immens.
"Allein das Nichtbenutzen der Stand-by-Funktion aller Haushalte
könnte ein ganzes Kraftwerk einsparen", erklärte der Umweltminister.
Für kombinierte Maßnahmen wie optimale Wärmedämmung plus Solaranlage
plus moderner Holzheizung sind zwar größere Investitionen nötig, doch
diese lohnen mehrfach. Bis zu 50 Prozent Energie kann dadurch gespart
werden und damit auch 50 Prozent der Kosten und 50 Prozent der
Treibhausgase.
Erneuerbare Energie ist Energie der Zukunft
Die Raumwärme verbraucht rund 30 Prozent, der Verkehr 26 Prozent
des Gesamtenergieverbrauchs. Hier liegt enormes Einsparungspotenzial.
Die Welser Messe zeigt, was die heimische Umwelttechnikbranche
bereits leistet und welche innovativen Möglichkeiten es gibt,
Energie, Ressourcen, CO2 und Geld zu sparen. "Die Zukunft im
Energiesektor muss auf erneuerbaren Energien basieren. Der Sektor ist
von 2007 auf 2008 um rund 18 Prozent gewachsen und beschäftigt 52.000
Menschen, das sind 32 Prozent aller green jobs. Hier werden wir mit
der 'Energiestrategie Österreich' weiter ausbauen und für Österreich
und die Menschen Zukunft und Lebensqualität sichern sowie für die
Erreichung unserer Klima- und Energieziele arbeiten. Ich gehe dabei
2010 mit einem Förderpaket von über 760 Millionen Euro voran",
kündigte Umweltminister Niki Berlakovich an.
20 Jahre Umweltzeichen - Auszeichnungen für heimische Betriebe
Bei der Energiesparmesse in Wels verlieh Umweltminister Niki
Berlakovich an fünf Betriebe das Österreichische Umweltzeichen.
Ausgezeichnet wurden die Firma Lohberger Heiz- und Kochgeräte
Technologie GmbH (Slzbg.), die Firma EN-Tech
Energietechnologieproduktions GmbH (K), die Firma ETA Heiztechnik
GmbH (OÖ), die Firma ÖkoFEN Forschungs- und EntwicklungsgesmbH (OÖ)
und die Firma Mayr-Melnhof Leoben GmbH (Stmk.). "Mit den heutigen
Auszeichnungen erhöht sich die Zahl der ausgezeichneten Produkte auf
910. Ich freue mich, dass immer mehr heimische Unternehmen
Umweltzeichen-Produkte anbieten und damit - mit Multiplikatoreffekt -
aktiv Umwelt- und Klimaschutz betreiben", so Umweltminister Niki
Berlakovich bei der Preisverleihung.
Das Österreichische Umweltzeichen feiert heuer sein 20-jähriges
Bestehen. Es wird an Unternehmen für die Erzeugung umweltfreundlicher
Produkte und für das Angebot umweltfreundliche Dienstleistungen
vergeben. Unternehmen mit dem Österreichischen Umweltzeichen achten
bei der Produktion auch auf den bestmöglichen Schutz der Umwelt und
der Gesundheit ihrer MitarbeiterInnen. Mittlerweile erwirtschaften
140 Betriebe mit Umweltzeichen-Produkten einen jährlichen Umsatz von
490 Millionen Euro. Dies teilt das Lebensministerium abschließend
mit.
Rückfragehinweis:
Lebensministerium, Pressestelle
Tel.: (+43-1) 71100 DW 6703, DW 6823
Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/41
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