Wien (OTS) - Vor rund 350 geladenen Gästen präsentierte gestern
Abend die RCA-Tochter MÁV Cargo ihren neuen Namen. Künftig wird das
Unternehmen unter dem Namen Rail Cargo Hungaria auftreten. Das
ehemalige Güterverkehrsunternehmen der staatlichen MÁV wurde 2008
privatisiert. Rail Cargo Austria bekam damals als Höchstbieter den
Zuschlag.
"Die Änderungen und Modernisierungen seit der Privatisierung führten
unser Unternehmen in eine neue Epoche seiner Geschichte. Die Qualität
unserer Dienstleistungen wurde stark verbessert, während gleichzeitig
Betriebskosten erheblich reduziert wurden. Wir setzten uns neue Ziele
und formulierten eine neue Mission. Struktur und Wettbewerbsfähigkeit
unseres Unternehmens unterscheiden sich heute wesentlich vom Stand
vor der Privatisierung. Diese positive Entwicklung nach dem Neustart
unter Rail Cargo Austria unterstreichen wir nun mit der Namens- und
Markenänderung", betonte Imre Kovács, Generaldirektor der Rail Cargo
Hungaria Zrt. bei der feierlichen Präsentation vor rund 350 geladenen
Kunden und Partnern.
Friedrich Macher, Sprecher des Vorstandes Rail Cargo Austria,
erklärte in Budapest, dass der Konzern gemeinsam mit der ungarischen
Tochtergesellschaft zum führenden Güterverkehrsunternehmen auf dem
südosteuropäischen Markt wurde. Rail Cargo Austria ist mengenmäßig
mittlerweile die Nummer 2 im europäischen Schienengüterverkehr. "Rail
Cargo Hungaria wird eine wesentliche Rolle im kombinierten Verkehr in
den Ländern Südosteuropas ausüben. Dies bedeutet eine weitere
Stärkung des RCA-Konzerns am Donaukorridor. Unsere Züge fahren heute
von Mailand und der Adria über Wien und Budapest bis an das Schwarze
Meer und die türkische Grenze.", erklärte Macher.
Der Grundstein für die erfolgreiche Entwicklung von Rail Cargo
Hungaria wurde nach dem Kauf von MÁV Cargo Zrt. im Projekt "Joining
Forces" gelegt. Dort wurde eine Vielzahl an Einzelprojekten
gestartet, um Organisation, Prozesse und Strukturen zu optimieren,
die bereits Synergieeffekte im Wert von mehreren Millionen Euro
brachten. Bis 2012 werden Struktur- und Prozessverbesserungen in der
Höhe von rund 50 Mio. Euro zu Buche schlagen, das Neugeschäft noch
nicht mitgerechnet.
Durch die Optimierung der Verkehrsrouten gelang es beispielsweise,
die Beförderungskilometer bis zu den Bestimmungsbahnhöfen um 17% zu
reduzieren. Das bedeutet signifikant niedrigere Traktions- und
Infrastrukturkosten und führte zu wesentlich kürzeren
Beförderungszeiten. Auch die Grenzaufenthalte konnten durch
Vertrauenszüge von rund zwei Stunden auf wenige Minuten reduziert
werden.
Als Meilensteine müssen auch der Auf- und Ausbau einer eigenen
ungarischen Traktion und die Modernisierung der Informationssysteme
hervorgehoben werden. Die Rail Cargo Austria fördert die Entwicklung
ihrer Tochter gemäß den Verpflichtungen im Privatisierungsvertrag mit
jährlich 8,7 Milliarden HUF. In diesem Rahmen kamen 2009 11
Taurus-Lokomotiven nach Ungarn. Das Unternehmen begann den Ausbau der
SAP-Datenverwaltung und beteiligte sich an der Errichtung des
Terminals Rail Port Arad, der zur Markterweiterung in Rumänien als
Sprungbrett dient.
Das Unternehmen wirbt seit Herbst vorigen Jahres Lokführer an. So
fuhr sein erster vollständig eigener Zug (mit eigener Lokomotive und
eigenem Lokführer) im Januar 2010. Im Laufe des Jahres wird die Zahl
der Lokführer 100 übersteigen und die Lokflotte wird auf 29 moderne
Loks erweitert.
ÖBB: Österreichs größter Mobilitätsdienstleister
Als umfassender Mobilitätsdienstleister sorgt der ÖBB-Konzern
österreichweit für die umweltfreundliche Beförderung von Personen und
Gütern. Mit rund 42.000 MitarbeiterInnen und Gesamterträgen von 5,8
Mrd. EUR ist der ÖBB-Konzern ein wirtschaftlicher Impulsgeber des
Landes. Im Jahr 2008 wurden von den ÖBB 456 Mio. Fahrgäste und 98,5
Mio. Tonnen Güter transportiert. Strategische Leitgesellschaft des
Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.
Rückfragehinweis:
Christian Wenzl
Pressesprecher
ÖBB-Holding AG
+43 664 617 00 28
christian.wenzl@oebb.at
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050901 Mär 10
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