- 04.03.2010, 15:29:06
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Dreijahresabschluss für 130.000 Bauarbeiter
Reale Einkommen bis 2013 gesichert
Wien (OTS/PWK187) - In der Bauarbeiter-Lohnrunde vom 3. März
2010 einigten sich die Bundesinnung Bau und der Fachverband der
Bauindustrie mit der Gewerkschaft Bau-Holz (GBH) erstmalig auf einen
Dreijahresabschluss. In einem Gesamtpaket werden die
kollektivvertraglichen Mindestlöhne und Lehrlingsentschädigungen an
den Verbraucherpreisindex (VPI) gebunden und wie folgt erhöht:
per 1. Mai 2010: Verbraucherpreisindex plus Zuschlag 1,1 %
per 1. Mai 2011: Verbraucherpreisindex plus Zuschlag 0,85 %
per 1. Mai 2012: Verbraucherpreisindex plus Zuschlag 0,9 %
Zusätzlich wurden Qualitätsprämien für Lehrlinge mit gutem und
ausgezeichnetem Erfolg bei der Lehrabschlussprüfung sowie bei
positiver Ablegung der Qualitätsüberprüfung vereinbart. Ebenso eine
zweite Heimfahrt pro Monat für Wochenpendler auf Baustellen außerhalb
des Wohnortes.
Bundesinnungsmeister Ing. Hans-Werner Frömmel und
Fachverbandsobmann Dr. Hans Peter Haselsteiner sehen den Abschluss
als fairen Kompromiss. "Die Bindung an den Verbraucherpreisindex
gewährleistet Flexibilität. Der Dreijahresabschluss erleichtert die
langfristige Kalkulation für die Unternehmen", erklärten die
Arbeitgeberverhandler nach der achtstündigen, in partnerschaftlicher
Atmosphäre verlaufenen Verhandlungsrunde.
Weiters wurde zwischen der Gewerkschaft Bau-Holz und den
Bauverbänden des Bauhauptgewerbes, der Bauindustrie sowie des
Baunebengewerbes vereinbart, über den Gesetzgeber eine Angleichung
des Bauarbeiter-Urlaubsrechts an das allgemeine Urlaubsrecht zu
initiieren. Zur Verbesserung der Jahresbeschäftigung wird ein
Verbrauch von Alturlauben bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses
gesetzlich geregelt.
Die Sozialpartner bekennen sich grundsätzlich zur BUAK
insbesondere als Einrichtung zur Bekämpfung des Sozialbetrugs.
Außerdem wurden Arbeitsgruppen zur Regelung einer neuen
Höhenzulage, zur Jahresbeschäftigung und zu Steuerfragen in
Zusammenhang mit Taggeld und Versteuerung von Sonderzahlungen sowie
für eine kontinuierliche Auszahlung des Urlaubszuschusses vereinbart.
In Bezug auf die geplanten Änderungen im Pensionsrecht durch die
Bundesregierung kamen die Bau-Sozialpartner überein, sich für
verbesserte Bedingungen zur Erlangung der Schwerarbeits- und
Invaliditätspension für Bauarbeiter einzusetzen
Erstmals ist es heuer gelungen, dass Bauindustrie und Baugewerbe
gemeinsam mit den Bauhilfs- und Nebengewerben verhandelt haben.
Auch die ArbeitnehmervertreterInnen sehen angesichts der äußerst
schwierigen Rahmenbedingungen für die Bauwirtschaft in den nächsten
Jahren in diesem Gesamtpaket einen gelungenen Abschluss. "Mit diesem
Abschluss sichern wir nicht nur das Realeinkommen für 130.00
Bauarbeiter und deren Familien, sondern empfehlen auch der
Bundesregierung, die sozial ungerechten Härten im Pensionssystem für
die Schwerarbeiter zu korrigieren", bekräftigen der
Verhandlungsleiter und Stv. GBH-Bundesvorsitzende Abg. z. NR Josef
Muchitsch sowie der GBH-Bundesvorsitzende Johann Holper.
Der Abschluss im Detail:
www.bau-holz.at
www.bau.or.at
VPI der Statistik Austria (2005) Durchschnitt vom 1.3.2009 bis
28.2.2010
VPI der Statistik Austria (2005) Durchschnitt vom 1.3.2010 bis
28.2.2011
VPI der Statistik Austria (2005) Durchschnitt vom 1.3.2011 bis
29.2.2012
Die genauen Prozentsätze ergeben sich nach der Veröffentlichung des
VPI Mitte März des jeweiligen Jahres. (us)
Rückfragehinweis:
Mag. Sonja Schmid Gewerkschaft Bau-Holz Presse und Öffentlichkeitsarbeit Tel. 01/534 44-59260, www.bau-holz.at Mag. Manfred Katzenschlager WKÖ - Geschäftsstelle Bau Tel.: 01/718 37 37 - 17 www.bau.or.at
Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/240
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