- 03.03.2010, 12:04:00
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NEWS: Der neue Frauenbericht: Frauen arbeiten mehr denn je, aber von Halbe-Halbe keine Spur
Frauenministerin will Konsequenzen: "Mit Zuckerbrot und Peitsche."
Wien (OTS) - Nach 15 Jahren soll im Frühsommer wieder ein
Frauenbericht die aktuelle Lebens-, Arbeits-, Wirtschafts- und
Bildungssituation von Frauen in Österreich dokumentieren. NEWS
liegen die ersten Daten exklusiv vor:
-Frauen sind besser ausgebildet denn je: Sie haben Männer in den
beiden höchsten Qualifizierungsstufen überholt.
- Sie arbeiten mehr denn je: Die Frauenerwerbsquote stieg auf 68,6
Prozent.
- Die Teilzeitquote verdoppelte sich von 1992 bis 2008.
- Die Einkommensschere ging noch weiter auf, Frauen verdienen im
Vergleich zu Männern weniger als zehn Jahre zuvor.
- Und von Halbe-Halbe keine Spur: 1992 erledigten Frauen 69 Prozent
der unbezahlten Arbeit, 2009 waren es mit 66 Prozent kaum weniger.
Daraus will Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek Konsequenzen
ziehen: "Das ist ein Diskriminierungsbericht. Da müssen für alle die
Alarmglocken schrillen, nicht nur für die Frauenministerin." Sie
verlangt gesetzliche Verpflichtungen zur Offenlegung der
Durchschnittsgehälter von Frauen und Männern in Betrieben und zur
40-Prozent-Frauenquote in Aufsichtsratsfunktionen: "Mit positiven
Anreizen, das sehen wir aus den Zahlen, geht es nicht. Zuckerbrot
allein genügt nicht. Für einige braucht's die Peitsche."
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