- 02.03.2010, 20:44:37
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Kothgasser: "Erste und ungeteilte Sorge gilt Missbrauchsofpern"
Salzburger Erzbischof bekräftigt Emtschlossenheit der Kirche zur vollen Aufklärung von Missbrauchsfällen
St. Pölten, 02.03.10 (KAP) Der Salzburger Erzbischof Alois
Kothgasser hat die Entschlossenheit der Kirche zur vollständigen
Aufklärung von Missbrauchsfällen in der Kirche bekräftigt. Sowohl im
kirchlichen als auch im zivilen Bereich müsse man dafür Sorge
tragen, dass Opfern Recht geschehe, sagte Kothgasser am
Dienstagabend in seiner Predigt beim gemeinsamen Gottesdienst der
Bischöfe zu ihrer Frühjahrsvollversammlung in St. Pölten. Der
Salzburger Erzbischof warnte vor Pauschal-Verurteilungen.
Gleichzeitig müsse man konkrete Vorwürfe "ohne ungerechte Nachsicht"
untersuchen, stellte Kothgasser klar.
"Es gibt vieles zu heilen. Die Wunden sind zahlreich! Die Wunden der
Kinder, die Wunden der Missbrauchten, die Wunden der Opfer. Ihnen
gilt unsere erste und ungeteilte Sorge", hob Kothgasser hervor. Es
müsse alles getan werden, "damit ihre Wunden heilen können". Der
biblische Auftrag, für Recht zu sorgen und den Unterdrückten zu
helfen, erfordere "Gerechtigkeit und Wahrheit", so der Salzburger
Erzbischof. Es sei darüber hinaus "viel zu tun, dass Verwundungen
erst gar nicht entstehen".
Gleichzeitig müsse man auch die Täter im Auge behalten: Manche
bräuchten "Hilfe zur Einsicht in ihre Schuld" und "Unterstützung,
den falschen Weg zu verlassen und Buße zu tun".
(forts. mgl.) gut/
nnnn
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