Linz (OTS) - Erstmals ist in Österreich gentechnisch veränderter
Leinsamen aufgetaucht. Eine steirische Firma hatte den als
Bio-zertifizierten Leinsamen aus Italien importiert. In diesen Proben
waren Spuren von Gen FP967 nachweisbar, das von einem abgebrochenen
GVO-Aussaat-Versuch in Kanada stammt, in der EU nicht zugelassen ist
und daher nicht nach Europa importiert werden hätte dürfen. "Der
GVO-Fund zeigt, dass die EU-Importkontrollen drastisch verbessert
werden müssen", so der oö Konsumentenschutzlandesrat Rudi Anschober.
Der Anbau von GVO-Pflanzen sinkt zwar innerhalb der EU deutlich,
nimmt aber in anderen Teilen der Welt - Brasilien, Argentinien,
Kanada, USA - deutlich zu. Anschober: "Daher muss die EU durch
scharfe Import-Kontrollen die Versuche in Europa schützen. Das
funktioniert noch nicht ausreichend."
Zweite notwendige Konsequenz: Nach Ansicht Anschobers müssen die
EU-Regeln geändert werden, damit es nicht mehr möglich ist, dass eine
Ware ausgeliefert wird, bevor die Kontrollergebnisse vorliegen. Mit
beiden Initiativen wird sich Anschober an die EU-Kommission wenden.
LR Anschober: "Der Vorfall zeigt zudem, wie wertvoll die Biosiegel
Österreich sind, nur die kontrollierten Bio-Gütesiegel garantieren,
dass auch drin ist, was drauf steht."
Oberösterreich wird sich mit den beiden EU-Forderungen an den
zuständigen GVO-Kommissar John Dalli wenden, um Druck für eine
dringende Reform in diesem Bereich zu erzeugen. Positiv bewertet
Anschober die rasche Reaktion der Behörden. Die Ware wurde gesperrt,
die betroffene Firma hat eine Rückrufaktion gestartet, von gut zwei
Tonnen konnte der allergrößte Teil zurückgeholt werden.
Rückfragehinweis:
Büro Landesrat Rudi Anschober, Mag. Rudi LEO, Pressesprecher, Tel: +436648299969, rudi.leo@ooe.gv.at, Promenade 37, 4020 Linz, www.anschober.at
http://www.ots.at/pressemappe/2063
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