Wien (OTS) - So eine Überraschung - es gibt eine Arbeitsgruppe,
und die soll einen Masterplan erstellen: Das ist alles, was die
Regierung derzeit zum Thema Ganztagsschule zu bieten hat. Wie heißt
es so schön: "Wenn ich nicht mehr weiter weiß, gründ' ich einen
Arbeitskreis." - Dabei müsste die Koalition längst wissen, was zu tun
ist.
In Wien hat sich bei der Volksbefragung eine Mehrheit für mehr
Ganztagsschulplätze ausgesprochen; Umfragen bei Eltern von Kindern im
Pflichtschulalter ergeben ein noch deutlicheres Bild;
Bildungsexperten sprechen sich seit Langem für ganztätige Schulformen
aus.
Was wollen Faymann und Pröll eigentlich noch?
Jetzt geht es nicht mehr ums Planen, sondern ums Geld. In
Ganztagsschulen muss investiert werden, ins Personal und in die
Gebäude. Kinder können nicht den ganzen Tag in engen Klassen
verbringen. Sie brauchen Platz zum Spielen, zum Bewegen, zum
Zurückziehen. Das ist teuer - egal, ob es 300.000 oder 400.000
Plätze sind.
Natürlich ist das Geld überall knapp, aber bei der Bildung wird
Sparen langfristig teuer. Hier ist der Finanzminister gefordert, aber
auch die Unterrichtsministerin. Beide müssen schnell (ver-)handeln.
Darauf zu hoffen, dass Länder und Gemeinden zahlen, ist illusorisch
und kostet viel zu viel Zeit, die die Schüler nicht haben.
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OTS0237 2010-03-01/16:05
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