Wien (OTS) - Licht und Schatten sieht die ÖH-Bundesvertretung in
der heute von der Statistik Austria veröffentlichten Studie "Bildung
in Zahlen 2008/09". "Dass mittlerweile zwei Drittel der 25- bis
64-Jährigen über einen Sekundarabschluss und mehr als 10 Prozent über
einen Tertiärabschluss verfügen, ist eine erfreuliche Entwicklung. Im
EU-Vergleich der Tertiärabschlüsse hinkt Österreich aber noch immer
weit hinterher", sagt Sigrid Maurer vom ÖH-Vorsitzteam.
Die ÖH-Bundesvertretung fordert daher von der Bundesregierung, sich
der Probleme im Bildungsbereich anzunehmen. "SPÖ und ÖVP müssen
endlich ihr eigenes Regierungsprogramm ernst nehmen und das
Hochschulbudget schnellstmöglich auf zwei Prozent des BIP erhöhen",
erwartet Thomas Wallerberger vom Vorsitzteam der ÖH-Bundesvertretung.
"Und statt über Zugangsregeln nachzudenken, sollten die
PolitikerInnen froh sein über alle, die sich für ein Studium
entscheiden", meinen Maurer und Wallerberger.
Weiterhin katastrophal ist die Lage beim Thema soziale
Durchlässigkeit. "Noch immer gilt: Weisen die Eltern lediglich einen
Pflichtschulabschluss auf, schaffen auch deren Kinder nur selten den
Sprung an die Hochschulen. Daher ist es endlich an der Zeit, die
frühe Selektion an Schulen abzuschaffen und flächendeckend die
gemeinsame Schule der sechs- bis 14-Jährigen einzuführen", erklärt
Eva Maltschnig, ÖH-Generalsekretärin.
Rückfragehinweis:
Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH)
Alexander Dworzak, Pressesprecher
Tel.: 0676 888 52 211
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OTS0169 2010-03-01/13:15
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