OTS0126 / 01.03.2010 / 11:49 / Channel: Wirtschaft / Aussender: Arbeiterkammer Wien
Stichworte: Arbeiterkammer / Arbeitsmarkt / Arbeitsmarktdaten


Tumpel fordert Arbeitsmarktpaket gegen Anstieg der Arbeitslosigkeit bei Älteren =


   wien (OTS) - Auch wenn es gegenüber Jänner zu einem leichten
Rückgang der Zahl der Arbeit Suchenden gekommen ist, musste im
vergangenen Februar ein Ansteigen der Zahl der Arbeit Suchenden
gegenüber dem Vergleichsmonat im Vorjahr registriert werden. Mit fast
313.000 arbeitslos registrierten Personen und rund 83.500 Arbeit
Suchenden in Schulungsmaßnahmen des Arbeitsmarktservice (AMS) ist die
Arbeitslosigkeit in Österreich gegenüber Februar 2009 um über 11.000
Betroffene gestiegen. Besonders (plus 7,3 Prozent) stark gestiegen
ist die Zahl der Arbeit Suchenden bei den Älteren. "Die schwierige
Arbeitsmarktlage trifft zur Zeit voll die älteren ArbeitnehmerInnen.
Bei ihnen ist die Arbeitslosigkeit wie schon im Jänner
überproportional gestiegen. Wir werden rasch ein Arbeitsmarktpaket
auch für diese Beschäftigtengruppe brauchen", ist AK Präsident
Herbert Tumpel überzeugt. Eckpunkte müssen sein: Prävention im
Gesundheitsbereich, neue Arbeitszeitmodelle zur Stabilisierung der
Beschäftigung (zB. Bildungsteilzeit, freiwillige
Arbeitszeitverkürzung mit Lohnausgleich und Entfall der
Ersatzarbeitskraft oder Abbau von Überstunden) und Maßnahmen für
rasche Wiederbeschäftigung arbeitslos gewordener älterer
ArbeitnehmerInnen.
   Mit mehr als 396.000 Arbeit Suchenden ist die Arbeitslosigkeit im
Vorjahresabstand weiter um über 36.000 Personen bzw mehr als 10
Prozent gestiegen. Während sich die Situation bei den jüngeren
ArbeitnehmerInnen auf hohem Niveau fast stabilisiert hat, steigt die
Arbeitslosigkeit bei den Älteren überdurchschnittlich an. Deshalb
braucht es für den AK-Präsidenten verstärkte Maßnahmen in der
Arbeitsmarktpolitik für diese Gruppe. "Wer will, dass die Menschen
länger in Arbeit bleiben, der muss auch dafür sorgen, dass die
Betroffenen länger auf dem Arbeitsmarkt sein können." Die Eckpunkte
eines solchen Paketes sollten neben der Prävention im
Gesundheitsbereich vor allem auch die Stabilisierung der
Beschäftigung Älterer durch neue Arbeitszeitmodelle und verstärkte
Maßnahmen zu raschen Wiederbeschäftigung arbeitslos gewordener
älterer ArbeitnehmerInnen sein. 
   Gleichzeitig dürfen die erreichten Erfolge etwa bei den Jungen
durch eine enge Budgetpolitik nicht gefährdet werden. "Die Jungen
brauchen weiterhin volle Unterstützung, es muss aber auch budgetären
Spielraum für die Älteren geben", verlangt der AK-Präsident.
Rückfragehinweis:
   AK Wien Kommunikation
   Thomas Angerer
   Tel.: +43-1 501 65-2578
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OTS0126    2010-03-01/11:49
011149 Mär 10
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