- 26.02.2010, 15:07:52
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Bundespräsident darf man erst mit 35 werden: RFJ sieht Junge diskriminiert
Als Stimmvieh dürfen wir herhalten, kandidieren dürfen wir nicht!
Wien (OTS) - Die Wahl des Bundespräsidenten naht. Oft und viel
wurde in den vergangenen Wochen über das Kandidaturverbot für
Habsburger diskutiert. In Österreich gibt es jedoch eine bei weitem
größere Gruppe, der eine Kandidatur verwehrt bleibt: die
Unter-35-Jährigen. Der Ring Freiheitlicher Jugend sieht darin eine
ungerechtfertigte Diskriminierung der jüngeren Generationen.
RFJ-Bundesobmann Dominik Nepp: "Rund 1,8 Millionen Menschen in
Österreich, die volljährig sind, sind vom passiven Wahlrecht bei der
Wahl zum Bundespräsidenten ausgeschlossen. Warum wird jungen
Österreichern bis 35 der Weg in die Hofburg versperrt, während ein
18-Jähriger sehr wohl Bundeskanzler oder Landeshauptmann werden darf?
Das ist systematisch unlogisch und diskriminierend. Aus meiner Sicht
ist es an der Zeit, diesen Anachronismus zu beseitigen. Die
endgültige Wahl trifft ohnehin der Bürger."
"Ich sehe keinen Grund, junge Menschen weiterhin vom passiven
Wahlrecht auszuschließen. Eine dementsprechende Reform wäre ein
wichtiges Signal an die Jugend Österreichs. Schließlich ist es nicht
hinnehmbar, dass man immer und überall die Jugend ins Spiel bringt,
wenn's politisch gerade genehm ist, wir als Stimmvieh herhalten
müssen, uns andererseits aber ein demokratisches Grundrecht verwehrt
bleibt", so Nepp.
Außerdem weist der RFJ auf folgenden Umstand hin: "Bundeskanzler
kann auch ein 18-Jähriger werden. Ist der Bundespräsident verhindert,
gehen seine Agenden - zumindest für maximal 20 Tage - auf den
Bundeskanzler über. Damit könnte theoretisch bereits heute ein
18-Jähriger österreichisches Staatsoberhaupt sein. Wollte man das
nicht, müsste man beschließen, dass Unter-35-Jähriger weder
Bundeskanzler noch Nationalratspräsidenten werden dürfen."
Rückfragehinweis:
Udo Landbauer
Tel.: 01/40 80 748 11
Mobil: 0699/ 12 04 2222
Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/687
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