- 25.02.2010, 11:03:04
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Grünewald: Regierung entfernt sich von Zwei-Prozent-BIP-Ziel für Unis und Fachhochschulen
Ohne zusätzliche Mittel ist Hochschuldialog reine Beschäftigungstherapie
Wien (OTS) - "Zahlreiche ExpertInnen, darunter auch WIFO-Chef
Aiginger, empfehlen in Bildung und Forschung zu investieren. Die
Regierung sollte daher ein Konjunkturpaket Bildung und Forschung
schnüren. Universitäten und Fachhochschulen brauchen diesen Impuls,
um international konkurrenzfähig zu werden. Sonst droht die Gefahr,
den Anschluss völlig zu verlieren" begründet Kurt Grünewald, der
Wissenschaftssprecher der Grünen, seine Forderung.
"Der vom zuständigen Ministerium vorgelegte Budgetpfad zur Erreichung
des zweiprozentigen BIP-Anteils für den tertiären Bildungsektor ist
geradezu hanebüchen und bezieht sich auf das BIP von 2007 ohne das
Wirtschaftswachstum zu berücksichtigen. Zudem setzt inbesondere die
ÖVP auf rasant steigende Finanzierungsanteile aus dem privaten
Sektor, was in Zeiten der Stagnation völlig irreal ist und sich auch
politisch kaum beeinflussen lässt" kritisiert Grünewald.
"Kleinstaaten wie Österreich sind auf hohe öffentliche Zuwendungen in
Forschung und Lehre angewiesen und verfügen nicht über jene
Infrastruktur, die expansive Drittmittel (Forschung im Auftrag
Dritter) und vermehrtes Mäzenatentum erwarten lassen" analysiert
Grünewald.
Da Verhandlungen über das Bundesfinanzrahmengesetz schon begonnen
haben, erwartet sich Grünewald sofort klare Aussagen von Seiten des
Vizekanzlers. "Wenn ab 2011 keine zusätzlichen Mittel zugesagt werden
können, wird der Hochschuldialog zur reinen Beschäftigungstherapie"
schließt Grünewald.
Rückfragehinweis:
Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
mailto:[email protected]
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