• 24.02.2010, 20:58:26
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Neues Volksblatt: "Sprengstoff" (von Michael Kaltenberger)

Ausgabe vom 25. Feberuar 2010

Linz (OTS) - Wie verbohrt muss man sein, dass man es nicht als
himmelschreiende soziale Ungerechtigkeit empfindet, wenn die einen
Abschläge von der Pension hinnehmen müssen, wenn sie vor dem 65.
Lebensjahr in Rente gehen, während die ÖBB-Mitarbeiter im Schnitt mit
52 in Pension gehen können? Im Vorjahr ist das durchschnittliche
Pensionantrittsalter bei der Bahn zeitweise sogar unter 50 Jahre
gerutscht.
Wie verbohrt müssen die SPÖ-Gewerkschafter sein, die gestern in einer
Aussendung die Kritik an diesem System als "Hasstiraden gegen die
Eisenbahner" bezeichnet haben? Und die absolut nicht verstehen, warum
andere die Pension mit 50 als Privileg ansehen.
Zum Glück werden solche Betonköpfe auch in der SPÖ langsam weniger.
Von einem Dammbruch zu reden wäre übertrieben, aber es steigt die
Zahl derer, die den sozialen Sprengstoff in derart ungleichen
Systemen sehen und eine Änderung fordern. Denn es ist abzusehen, dass
sich jene, die bis 65 arbeiten und gleichzeitig die Baby-Pensionisten
mitfinanzieren müssen, das auf Dauer nicht gefallen lassen.
Niemand will den Eisenbahnern ein schlechtes Gewissen einreden. Jeder
nimmt, was er bekommt. Aber ein Einsehen, dass es so nicht weiter
gehen kann, das kann man doch verlangen, oder?

Rückfragehinweis:
Neues Volksblatt, Chefredaktion
Tel.: 0732/7606 DW 782
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