• 24.02.2010, 17:08:55
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Mittelwellen-Sendemasten am Bisamberg abgebaut - BILD

Großer Mast fällt

Wien (OTS) - Die Mittelwellen-Sendemasten am Bisamberg wurden am
24. Februar mit gezielten Sprengungen wie geplant abgetragen. Alle im
Vorfeld gemeinsam mit den zuständigen Behörden getroffenen
Sicherheits- und Informationsmaßnahmen wurden erfolgreich umgesetzt.
Seit 1995 ist die Sendeanlage nicht mehr im Betrieb, da die
Mittelwelle durch UKW beim Radio ersetzt wurde. Die
ORF-Sendertechniktochter ORS zeichnet für den Betrieb des
ORF-Sendernetzes verantwortlich und betreibt insgesamt 266 Standorte
und 822 UKW-Sender.

Der Sendemast Nord (265 m, 80 Tonnen) und der Sendemast Süd (120
m) am Bisamberg wurden heute mittels gezielter Sprengungen in Teile
zerlegt und abgetragen. Die Sendetechnik-Tochtergesellschaft des ORF,
die ORS (Österreichische Rundfunksender GmbH & Co KG) war Betreiberin
der Mittelwellen-Sendeanlage, die seit 1995 nicht mehr im Betrieb
war. Die Abtragung der Sendemasten war aus sicherheitstechnischen und
wirtschaftlichen Gründen notwendig: "Die Sendemasten sind nicht mehr
nutzbar, die Erhaltung ist finanziell nicht tragbar und es gibt keine
sinnvolle technische Nachnutzung. Allein die Stahlseilsicherung des
Mastens, die jetzt notwendig gewesen wäre, hätte Kosten in der Höhe
von 1 Million Euro verursacht. Daher haben wir uns zur Abtragung der
Sendemasten entschlossen", erklärt DI Norbert Grill, Geschäftsführer
der ORS.

Das denkmalgeschützte Sendegebäude mit dem historisch wertvollen
Sendesaal aus den 1950er-Jahren wird für die Öffentlichkeit erhalten.
Die Möglichkeiten für die Nachnutzung des Grundstückes werden zur
Zeit geprüft.

Sendeanlage Bisamberg

Die im Jahr 1933 errichtete Anlage am Bisamberg ist nicht mehr im
Originalzustand, da diese im Jahr 1945 von abziehenden SS-Truppen
zerstört wurde. Die russischen Truppen errichteten einen
provisorischen Antennentragemast über den ab März 1950 wieder ein
Mittelwellenprogramm mit 35 kW Leistung abgestrahlt wurde. Im August
1959 wurde die Sendeanlage mit vier 120 kW Sendern und im Jahr 1975
mit dem 600 kW Sender in Betrieb genommen. Am 1. Jänner 1995 wurde
der Sendebetrieb am Bisamberg allerdings eingestellt. Die
Mittelwelle, die lange Zeit eine verlässliche Informationsquelle in
Mitteleuropa war, hatte ausgedient. UKW (Ultrakurzwelle) hat sich
bereits vor rund 15 Jahren beim Radio durchgesetzt. Diese Technik ist
zuverlässig, die Tonqualität besser und die Versorgung
flächendeckend.

Die beiden Mittelwellensender Graz-Dobel (1942 errichtet) und
Lauterach in Vorarlberg (seit 1931 in Betrieb) bleiben erhalten.

ORS betreibt 822 UKW-Sender in ganz Österreich

Insgesamt 266 Standorte mit 822 UKW-Sendern werden von der ORS für
ORF-Hörfunkprogramme und zahlreiche weitere namhafte Privatradios
betrieben.

Der Ausbau des digitalen Antennenfernsehens (DVB-T) wird bis 2011
abgeschlossen sein und 96 % aller österreichischen Haushalte
abdecken.

In den nächsten Jahren werden neue TV-Technologien wie DVB-T2, 3-D
und Hybrid-TV die TV-Gewohnheiten der Österreicher nachhaltig
verändern. Die ORS setzt den Switch von live auf TVthek um und bietet
somit einen zusätzlichen attraktiven TV-Nutzen an. Der Testbetrieb
für diese TV-Innovationen startet mit Juni 2010 in Wien.

Über die Österreichische Rundfunksender GmbH & Co KG (ORS)

Die Österreichische Rundfunksender GmbH & Co KG (ORS) zeichnet für
Aufbau und Betrieb der technischen Infrastruktur für DVB-T in
Österreich verantwortlich. Das Unternehmen entstand Anfang 2005 aus
der Sendetechnik des ORF und steht zu 60% im Eigentum des ORF und zu
40% im Eigentum der zur Raiffeisen-Gruppe zählenden Medicur
Sendeanlagen GmbH. Als Österreichs führendes Serviceunternehmen für
analoge und digitale Rundfunkübertragung betreibt die ORS für ihre
Kunden ein weitläufiges Sendernetz an knapp 500 Standorten. Weiters
ist die ORS als technisches Dienstleistungsunternehmen im Bereich
digitales Satellitenfernsehen tätig. Zu den Kunden der ORS zählen
führende Unternehmen aus den Bereichen Fernsehen (z.B. ORF, ATV,
Servus TV, Puls 4, goTV, Austria 9 TV, P3tv, N1TV), Hörfunk (z.B. Ö1,
Ö2, Ö3, Kronehit Radio, Antenne, A1 Radio, Lounge FM), Mobilfunk
(z.B. mobilkom austria, ONE, tele.ring) und Energie (z.B. EVN).

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM/Original Bild
Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:

Mag. Michael Weber
   ORS Leiter Sales, Marketing & ORS Marketing & Kommunikation
   Tel.: + 43 | 1 | 870 40 - 12942
   E-Mail: [email protected]
   www.ors.at
   
   Mag. Gernot Radosits
   Kommunikation
   Tel.: + 43 | 1 | 870 40 - 13248
   E-Mail: [email protected]

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/3370

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