- 24.02.2010, 16:46:54
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Ex-Bundeskanzler Schüssel im RWE-Aufsichtsrat: Schwerer Schaden für die Glaubwürdigkeit der österreichischen Anti-Atom-Politik droht
Dr. Schüssel trägt für das bisherigen Scheitern der sicherheitstechnischen Nachrüstung des AKW Temelin die Hauptverantwortung
Linz (OTS) - Der angekündigte Einzug von Ex-Bundeskanzler Dr.
Schüssel in den Aufsichtsrat des führenden europäischen Atomkonzerns
RWE sorgt für große Empörung unter den österreichischen Atomgegnern.
Schüssel trägt nämlich die Hauptverantwortung für die bisher
gescheiterte Beseitigung von schwerwiegenden Sicherheitsmängeln des
AKW Temelin. Das von ihm persönlich verhandelte Melk-Abkommen erwies
sich als unwirksam. Dadurch wurden die Chancen, eine verpflichtende
Regelung im Rahmen der EU-Erweiterung zu erreichen, verspielt. "Es
ist unvorstellbar, dass ein hochrangiger österreichischer Politiker
einen Aufsichtsratsposten in einem führenden Atomkonzern annimmt,
dessen Aktivitäten sich gegen die Sicherheitsinteressen der
österreichischen Bevölkerung richten", erklärt Radko Pavlovec,
Anti-Atom-Beauftragter des Landes Oberösterreich. "Herr Dr. Schüssel
sollte sein Engagement dringend überdenken und im Interesse der
Glaubwürdigkeit der österreichischen Anti-Atom-Politik auf diesen
lukrativen Posten verzichten".
Rückfragehinweis:
Radko Pavlovec, Tel. 0664 / 421 74 91
Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/7626
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