• 24.02.2010, 09:00:21
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Checkpoints gegen Lawinentod

LHStv Anton Steixner, Alpenverein und Bergrettung eröffnen LVS-Checkpoint Lizumerhütte im Wattental

Anton Steixner mit LVS-Gerät und Lawinensonde vor dem LVS-Checkpoint Lizumerhütte.

Innsbruck (TP/OTS) - Im Rahmen der Sicherheitsinitiative für
SkitourengeherInnen des Landes Tirol - gemeinsam mit dem Alpenverein
und der Bergrettung - eröffnete LHStv Anton Steixner jetzt den
LVS-Checkpoint Lizumerhütte im Wattental, der mit einem
LVS-Trainingscamp gekoppelt ist.

Einsatzfähigkeit wird optisch und akustisch signalisiert
Passiert ein Skitourengeher diesen LVS-Checkpoint, zeigt eine
Leuchtdiode und ein akustisches Signal am Suchgerät an, ob dieses
einsatzfähig ist. "Es sollte für alle SkitourengeherInnen
selbstverständlich sein, bei einer Skitour einen 'Lawinenpiepser'
funktionstüchtig am Körper zu tragen", betont LHStv Steixner. "Der
LVS-Checkpoint Lizumerhütte ergänzt sich ideal mit dem
angeschlossenen LVS-Trainingscamp."

Alpenverein bietet Schulungen und Kurse an

Hier werden Lawinenszenarien nachgestellt und der Umgang bei der
Suche mit LVS-Geräten trainiert. Zudem befinden sich im
Trainingsfeld mehrere im Schnee vergrabene LVS-Sender, die über eine
Steuerzentrale mit Funkbefehl aktiviert werden können. "Die
Lizumerhütte des Haller Alpenvereins ist die erste
Alpenvereins-Schutzhütte, die über ein permanentes LVS-Trainingscamp
verfügt. Unsere Angebote lauten Information, Schulung und Kurse",
betont Gerald Aichner, Tiroler Landesvorsitzender des
Oesterreichischen Alpenvereins (OeAV).

Appell an Eigenverantwortung der Tourengeher

Eindringlich weist der Alpenverein auf die dramatische Verdichtung
von Lawinenunfällen in den letzten Wochen hin. "Deren Tragik - so
Alpenvereinsexperte Michael Larcher - wird noch gesteigert durch die
Tatsache, dass in mehr als der Hälfte der Unfälle von den Betroffenen
keine LVS-Geräte (Lawinen-Verschütteten-Suchgerät) mitgeführt wurden.
Die Chancen auf Rettung wurden damit dramatisch verschlechtert. Die
LVS-Checkpoints sind - da sind sich Bergrettung und Alpenverein einig
- eine vielversprechende Aktion, um an die Eigenverantwortung der
Tourengeher zu appellieren. Die Anzahl dieser Anlagen will man
bewusst gering halten und denkt keinesfalls in eine flächendeckende
Ausstattung: " Wir sind entschieden gegen eine technische Ausstattung
von Skitouren, da deren Faszination im Naturerlebnis und in der
Eigenverantwortung liegt.", betonen Gerald Aichner und Michael
Larcher, Bergsportreferent des OeAV.

LVS-Checkpoints in allen Tiroler Bezirken

LVS-Checkpoints gibt es in Schmirn (Eingang Wildlahnertal),
Osttirol (Villgraten), Kitzbühel (Aurachgraben), Kufstein
(Wildschönau, Angeralm), Schwaz (Weerberg), Reutte
(Bichlbach/Berwang), Landeck (Samnaungruppe/Hochgallmig), Imst
(Kühtai/Eingang Wörgetal), Innsbruck-Land (Haggen/Forellenhof) sowie
Jamtalhütte (Silvretta) und Lizumerhütte (Wattental). Aufgestellt und
betreut werden die Anlagen von ehrenamtlichen Mitarbeitern der
lokalen Bergrettungs- und Alpenvereinssektionen.

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM/Original Bild
Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:
Gerald Aichner
Tel.: +43 (0)664 399 69 48

Michael Larcher
Tel.: +43 (0)664 855 64 23

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/4724

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