OTS0018 / 24.02.2010 / 08:10 / Channel: Wirtschaft / Aussender: Telekom Austria Group
Stichworte: Bilanz / Finanz / Telekommunikation / Unternehmen


Telekom Austria Group: Striktes Kostenmanagement dämpft die Auswirkungen des schwierigen Umfeldes auf das Geschäftsjahr 2009 =

OTS0018 5 WI 7372 TKA0002 WB Mi, 24.Feb 2010

Telekom Austria Group: Striktes Kostenmanagement dämpft die Auswirkungen des schwierigen Umfeldes auf das Geschäftsjahr 2009 =

ANHANG zu OTS - Telekom Austria Group: Striktes Kostenmanagement dämpft die Auswirkungen des schwierigen Umfeldes auf das Geschäftsjahr 2009

PDF herunterladen



   Wien (OTS) - - Kundenbasis in Mobilkommunikation wächst trotz
schwierigem Wirtschaftsumfeld im Jahresvergleich um 6,4% auf 18,9
Mio. Kunden
- Zum ersten Mal seit mehr als zehn Jahren Anstieg der
Festnetz-Anschlüsse im 4. Qu. 09 
- 7,1% Umsatzrückgang auf 4,8 Mrd. EUR vor allem aufgrund von
niedrigeren Festnetz-Erlösen sowie Wechselkursdifferenzen und
niedrigeren Preisen in der Mobilkommunikation
- Erfolgreiche Kostensenkung in beiden Segmenten senkt betriebliche
Aufwendungen und dämpft Auswirkung der rückläufigen Umsatzerlöse auf
das EBITDA 
- Operatives Free Cashflow-Ziel von 1,1 Mrd. EUR in 2009 erreicht:
Reduktion der Investitionen gleicht niedriges bereinigtes EBITDA aus 
- Management schlägt Dividende von 0,75 EUR je Aktie auf Basis des
Ergebnisses 2009 vor 
- Ausblick für das Geschäftsjahr 2010, wie verlautbart ohne
Berücksichtigung der Zusammenlegung der heimischen
Geschäftstätigkeiten, bestätigt
- Zusammenlegung der heimischen Geschäftstätigkeiten schafft
wesentliche Vorteile für Kunden und entspricht der steigenden
Nachfrage nach konvergenten Produkten
~
              4.Qu.      4.Qu.  Veränd.in  GJ 2009  GJ 2008 Veränd.in
in Mio. EUR        09      08      %                             %
Umsatzerlöse   1.181,5  1.306,5   -9,6%    4.802,0   5.170,3   -7,1%
EBITDA           399,4   -211,6    k.A.    1.794,0   1.280,8   40,1%
Betriebsergebnis 120,0   -515,7    k.A.      343,9     120,7  184,9%
Jahresüberschuss  63,6   -437,7    k.A.       94,9     -48,8    k.A.
Gewinn je Aktie 
(in EUR)           0,14    -0,99   k.A.       0,22    -0,11     k.A.
Free Cashflow je 
Aktie (in EUR)     0,30    0,42   -29,2%      1,52     1,71    -10,9%
Anlagenzugänge    291,6    273,3    6,7%     711,4   807,6     -11,9%
~
~
in Mio. EUR                         31.Dez.09 31.Dez.08 Veränd. in %
Nettoverschuldung                     3.614,8  3.993,3      -9,5%
Nettoverschuldung/EBITDA (12 Monate) 
exklusive Restrukturierungsprogramm 
in 2008                                2,0x     2,1x 
~
Berichtete Finanzzahlen berücksichtigen Wertminderungen von 352,0
Mio. EUR im GJ 2009 und Restrukturierungsaufwand von 632,1 Mio. EUR
im GJ 2008 und 4. Qu. 08. Alle Finanzzahlen nach IFRS; wenn nicht
anders angegeben, werden diese im Jahresvergleich dargestellt. Das
EBITDA ist als Nettoüberschuss exklusive Zinsen, Steuern vom
Einkommen, Abschreibungen, Wertminderungen, Ergebnis aus
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen, sonstigem Finanzergebnis
und Wechselkursdifferenzen definiert. Dies entspricht dem
Betriebsergebnis vor Abschreibungen und Wertminderungen.
Konzernübersicht
   Wien, am 24. Februar 2010 - Die Telekom Austria Group (VSE: TKA,
OTC US: TKAGY) verlautbarte heute das Ergebnis für das Geschäftsjahr
2009 und das 4. Quartal per 31. Dezember 2009.
   "Angesichts des schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes erzielte die
Gruppe ein respektables Ergebnis im Jahr 2009. Wir fokussierten auf
effektives Kostenmanagement in beiden Segmenten und die Senkung der
operativen Aufwendungen. Dadurch dämpften wir die Auswirkungen der
niedrigeren Umsätze auf das EBITDA. Zusätzlich konnte die
Nettoverschuldung um über 9% verringert werden. 2009 erreichten wir
eine Reihe von Verbesserungen: Im Festnetz konnten wir nach der
Einführung attraktiver Produktbündel den Rückgang der
Festnetzanschlüsse in den vergangenen Quartalen drastisch
verlangsamen. Zum ersten Mal seit mehr als zehn Jahren verzeichneten
wir sogar Zuwächse bei den Anschlüssen im 4. Quartal. In der
Mobilkommunikation konnten wir erfolgreich die Kundenbasis auf 18,9
Millionen Kunden steigern. Da wir im laufenden Jahr ein anhaltend
schwieriges Marktumfeld erwarten, werden wir weiterhin unser Angebot
optimieren, um die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Darüber hinaus
bestätigen wir die Dividendenuntergrenze von 75 Cent je Aktie," sagt
Dr. Hannes Ametsreiter, Vorstandsvorsitzender Telekom Austria Group.
Zusammenfassung
Jahresvergleich:
   Im Geschäftsjahr 2009 sanken die Umsatzerlöse um 7,1% auf 4.802,0
Mio. EUR hauptsächlich aufgrund geringerer Erlöse in beiden
Segmenten. Die Festnetz-Erlöse fielen infolge rückläufiger
Sprachvolumina. Des Weiteren inkludierten die Festnetz-Erlöse im
Vorjahr Umsatzerlöse der Festnetz-Tochtergesellschaften in der
Tschechischen Republik, der Slowakei sowie in Polen, welche in 2008
verkauft wurden. Der Umsatzrückgang im Segment Mobilkommunikation war
vor allem auf Währungsumrechnungseffekte zurückzuführen. Niedrigere
Preise aufgrund intensiven Wettbewerbs sowie rückläufige
Zusammenschaltungs- und Roaming-Erlöse wirkten sich ebenfalls negativ
auf die Umsatzentwicklung aus.    
   Die operativen Ergebnisse beider Geschäftsjahre wurden von
Einmaleffekten beeinflusst. Im Betriebsergebnis und im
Nettoüberschuss für das 3. Qu. 09 sind Wertminderungen in der Höhe
von 352,0 Mio. EUR im Zusammenhang mit der Akquisition von Velcom in
Weißrussland und der Mobilfunklizenz für Vip mobile in der Republik
Serbien inkludiert. Im 4. Qu. 08 beinhalteten das ausgewiesene
EBITDA, das Betriebsergebnis und der Jahresfehlbetrag Aufwendungen
für das Restrukturierungsprogramm in der Höhe von 632,1 Mio. EUR. Um
die Vergleichbarkeit der Jahresergebnisse zu erleichtern, werden
diese nachfolgend auch auf einer bereinigten Basis dargestellt.   
   Ohne Berücksichtigung des Restrukturierungsaufwandes im Jahr 2008
konnten die betrieblichen Aufwendungen 2009 in beiden Segmenten durch
straffes Kostenmanagement um 228,9 Mio. EUR reduziert werden. Das
ergab ein EBITDA von 1.794,0 Mio. EUR und einen EBITDA-Rückgang von
6,2% im Vergleich zum Vorjahr auf bereinigter Basis. Im Jahr 2008
betrug das berichtete EBITDA 1.280,8 Mio. EUR. 
   Auf bereinigter Basis ging das Betriebsergebnis im Berichtsjahr um
7,6% auf 695,9 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr zurück. Das
berichtete Betriebsergebnis betrug 343,9 Mio. EUR im Jahr 2009
gegenüber 120,7 Mio. EUR im Vorjahr. 
   Auf bereinigter Basis verringerte sich der Jahresüberschuss von
442,8 Mio. EUR im Jahr 2008 auf 350,1 Mio. EUR im Jahr 2009. Der
berichtete Jahresüberschuss betrug 94,9 Mio. EUR im Berichtsjahr
gegenüber einem Jahresfehlbetrag von 48,8 Mio. EUR im Vorjahr. 
   Die Anlagenzugänge verringerten sich vor allem aufgrund eines
Investitionsrückgangs in der Mobilkommunikation um 11,9% auf 711,4
Mio. EUR. Der Free Cashflow fiel um 10,9% einhergehend mit einem
Rückgang des Free Cashflows je Aktie auf 1,52 EUR. Die Verringerung
der Nettoverschuldung wurde fortgesetzt und konnte per Ende Dezember
2009 gegenüber dem Jahresende 2008 um 9,5% auf 3.614,8 Mio. EUR
gesenkt werden. Per Jahresende 2009 betrug das Verhältnis
Nettoverschuldung zu EBITDA (der letzten 12 Monate) 2,0x. 
Quartalsvergleich:
   Im 4. Qu. 09 fielen die Umsatzerlöse um 9,6% auf 1.181,5 Mio. EUR
aufgrund niedrigerer Beiträge aus dem Segment Mobilkommunikation. 
   Das im 4. Qu. 08 berichtete EBITDA, Betriebsergebnis und
Nettofehlbetrag umfassten Aufwendungen für das
Restrukturierungsprogramm in der Höhe von 632,1 Mio. EUR. Um die
Vergleichbarkeit der Quartalskennzahlen zu erleichtern, werden diese
folglich auch auf bereinigter Basis dargestellt.   
   Die Reduktion der betrieblichen Aufwendungen auf bereinigter Basis
um 9,5% konnte den negativen Effekt der niedrigeren Erlöse auf das
EBITDA mildern und führte zu einem EBITDA von 399,4 Mio. EUR im 4.
Qu. 09 im Vergleich zu 420,5 Mio. EUR im 4. Qu. 08. Im 4. Qu. 08
wurde ein negatives EBITDA von 211,6 Mio. EUR ausgewiesen. 
   Das Betriebsergebnis auf bereinigter Basis verbesserte sich
aufgrund von niedrigeren Abschreibungen von 116,4 Mio. EUR im 4. Qu.
08 auf 120,0 Mio. EUR im 4. Qu. 09. Das im 4. Qu. 08 berichtete
Betriebsergebnis wies einen Verlust in Höhe von 515,7 Mio. EUR aus.
   Der Nettoüberschuss betrug auf bereinigter Basis 63,6 Mio. EUR im
4. Qu. 09 im Vergleich zu 53,9 Mio. EUR im 4. Qu. 08. Der im 4. Qu.
08 berichtete Nettofehlbetrag betrug 437,7 Mio. EUR.
   Die Anlagenzugänge stiegen um 6,7% auf 291,6 Mio. EUR im 4. Qu. 09
gegenüber 273,3 Mio. EUR in der Vergleichsperiode des Vorjahres an.
Dies ist auf höhere Sachanlagenzugänge im Segment Festnetz
zurückzuführen, die teilweise durch einen Rückgang der Anlagezugänge
im Segment Mobilkommunikation ausgeglichen wurden.   
   Der Anstieg der Anlagenzugänge führte zu einem Free Cashflow von
130,9 Mio. EUR im 4. Qu. 09 gegenüber 184,8 Mio. EUR im 4. Qu. 08.
Der Free Cashflow je Aktie betrug 0,30 EUR im 4. Qu. 09 gegenüber
0,42 EUR im 4. Qu. 08.
Marktumfeld
   Während im Segment Festnetz seit mehreren Jahren die anhaltende
Substitution der Festnetz- Sprachtelefonie durch die
Mobilkommunikation die größte Herausforderung darstellt, gewinnt nun
auch mobiles Breitband kontinuierlich Marktanteile bei
Internetverbindungen. Durch die Einführung von attraktiven
Produktbündeln konnte jedoch eine deutliche Verlangsamung der
Anschlussrückgänge in den vergangenen Quartalen bewirkt werden. Im 4.
Qu. 09 wurde zum ersten Mal seit zehn Jahren sogar ein Anstieg der
Festnetzanschlüsse verzeichnet. Vor diesem Hintergrund verfolgt das
Segment Festnetz weiterhin die Absicherung des Cashflows.
Marktkonforme Produkte sollen dies ebenso sicherstellen wie eine
attraktive Preisgestaltung und die Fortsetzung des umfangreichen
Kosteneinsparungsprogramms. 
   Das Segment Mobilkommunikation setzte das Kundenwachstum fort. Der
Mobilkommunikationsmarkt Österreich gilt als hoch entwickelter Markt,
der durch starken Wettbewerb und anhaltenden Preisdruck
gekennzeichnet ist. Die internationalen Geschäftstätigkeiten bieten
nach wie vor Entwicklungspotenzial hinsichtlich der Steigerung des
Vertragskundenanteils und innovativer Datenprodukte. Aufgrund des
Konjunkturrückgangs in diesen Märkten konnte jedoch das ursprünglich
erwartete Wachstum noch nicht gänzlich erreicht werden. Außerdem
führten der starke Wettbewerb und das weiterhin schwierige
Marktumfeld zu Preisreduktionen und sinkenden ARPUs. 
   Einen wichtigen externen Einflussfaktor bilden
Regulierungsbestimmungen, die sich auf alle Märkte auswirken und
Einfluss sowohl auf die Roaming-Tarife als auch auf
Zusammenschaltungsentgelte haben. Am 1. Juli 2009 wurde die zweite
Runde der Roaming-Regulierung verabschiedet, die eine weitere
Reduktion der Roaming-Tarife vorsah. Außerdem wirkt sich die aufgrund
des derzeitigen Wirtschaftsumfelds niedrigere Nutzung zusätzlich
negativ auf die Roaming-Erlöse aus. Darüber hinaus stellt die
Einführung einer Mobilfunkabgabe auf ausgewählte
Mobilkommunikationsdienste in Kroatien und der Republik Serbien eine
zusätzliche Belastung für die Ergebnisse in diesen Ländern dar.  
   Velcom in Weißrussland war von einer Abwertung des weißrussischen
Rubels betroffen. In 2009 wurde der weißrussische Rubel gegenüber dem
Euro um 33% abgewertet. Gegenmaßnahmen wie eine Tariferhöhung ab
Mitte Februar 2009 sowie eine Umschichtung der Kosten in die lokale
Währung wurden gesetzt, um die negativen Auswirkungen zu verringern. 
   Das Management geht kurzfristig nicht von einer Erholung der
wirtschaftlichen Entwicklung in Ost- und Südosteuropa aus und
erwartet daher, dass sich das Marktumfeld auch in 2010 als schwierig
erweisen wird. 
Ausblick 2010: Dividendenuntergrenze von 75 Cent je Aktie bis 2012
bestätigt
   Die Telekom Austria Group erwartet, dass sich die schwierigen
Marktbedingungen auch 2010 fortsetzen werden. Dieses Marktumfeld ist
durch das Zusammentreffen einiger negativer externer Einflussfaktoren
mit den Auswirkungen der schwachen Konjunktur gekennzeichnet. Die
negativen externen Effekte umfassen in erster Linie die anhaltende
Substitution der Festnetztelefonie durch die Mobilkommunikation in
Österreich, den weiteren Preisdruck in allen wichtigen Märkten der
Gruppe sowie die Auswirkungen der regulierungsbedingten Reduktion der
Roaming-Tarife und der Zusammenschaltungsentgelte in Österreich,
Bulgarien, Kroatien und Slowenien. Darüber hinaus stellt die
Einführung einer Abgabe für bestimmte Mobilfunkdienste in Kroatien
und der Republik Serbien eine zusätzliche Belastung dar.
   Für das Geschäftsjahr 2010 werden Umsatzerlöse in der Höhe von
rund 4,7 Mrd. EUR erwartet. Das Unternehmen hat bereits umfassende
Kosteneinsparungsprogramme zur Reduktion der Personal- und
Sachaufwendungen in beiden Segmenten begonnen, um den negativen
Auswirkungen der  geringeren Erlöse entgegenzuwirken. Unter
Berücksichtigung dieser Kostensenkungsmaßnahmen sollte sich das
EBITDA auf rund 1,6 Mrd. EUR belaufen. Abhängig vom Umfang der
Investitionen im Segment Festnetz für die Migration zu einem
All-IP-Netzwerk geht die Telekom Austria Group von Anlagezugängen in
der Höhe von bis zu 800 Mio. EUR aus. Diese Summe berücksichtigt
keine Investitionen für einen umfangreichen Ausbau der
Glasfaserinfrastruktur. Dieser Ausbau ist ebenso nicht für 2010
geplant. 
   Der primäre Fokus des Managements liegt nach wie vor auf dem
operativen Free Cashflow, der sich auf rund 800 Mio. EUR belaufen
wird. Die Telekom Austria Group bestätigt ihre Absicht, Dividenden in
der Höhe von 65% des Jahresüberschusses, zumindest aber 0,75 EUR je
Aktie, bis 2012 auszuschütten. Der Vorstand hält weiterhin an der
Mittelverwendungsstrategie inklusive Aktienrück-käufen zur
Ausschüttung nicht benötigter liquider Mittel an die Aktionäre fest.
Voraussetzung dafür sind jedoch eine ausgewogene Bilanzstruktur mit
einer Nettoverschuldung von 1,8x-2,0x EBITDA sowie die Stabilität der
ausländischen Währungen in den wesentlichen Märkten. Vor dem
Hintergrund eines anhaltend schwierigen Marktumfelds ist jedoch nicht
mit einem Beginn des Aktienrückkaufs im Jahr 2010 zu rechnen.
   In diesem Ausblick, der von einer konstanten Währungsbasis
ausgeht, sind die Auswirkungen der angekündigten Integration der
österreichischen Geschäftstätigkeiten vom Segment Festnetz und
Mobilkommunikation noch nicht berücksichtigt.
Ausblick 2010 per 24. Feb. 2010* 
Telekom Austria Group: Konstante Währungsbasis
Umsatzerlöse: rd 4,7 Mrd. EUR
EBITDA: rd 1,6 Mrd. EUR
Anlagenzugänge: bis zu 0,8 Mrd. EUR
Operativer Free Cashflow: rd 0,8 Mrd. EUR
Dividende: 65% des Jahresüberschusses, Dividende je Aktie von mind.
75 Cent
* ohne Berücksichtigung der Zusammenlegung der heimischen
Geschäftstätigkeiten
Telekom Austria Group schafft neue Struktur für das
Österreich-Geschäft 
   Der Aufsichtsrat der Telekom Austria AG hat in seiner Sitzung vom
23. Februar 2010 die Vorschläge des Vorstands für eine
Zusammenführung der beiden Unternehmensteile genehmigt. Diese
Zusammenlegung des Festnetz- und des Mobilkommunikationsgeschäfts in
einer operativen Gesellschaft soll primär Rahmenbedingungen schaffen,
um die steigende Nachfrage nach integrierten Kommunikationslösungen
und konvergenten Produkten auf dem österreichischen Markt zu
bedienen. Außerdem ermöglicht die zielgerichtete Steuerung des
Vertriebs zusätzliches Umsatzpotenzial durch Cross-Selling zu heben.
Die Zusammenführung erhöht die Innovationskraft der Telekom Austria
Group und ermöglicht den effizienten Ausbau einer gemeinsamen,
zukunftsgerichteten Infrastruktur sowie die Nutzung von Synergien in
internen Prozessen. Die organisatorische Zusammenlegung wird im Jahr
2010 umgesetzt. Die Optimierung der Prozesse und die Zusammenführung
der technischen Systeme wird längere Zeit in Anspruch nehmen.
   Auf Basis einer ersten Einschätzung erwartet die Telekom Austria
Group aus der Zusammenlegung ab 2012 positive Ergebnisbeiträge und
mittelfristig nach weiteren zwei bis drei Jahren eine jährliche
Steigerung des Cashflows im Ausmaß von rund 100 Mio. EUR. Die
Erhöhung ergibt sich aus zusätzlichen Umsätzen sowie geringeren
Kosten. Der Cashflow wird darüber hinaus noch von geringeren
Anlagenzugängen profitieren. Die Anlaufkosten fallen über mehrere
Jahre an, wobei im laufenden Jahr mit einem negativen Cashflow-Effekt
von rund 80 Mio. EUR gerechnet wird.
Änderungen der Finanzberichterstattung
   Beginnend mit dem 1. Qu. 09 werden anstelle einer Aufteilung
zwischen operativem Ergebnis und Finanzergebnis
Wechselkursdifferenzen im Finanzergebnis dargestellt. Die
Vergleichszahlen für das 4. Qu. 08 und das Geschäftsjahr 2008 wurden
jeweils durch einen gesamten Wechselkursverlust von jeweils 0,4 Mio.
EUR und -gewinn von 14,8 Mio. EUR entsprechend angepasst. 
   Beginnend mit dem 1. Qu. 09 wurde die Gliederung der Umsatzerlöse
in den Segmenten Festnetz und Mobilkommunikation aufgrund der
Veränderung des Produktportfolios gekürzt. Diese Anpassung betrifft
die Aufteilung der Umsatzerlöse, hat aber keine Auswirkungen auf die
gesamten Umsatzerlöse der Segmente. 
   Beim Segment Festnetz wurden die bisher berichteten
Festnetz-Umsatzerlöse aus "Verbindungsentgelte Sprachtelefonie",
"Grundentgelte Sprachtelefonie" sowie "Internetzugang und Media" und
einige kleinere Umgliederungen in Höhe von 6,9 Mio. EUR im 4. Qu. 08
aus "Daten & IT Lösungen" sowie 11,1 Mio. EUR aus "Sonstige
Umsatzerlöse" unter der Position "Anschlüsse, Sprachtelefonie und
Breitband" zusammengefasst. Auf diese Weise wird die Vermarktung von
Produktbündeln, die Anschluss, Sprachtelefonie, Internet und IPTV
inkludieren, neu abgebildet. Diese Umsatzposition ergibt sich aus den
durchschnittlichen Erlösen pro Festnetzanschluss (ARPL) multipliziert
mit der durchschnittlichen Anzahl der Festnetzanschlüsse. Beginnend
mit dem 1. Qu. 09 wurden die Positionen "Sonstige Umsatzerlöse" und
"Öffentliche Sprechstellen & Mehrwertdienste" unter der Position
"Sonstige Umsatzerlöse" subsummiert. Beim Segment Mobilkommunikation
wurden die Umsatzpositionen aus Verbindungsentgelten und monatlichen
Grundentgelten aufgrund des Trends zu Pauschaltarifen und Paketen
unter der Umsatzposition "Grund- und Verbindungsentgelte"
zusammengefasst. 
   Die Gliederung der Umsatzerlöse der vergangenen Jahre wurde
dementsprechend angepasst. Die Quartalszahlen vom Vorjahr gemäß der
neuen Umsatzgliederung sind auf der Homepage der Telekom Austria
Group unter www.telekomaustria.com verfügbar. 
Jahresvergleich
Festnetz
~
in Mio. EUR            GJ 2009        GJ 2008       Veränd. in %
Umsatzerlöse           1.860,1        2.038,8              -8,8%
EBITDA                   575,7          -20,8*              k.A.
Betriebsergebnis         116,1         -530,3*              k.A.
~
*
inklusive Restrukturierungsrückstellung in Höhe von 632,1 Mio. EUR
   Das Segment Festnetz verzeichnete im Geschäftsjahr 2009 einen
Rückgang der Umsatzerlöse um 8,8% auf 1.860,1 Mio. EUR. Dies ist in
erster Linie auf geringere Erlöse aus "Anschlüsse, Sprach-telefonie
und Breitband" infolge niedrigerer Sprachvolumina zurückzuführen. Im
Geschäftsjahr 2008 waren kumulierte Umsatzerlöse in der Höhe von 36,4
Mio. EUR von eTel Polska sowie eTel Slovensko und Telekom Austria
Czech Republic inkludiert. eTel Polska wurde im Februar 2008 verkauft
und eTel Slovensko und Telekom Austria Czech Republic wurden im
November 2008 veräußert.
   Das im Jahr 2008 berichtete EBITDA, das Betriebsergebnis und der
Nettofehlbetrag umfassten Aufwendungen für das
Restrukturierungsprogramm in der Höhe von 632,1 Mio. EUR. Um die
Vergleichbarkeit der Jahreszahlen zu erleichtern, werden diese
anschließend auf bereinigter Basis dargestellt.
   Die Reduktion der betrieblichen Aufwendungen um 8,5% oder 125,8
Mio. EUR, trotz eines Restrukturierungsaufwands in der Höhe von 17,6
Mio. EUR, und eine erhaltene Einmalvergütung im Festnetz in der Höhe
von 10,2 Mio. EUR konnten die geringeren Umsatzerlöse teilweise
ausgleichen und den EBITDA-Rückgang auf 5,8% begrenzen. Die
betrieblichen Aufwendungen konnten vor allem aufgrund geringerer
Zusammenschaltungsaufwendungen und des implementierten
Restrukturierungsprogramms im Jahr 2008 reduziert werden. Darüber
hinaus führten die niedrigeren Aufwendungen zu einer Verbesserung der
EBITDA-Marge auf 30,9% im Jahr 2009 gegenüber 30,0% im Vorjahr. 
   Das Betriebsergebnis stieg dank geringerer Abschreibungen um 14,0%
von 101,8 Mio. EUR im Jahr 2008 auf 116,1 Mio. EUR im Jahr 2009. 
Mobilkommunikation
Mobilkommunikation   
~
in Mio. EUR          GJ 2009      GJ 2008    Veränd. in %
Umsatzerlöse         3.205,5    3.390,9          -5,5%
EBITDA               1.246,3    1.325,3          -6,0%
Betriebsergebnis       255,1*     674,0         -62,2%
~
*
inklusive Wertminderungen in Höhe von 352,0 Mio. EUR
   Die Umsatzerlöse im Segment Mobilkommunikation fielen im
Geschäftsjahr 2009 um 5,5% auf 3.205,5 Mio. EUR hauptsächlich
aufgrund von Währungsumrechnungseffekten, die sich mit 91,3 Mio. EUR
negativ auf die Umsatzentwicklung auswirkten. Auf lokaler
Währungsbasis sanken die Umsatzerlöse um 2,8%. Zudem wurde der
Segmentumsatz von niedrigeren Preisen, verursacht durch intensiven
Wettbewerb, und geringeren internationalen Roaming- und
Zusammenschaltungs-Erlösen negativ beeinflusst. 
   Kostensenkungsmaßnahmen in beinahe allen Geschäftsbereichen
konnten die negativen Auswirkungen geringerer Umsatzerlöse auf das
EBITDA eindämmen, welches einen Rückgang von 6,0% auf 1.246,3 Mio.
EUR im Jahr 2009 gegenüber 1.325,3 Mio. EUR im Vorjahr verzeichnete.
Der negative Effekt der Währungsumrechnung auf das EBITDA betrug 34,8
Mio. EUR. Auf lokaler Währungsbasis ging das EBITDA um 3,3% zurück.
   Das Betriebsergebnis sank aufgrund des Aufwands aus
Wertminderungen in der Höhe von 352,0 Mio. EUR im Zusammenhang mit
der Wertminderung des Firmenwerts von Velcom in Weißrussland und der
Lizenz in der Republik Serbien von 674,0 Mio. EUR im Vorjahr auf
255,1 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2009. Ohne Berücksichtigung des
Aufwands aus Wertminderungen und des Wechselkurseffekts betrug das
Betriebsergebnis im Berichtsjahr 614,9 Mio. EUR. 
Konsolidierter Jahresüberschuss
   Im Geschäftsjahr 2009 stiegen die Netto-Zinsaufwendungen im
Vergleich zur Vorjahresperiode von 205,41 Mio. EUR auf 220,0 Mio. EUR
im Berichtsjahr aufgrund der Aufzinsung der
Restrukturierungsrückstellung, die zu zusätzlichen
zahlungsunwirksamen Zinsaufwendungen in der Höhe von 35,7 Mio. EUR im
Jahr 2009 führte. 
   Die Wechselkursanpassungen veränderten sich von einem Gewinn in
der Höhe von 13,5  Mio. EUR im Jahr 2008 zu einem Verlust in der Höhe
von 14,2 Mio. EUR im Jahr 2009, vor allem aufgrund der Abwertung des
weißrussischen Rubels und des serbischen Dinars.
   Im Jahr 2009 führten die Wertminderungsaufwendungen im
Zusammenhang mit den Beteiligungen in Weißrussland und der Republik
Serbien zu einem Steuervorteil und folglich zu einem
Einkommensteueraufwand von 11,4 Mio. EUR im Vergleich zu einem durch
den Restrukturierungsaufwand bedingten Einkommensteuerertrag von 27,6
Mio. EUR in derselben Vorjahresperiode. Zusätzlich wurde ein
Einkommensteuerertrag in Höhe von 17,5 Mio. EUR in 2009 aufgrund des
Restrukturierungsaufwands in 2008 verbucht.
   Der Jahresüberschuss betrug im Geschäftsjahr 2009 94,9 Mio. EUR
nach einem Nettofehlbetrag von 48,8 Mio. EUR im selben
Vorjahreszeitraum. Der im Jahr 2008 verbuchte Nettofehlbetrag war vor
allem auf den Restrukturierungsaufwand zurückzuführen. Der im Jahr
2009 verzeichnete Jahresüberschuss wurde vor allem von den
Wertverminderungsaufwendungen im Zusammenhang mit dem Firmenwert in
Weißrussland und der Mobilfunklizenz in der Republik Serbien
beeinflusst. Exklusive der Wertminderungsaufwendungen im Jahr 2009
und des Restrukturierungsaufwands im Jahr 2008 ging der
Jahresüberschuss von 442,8 Mio. EUR im Vorjahr auf 350,1 Mio. EUR
zurück.  
   Das unverwässerte und verwässerte Ergebnis je Aktie betrug 0,22
EUR im Geschäftsjahr 2009 im Vergleich zu einem Verlust je Aktie von
0,11 EUR in 2008. Exklusive der Wertminderungsaufwendungen im Jahr
2009 betrug das unverwässerte und verwässerte Ergebnis je Aktie 0,79
EUR. Ohne den Restrukturierungsaufwand in 2008 betrug das
unverwässerte und verwässerte Ergebnis je Aktie 1,00 EUR.
Bilanz und Nettoverschuldung
   Die Bilanzsumme der Telekom Austria Group fiel von 8.997,4 Mio.
EUR per 31. Dezember 2008 auf 8.498,7 Mio. EUR per 31. Dezember 2009.
   Im Geschäftsjahr 2009 stiegen die kurzfristigen Aktiva um 31,0%
auf 2.023,8 Mio. EUR aufgrund von höheren liquiden Mitteln sowie
höheren kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten als Folge der im
Jänner 2009 begebenen Anleihe in der Höhe von 750 Mio. EUR. 
   Der Firmenwert sank in 2009 um 23,8% auf 1.493,1 Mio. EUR aufgrund
der Wertminderungen im Zusammenhang mit dem Firmenwert in
Weißrussland und der Währungsumrechnungseffekte vor allem als Folge
der Abwertung des weißrussischen Rubels. Die sonstigen immateriellen
Vermögenswerte verringerten sich von 2.265,6 Mio. EUR auf 1.900,3
Mio. EUR per Ende Dezember 2009 als Ergebnis der Abwertung der
Währung in Weißrussland, der Wertminderung der Mobilfunklizenz in der
Republik Serbien sowie höherer Abschreibungen gegenüber den Zugängen.
Die Sachanlagen verringerten sich um 10,0% auf 2.675,2  Mio. EUR
aufgrund von höheren Abschreibungen gegenüber Zugängen sowie der
Abwertung des weißrussischen Rubels. 
   Die kurzfristigen Verbindlichkeiten stiegen von 2.220,5 Mio. EUR
per Ende Dezember 2008 auf 2.679,5 Mio. EUR per Ende Dezember 2009,
und die langfristigen Verbindlichkeiten fielen um 9,0% auf 4.205,1
Mio. EUR aufgrund der Umgliederung der Kaufpreisverbindlichkeit aus
dem Erwerb der SBT, da diese im 4. Qu. 2010 fällig wird.
   Das Eigenkapital sank von 2.155,6 Mio. EUR per 31. Dezember 2008
auf 1.614,1 Mio. EUR per 31. Dezember 2009 aufgrund der Zahlung der
Dividende in der Höhe von 331,8 Mio. EUR sowie von
Fremdwährungsanpassungen im Zusammenhang mit der Abwertung des
weißrussischen Rubels und des Aufwands aus Wertminderungen in
Weißrussland und der Republik Serbien in der Höhe von 352,0 Mio. EUR.
   Die Nettoverschuldung fiel um 9,5% auf 3.614,8 Mio. EUR per 31.
Dezember 2009, da die Cashflow-Generierung die Auszahlung der
Dividende und die Anlagenzugänge ausgleichen konnte. Das Verhältnis
Nettoverschuldung zu EBITDA (der letzten 12 Monate) betrug per Ende
Dezember 2009 2,0x im Vergleich zu 2,1x per Ende Dezember 2008 ohne
Berücksichtigung des Restrukturierungsprogramms in 2008.
Cashflow und Anlagenzugänge
Cashflow und Nettoverschuldung   
~
in Mio. EUR                        GJ 2009    GJ 2008    Veränd. in %
Cashflow aus laufender 
Geschäftstätigkeit                  1.385,4    1.563,8       -11,4%
Cashflow aus Investitionstätigkeit   -929,8     -854,9         8,8%
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit  -152,9     -522,8       -70,8%
Auswirkung von Wechselkursschwankungen 42,6      -10,5         k.A.
Veränderung der liquiden Mittel       345,3      175,7        96,5%
~
~
in Mio. EUR                   31.Dez.09   31.Dez.08   Veränd. in %
Nettoverschuldung               3.614,8     3.993,3    -9,5%
Nettoverschuldung/EBITDA 
(12 Monate) exklusive 
Restrukturierungsprogramm in 2008  2,0x        2,1x 
~
~
Anlagenzugänge   
in Mio. EUR               GJ 2009        GJ 2008         Veränd. in %
Festnetz                    288,8          263,5           9,6%
Mobilkommunikation          422,6          546,3         -22,6%
Gesamte Anlagenzugänge      711,4          807,6         -11,9%
davon Sachanlagen           516,7          591,9         -12,7%
davon immaterielle 
   Vermögenswerte           194,7          215,7          -9,8%
~
   Im Geschäftsjahr 2009 verringerte sich der Cashflow aus laufender
Geschäftstätigkeit um 178,4 Mio. EUR auf 1.385,4 Mio. EUR vor allem
aufgrund des niedrigeren Cashflows aus dem Ergebnis sowie dem
Verbrauch für Rückstellungen. Der Mittelabfluss aus
Investitionstätigkeit stieg trotz geringerer Anlagenzugänge auf 929,8
Mio. EUR im Jahr 2009 im Vergleich zu 854,9 Mio. EUR im selben
Vergleichszeitraum des Vorjahres im Wesentlichen aufgrund von
Festgeldveranlagung in der Höhe von 200,0 Mio. EUR.
   Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit betrug 152,9 Mio. EUR
im Jahr 2009 im Vergleich zu 522,8 Mio. EUR in der Vorjahresperiode.
Dies ist auf die Rückzahlung von kurzfristigen
Finanzverbindlichkeiten im Jahr 2008 zurückzuführen.
   Im Geschäftsjahr 2009 sanken die Summen der Anlagenzugänge durch
geringere Zugänge in der Mobilkommunikation um 11,9% auf 711,4 Mio.
EUR. Die Sachanlagenzugänge verringerten sich um 12,7% auf 516,7 Mio.
EUR, während sich die Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten um
9,8% auf 194,7 Mio. EUR reduzierten.
   Im Segment Festnetz stiegen die Anlagenzugänge im Jahr 2009 um
9,6% auf 288,8 Mio. EUR wegen Investitionen in die Zugangs- und
Kernnetzinfrastruktur. Im Segment Mobilkommunikation reduzierten sich
die Anlagenzugänge im Jahr 2009 um 22,6% auf 422,6 Mio. EUR aufgrund
geringerer Anlagenzugänge in allen Mobilfunkgesellschaften als
Ergebnis einer restriktiven Investitionspolitik. 
Quartalsvergleich
Festnetz
Festnetz    
~
in Mio. EUR           4.Qu.09   4.Qu.08    Veränd. in %
Umsatzerlöse            463,0     498,1       -7,0%
EBITDA                  118,0    -499,2*    -123,6%
Betriebsergebnis         -5,0    -630,7*     -99,2%
~
*
inklusive Restrukturierungsrückstellung in Höhe von 632,1 Mio. EUR
   Zum ersten Mal seit mehr als zehn Jahren konnte das Segment
Festnetz einen Anstieg der Anschlüsse um 4.400 im 4. Qu. 09 gegenüber
einem Rückgang von 2.400 Anschlüssen im Vergleichszeitraum des
Vorjahres verzeichnen. Diese erfreuliche Entwicklung ist auf die
starke Nachfrage nach Produktbündeln und starke
Kundenbindungsmaßnahmen zurückzuführen. Die gesamte
Festnetzanschlussbasis stabilisierte sich weitgehend gegenüber dem
Vorjahr. Durch die gestiegene Anzahl der Privatkunden für
Breitband-Anschlüsse konnte zusätzlich das Wachstum der gesamten
Festnetz-Breitband-Anschlüsse um 15,5% auf 1.022.600 Anschlüsse per
Ende Dezember 2009 gesteigert und der Rückgang der
Wholesale-Breitband-Anschlüsse mehr als ausgeglichen werden. Der
durchschnittliche Erlös pro Festnetzanschluss (ARPL) sank im 4. Qu.
09 um 4,9% auf 34,7 EUR im Vergleich zu 36,5 EUR im 4. Qu. 08. Der
ARPL-Rückgang war in erster Linie auf niedrigere Sprachvolumina
zurückzuführen. Die Anzahl der entbündelten Leitungen sank auf
286.600 per Ende Dezember 2009 im Vergleich zu 298.900 per Ende
Dezember 2008 und spiegelt den starken Wettbewerb in der
Mobilkommunikation wider. Im 4. Qu. 09 war die Substitution der
Festnetz-Minuten durch die Mobilkommunikation weiterhin der
Haupttreiber für den Rückgang der Sprachminuten um 12,4% auf 821,1
Mio. Minuten. Der Sprachminuten-Marktanteil am Gesamtminutenvolumen
(inklusive Mobilfunkminuten) fiel von 15,7% im 4. Qu. 08 auf 13,5% im
4. Qu. 09. Dem Segment Festnetz gelang es jedoch, die
aonTV-Kundenbasis um 58,8% auf 101.300 Kunden im 4. Qu. 09 gegenüber
63.800 Kunden im 4. Qu. 08 zu steigern. 
   Der Rückgang der Festnetz-Umsatzerlöse im 4. Qu. 09 um 7,0% auf
463,0 Mio. EUR gegenüber 498,1 Mio. EUR im Vergleichszeitraum des
Vorjahres war vor allem auf niedrigere Sprachvolumina zurückzuführen.
In den Umsatzerlösen des 4. Qu. 08 waren außerdem die Erlöse der
Festnetz-Tochtergesellschaften in der tschechischen Republik und der
Slowakei, die im November 2008 verkauft wurden, in der Höhe von 6,6
Mio. EUR enthalten. Darüber hinaus haben auch niedrigere Erlöse aus
"Daten" und "Wholesale-Sprachtelefonie & Internet" zum Umsatzrückgang
beigetragen.
   Die Erlöse aus "Anschlüsse, Sprachtelefonie und Breitband" fielen
um 8,0% auf 240,5 Mio. EUR. Eine höhere Anzahl an Breitband-Kunden
konnte die geringere Gesamtkundenbasis und die geringeren
Sprachvolumina teilweise kompensieren. Die Erlöse aus "Daten" sanken
um 11,2% auf 102,1 Mio. EUR gegenüber dem Vergleichszeitraum des
Vorjahres vor allem aufgrund der Migration von Mietleitungen zu
günstigeren xDSL-basierenden Geschäftsleitungen sowie des Trends in
Richtung einheitlicher und automatisierter Technologielösungen. Die
Umsatzerlöse im Bereich "Wholesale-Sprachtelefonie & Internet" sanken
um 8,6% auf 82,9 Mio. EUR vor allem infolge der Reduktion der
entbündelten Leitungen sowie geringerer Preise für Entbündler. Der
niedrigere internationale Sprachverkehr und geringere Preise trugen
ebenfalls zu diesem Rückgang bei. Die sonstigen Umsatzerlöse stiegen
wesentlich um 20,6% auf 37,5 Mio. EUR aufgrund höherer Erlöse aus
Abstimmungsdiensten für interaktive TV-Formate.
   Das im 4. Qu. 2008 berichtete EBITDA, das Betriebsergebnis und der
Nettoüberschuss umfassten Aufwendungen für das
Restrukturierungsprogramm in der Höhe von 632,1 Mio. EUR. Um die
Vergleichbarkeit der Quartalskennzahlen zu erleichtern, werden diese
anschließend auf bereinigter Basis dargestellt.   
   Ein straffes Kostenmanagement wurde auch im 4. Qu. 09 fortgesetzt
und führte zu einem Rückgang der betrieblichen Aufwendungen um 14,8
Mio. EUR trotz eines Restrukturierungsaufwands in der Höhe von 17,6
Mio. EUR im 4. Qu. 09. Diese Reduktion konnte die Auswirkungen der
niedrigeren Umsatzerlöse mildern und führte zu einem EBITDA-Rückgang
von 11,2% auf 118,0 Mio. EUR im 4. Qu. 09. Darüber hinaus trugen die
sonstigen Umsatzerlöse aus Anlagenverkäufen in der Höhe von 6,2 Mio.
EUR zur Verbesserung des Betriebsergebnisses im 4. Qu. 09 bei. 
   Aufgrund von niedrigeren Abschreibungsaufwendungen konnte im 4.
Qu. 09 ein Betriebsverlust von 5,0 Mio. EUR verzeichnet werden.
Mobilkommunikation
Mobilkommunikation
~
in Mio. EUR       4.Qu.09     4.Qu.08    Veränd. in %
Umsatzerlöse        782,8       884,4       -11,5%
EBITDA              288,8       295,7        -2,3%
Betriebsergebnis    132,2       122,7         7,7%
~
   Die Gesamtanzahl der Kunden im Segment Mobilkommunikation wuchs
per 31. Dezember 2009 um 1,1 Mio. auf 18,9 Mio. Kunden und war vor
allem von einem Anstieg der Vertragskundenbasis in allen
Mobilfunkgesellschaften getrieben. 
   Die Umsatzerlöse im Segment Mobilkommunikation fielen im 4. Qu. 09
um 11,5% auf 782,8 Mio. EUR vor allem aufgrund von negativen
Auswirkungen des konjunkturellen Abschwungs,
Währungsumrechnungseffekten sowie wettbewerbsbedingten niedrigeren
Preisen für Sprachtelefonie- und Datendienste, Zusammenschaltungs-
und Roaming-Entgelte. Der negative Währungsumrechnungseffekt auf die
Umsatzerlöse belief sich auf 35,3 Mio. EUR. Auf lokaler Währungsbasis
fielen die Umsatzerlöse um 7,5%.
   Die betrieblichen Aufwendungen konnten durch striktes
Kostenmanagement in allen Segmentgesellschaften um 14,4% reduziert
werden. Auf lokaler Währungsbasis erhöhte sich das EBITDA des
Segments Mobilkommunikation im 4. Qu. 09 um 3,3%. Dieser Anstieg
wurde in erster Linie von höheren EBITDA-Beiträgen aus Österreich
getrieben. Das berichtete EBITDA des Segments Mobilkommunikation
verringerte sich im 4. Qu. 09 um 2,3% auf 288,8 Mio. EUR vor allem
wegen negativer Effekte aus der Währungsumrechnung in der Höhe von
16,5 Mio. EUR. 
   Aufgrund von um 9,5% rückläufigen Abschreibungsaufwendungen im 4.
Qu. 09 gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres, stieg das
Betriebsergebnis um 7,7% auf 132,2 Mio. EUR gegenüber 122,7 Mio. EUR
im 4. Qu. 08. Auf lokaler Währungsbasis stieg das Betriebsergebnis um
13,8%. 
mobilkom austria
   mobilkom austria, der führende Mobilkommunikationsanbieter in
Österreich, erhöhte per Ende Dezember 2009 die Kundenbasis um 7,5%
auf 4,8 Mio. Kunden. Dieser Anstieg ist vor allem auf die
erfolgreiche Multimarkenstrategie mit der Premium-Marke A1 und den
Discount-Marken bob und aonMobil zurückzuführen.
   mobilkom austria konnte ihre Marktführerschaft mit einem leichten
Anstieg des Marktanteils von 42,5% per Ende des 4. Qu. 08 auf 42,6%
per Ende des 4. Qu. 09 weiterhin behaupten. Die
Mobilfunk-Penetrationsrate stieg in Österreich per Ende Dezember 2009
auf 135,7% im Vergleich zu 126,6% im Vorjahr. Dieser Anstieg ist auf
die zunehmende Anzahl der Kunden zurückzuführen, die zusätzlich zu
ihren SIM-Karten für Sprachdienstleistungen auch SIM-Karten für
mobiles Breitband verwenden. 
   Der durchschnittliche Umsatz pro Kunden (ARPU) verringerte sich um
17,5% auf 23,6 EUR, da die niedrigeren Tarife für Sprachtelefonie und
Datendienste infolge des verschärften Wettbewerbs und die Effekte aus
der Roaming-Regulierung und der geringeren Zusammenschaltungsentgelte
durch die höhere Datennutzung nur teilweise ausgeglichen werden
konnten. Außerdem trug eine höhere Anzahl an Kunden im
Diskont-Segment mit niedrigerem ARPU zu dem Rückgang des
durchschnittlichen ARPU bei. Die durchschnittlich verrechneten
Gesprächsminuten pro Kunden sanken im 4. Qu. 09 um 5,5% auf 165,3
Minuten. mobilkom austria konnte die Anzahl der mobilen
Breitband-Kunden um 35,0% erhöhen und zählte per Ende Dezember 2009
540.000 mobile Breitband-Kunden im Vergleich zu 400.000
Breitband-Kunden per Ende Dezember 2008. Der Datenanteil an
Gesprächs- und Datenpaketumsätzen stieg von 33,9% im 4. Qu. 08 auf
38,9% im 4. Qu. 09.
   Die Umsatzerlöse von mobilkom austria sanken um 12,6% auf 385,9
Mio. EUR im Vergleich zum 4. Qu. 08 vor allem aufgrund niedrigerer
Preise für Sprach-, Daten-, Roaming- und Zusammenschaltungsdienste.
Die Roaming-Erlöse wurden durch die von der EU ab dem 1. Juli 2009
angeordneten Tarifkürzungen negativ beeinflusst. Die
Zusammenschaltungsentgelte wurden ab dem 1. Juli 2009 auf 4,0 Cent im
Vergleich zu 5,72 Cent im Vorjahr reduziert. Diese Herabsetzung
führte zu niedrigeren Zusammenschaltungserlösen, die durch die höhere
Nutzung teilweise kompensiert werden konnten.  
   Die Aufwendungen für Kundengewinnung stiegen von 15,9 Mio. EUR im
4. Qu. 08 auf 17,0 Mio. EUR im 4. Qu. 09 vor allem aufgrund des
teureren Endgeräteportfolios. Zudem erhöhten sich die
Kundenbindungskosten um 4,0% auf 23,2 Mio. EUR, welche durch eine
höhere Anzahl an hochwertigen Endgeräten verursacht wurden.
Das EBITDA stieg um 5,1% auf 138,8 Mio. EUR im 4. Qu. 09 im Vergleich
zum 4. Qu. 08 als Ergebnis der Verringerung um 17,4% der
betrieblichen Aufwendungen durch das straffe Kostenmanagement. Das
Betriebsergebnis stieg um 20,3% auf 82,4 Mio. EUR.
Mobiltel 
   Mobiltel, der führende Mobilfunkanbieter in Bulgarien, konnte die
Kundenbasis per Ende Dezember 2009 im Vergleich zu Ende Dezember 2008
mit 5,3 Mio. Kunden stabil halten. Das ist auf die Bereinigung von
inaktiven Kunden aus der Kundenbasis im Jahr 2009 zurückzuführen. Im
Vergleich zu Ende September 2009 zeigte die Kundenbasis einen Anstieg
von 109.600 Kunden. Der Marktanteil von Mobiltel blieb mit 50%
beinahe unverändert. Die Mobilfunk-Penetrationsrate blieb mit 142,0%
per Jahresende 2009 stabil.
   Die durchschnittlich verrechneten Minuten pro Kunden stiegen im 4.
Qu. 09 um 3,1% auf 98,6 Minuten, während die Nutzung pro
Vertragskunden zurückging. Die niedrigeren Preise infolge des
verschärften Wettbewerbs führten zu einem ARPU-Rückgang auf 9,0 EUR
im 4. Qu. 09 im Vergleich zu 9,6 EUR im 4. Qu. 08. Dieser negative
Preistrend wurde jedoch teilweise von der höheren Nutzung
ausgeglichen.
   Die Umsatzerlöse von Mobiltel fielen von 168,4 Mio. EUR im 4. Qu.
08 auf 149,2 Mio. EUR im 4. Qu. 09 vor allem aufgrund von geringeren
wettbewerbsbedingten Preisen und rückläufigen Erlösen aus
Zusammenschaltungs- und Roaming-Diensten. Die Verlangsamung der
Konjunktur in Bulgarien beeinflusste sowohl das Geschäftskunden- als
auch das Privatkundensegment negativ. 
   Die um 8,8% geringeren betrieblichen Aufwendungen trugen zu einer
höheren Profitabilität bei und konnten den EBITDA-Rückgang von 82,0
Mio. EUR im 4. Qu. 08 auf 73,0 Mio. EUR im 4. Qu. 09 mildern. Die
EBITDA-Marge erhöhte sich von 48,7% im 4. Qu. 08 auf 48,9% im 4. Qu.
09. 
   Das Betriebsergebnis von Mobiltel fiel von 36,6 Mio. EUR im 4. Qu.
08 auf 28,7 Mio. EUR im 4. Qu. 09, da die niedrigeren Aufwendungen
die geringeren Erlöse teilweise ausgleichen konnten.
Velcom 
   Per Ende Dezember 2009 konnte Velcom, der zweitgrößte
Mobilfunkanbieter in Weißrussland, die Kundenbasis um 10,9% auf 4,1
Mio. Kunden im Vergleich zu 3,7 Mio. Kunden per Ende Dezember 2008
erhöhen. Der Marktanteil von Velcom sank auf 42,7% per Ende Dezember
2009 gegenüber 44,8% per Ende Dezember 2008 aufgrund von aggressiven
Marktaktivitäten seitens des dritten Mobilfunkbetreibers. Die
Penetrationsrate in Weißrussland stieg per Ende Dezember 2009 von
85,1% auf 99,4%. 
   Die durchschnittlich verrechneten Gesprächsminuten pro Kunden
fielen im 4. Qu. 09 um 2,0% auf 156,4 Minuten im Vergleich zum 4. Qu.
08. Der ARPU betrug im 4. Qu. 09 5,5 EUR im Vergleich zu 8,2 EUR im
Vorjahr. Auf lokaler Währungsbasis fiel der ARPU um 13,9% auf 7,2 EUR
aufgrund der schwachen Konjunktur, die zu niedrigeren Konsumausgaben
führte.
   Die Umsatzerlöse stiegen auf lokaler Währungsbasis um 14,5% vor
allem getrieben durch die Kundenbasis. Die berichteten Umsatzerlöse
sanken um 19,0% von 92,3 Mio. EUR im 4. Qu. 08 auf 74,8 Mio. EUR im
4. Qu. 09 aufgrund von Währungsumrechnungsdifferenzen in der Höhe von
30,8 Mio. EUR im Zusammenhang mit der Abwertung des weißrussischen
Rubels in 2009.
   Auf lokaler Währungsbasis stieg das EBITDA um 19,7%. Verursacht
durch Wahrungsumrechnungsdifferenzen in der Höhe von 15,7 Mio. EUR
fiel das berichtete EBITDA im 4. Qu. 09 um 15,0% auf 38,4 Mio. EUR im
Vergleich zu 45,2 Mio. EUR im 4. Qu. 08 
   Das Betriebsergebnis sank um 10,9% von 22,9 Mio. EUR im 4. Qu. 08
auf 20,4 Mio. EUR im 4. Qu. 09 aufgrund von
Währungsumrechnungsdifferenzen. Auf lokaler Währungsbasis stieg das
Betriebsergebnis um 24,9%. 
Vipnet 
   Vipnet, der zweitgrößte Mobilkommunikationsanbieter in Kroatien,
steigerte die Kundenbasis per Ende Dezember 2009 um 4,7% auf 2,6 Mio.
Kunden.
   Per Ende des 4. Qu. 09 betrug die Mobilfunk-Penetrationsrate in
Kroatien 138,4% im Vergleich zu 133,6% per Ende des 4. Qu. 08. Der
Marktanteil von Vipnet stieg auf 42,6% im 4. Qu. 09 im Vergleich zu
42,2% im 4. Qu. 08.
   Der ARPU sank im 4. Qu. 09 um 13,7% auf 12,0 EUR im Vergleich zu
13,9 EUR im 4. Qu. 08, da die höhere Vertragskundenbasis die
geringeren Preise und Zusammenschaltungsentgelte sowie die niedrigere
Nutzung pro Kunden teilweise ausgleichen konnte. Die durchschnittlich
verrechneten Gesprächsminuten pro Kunden verringerten sich um 12,9%
auf 74,7 Minuten. 
   Die Umsatzerlöse von Vipnet fielen im 4. Qu. 09 um 9,7% auf 109,4
Mio. EUR im Vergleich zu 121,1  Mio. EUR im 4. Qu. 08 aufgrund der
geringeren Preise für Sprach-, Daten-, Roaming- und
Zusammenschaltungsdienste sowie der niedrigeren Nutzung. Der negative
Währungsumrechnungseffekt auf die Umsatzerlöse betrug 1,5 Mio. EUR. 
   Die betrieblichen Aufwendungen wurden um 11,3% reduziert und
konnten die geringeren Umsatzerlöse teilweise kompensieren. Letztere
führten zu einem EBITDA-Rückgang um 6,6% auf 32,6 Mio. EUR im 4. Qu.
09. Am 1. August 2009 wurde eine Steuer von 6% für die Umsatzerlöse
aus Mobilfunkdiensten eingeführt. Der negative Effekt aus
Währungsumrechnungsdifferenzen auf das 
EBITDA betrug 0,5 Mio. EUR. Daher ist der EBITDA-Rückgang auf
schwächere Umrechnungskurse, die Auswirkungen der geringeren Preise
sowie der neuen Abgabe für Mobilfunkdienste auf die Umsatzerlöse
zurückzuführen.
   Das Betriebsergebnis von Vipnet erhöhte sich im 4. Qu. 09 um 0,7%
auf 15,3 Mio. EUR gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres
aufgrund von niedrigeren Abschreibungsaufwendungen.
Si.mobil
   Si.mobil, der zweitgrößte Mobilfunkanbieter in Slowenien, erhöhte
per Ende Dezember 2009 die Kundenbasis um 3,3% auf 589.400 Kunden vor
allem durch den Anstieg der Vertragskunden. 
   Durch erfolgreiche Marketing-Aktivitäten konnte der Marktanteil
von 27,7% auf 28,2% gesteigert werden. Die Mobilfunk-Penetrationsrate
in Slowenien erreichte per Ende des 4. Qu. 09 102,9% im Vergleich zu
102,7% per Ende des 4. Qu. 08.
   Der ARPU sank im 4. Qu. 09 um 10,3% auf 20,8 EUR, hauptsächlich
wegen geringeren Zusammenschaltungsentgelten und niedrigeren Preisen.
Dieser Rückgang konnte teilweise von einer höheren
Vertragskundenbasis sowie einem Anstieg der durchschnittlich
verrechneten Gesprächsminuten pro Kunden um 12,0% auf 154,1 Minuten
kompensiert werden. 
   Die Umsatzerlöse sanken im 4. Qu. 09 um 9,9% auf 43,7 Mio. EUR vor
allem in Folge niedrigerer Preise, die durch eine höhere Anzahl an
Vertragskunden teilweise kompensiert wurden, geringerer Erlöse aus
Zusammenschaltung resultierend aus der Symmetrie der
Zusammenschaltungsentgelte mit dem Marktführer, die im April 2009
eingeführt wurden, sowie rückläufiger Erlöse aus Endgeräten. 
   Das EBITDA stieg um 10,3% von 11,6 Mio. EUR im 4. Qu. 08 auf 12,8
Mio. EUR im 4. Qu. 09 unterstützt durch eine Reduktion der
betrieblichen Aufwendungen um 25,4% durch die Einführung von
Kostensenkungsmaßnahmen im 4. Qu. 09.
   Das Betriebsergebnis stieg von 5,9 Mio. EUR im 4. Qu. 08 auf 7,2
Mio. EUR im 4. Qu. 09 aufgrund des EBITDA-Wachstums. 
Vip mobile
   Vip mobile, der drittgrößte Mobilkommunikationsanbieter in der
Republik Serbien, baute die Kundenbasis um 27,1% von 0,9 Mio. Kunden
per Ende Dezember 2008 auf 1,2 Mio. Kunden per Ende Dezember 2009
aus. Der Marktanteil per Ende 4. Qu. 09 stieg auf 12,0% im Vergleich
zu 9,1% per Ende des 4. Qu. 08.
   Die Penetrationsrate in der Republik Serbien sank per Ende des 4.
Qu. 09 auf 128,4% im Vergleich zu 132,9% per Ende des 4. Qu. 08 was
auf eine Bereinigung von inaktiven Kunden aus der Kundenbasis des
etablierten Betreibers zurückzuführen ist. 
   Seit Juni 2009 müssen die Mobilfunkbetreiber in der Republik
Serbien eine zusätzliche Steuer von 10% für ausgewählte
Mobilfunkumsatzerlöse einziehen. Dies führt zu teureren Preisen für
Mobilfunkdienste und stellt eine Verlangsamung des weiteren Wachstums
dar. 
   Im 4. Qu. 09 stiegen die Umsatzerlöse um 31,5% auf 24,2 Mio. EUR
im Vergleich zu 18,4 Mio. EUR im 4. Qu. 08 durch höhere Erlöse aus
Grund- und Verbindungsentgelten, die von einer größeren Kundenbasis
sowie einem höheren Verkehrsvolumen getrieben wurden. Das organische
Wachstum, ohne Berücksichtigung des negativen
Währungsumrechnungseffekts in der Höhe von 3,0 Mio. EUR, betrug
47,8%.
   Das negative EBITDA betrug 5,5 Mio. EUR im 4. Qu. 09 gegenüber
einem negativen EBITDA von 4,4 Mio. EUR im 4. Qu. 08 aufgrund von
Marketinginitiativen zur Steigerung der Kundenbasis. Der
Betriebsverlust verbesserte sich von 19,1 Mio. EUR im 4. Qu. 08 auf
einen Verlust von 18,5 Mio. EUR im 4. Qu. 09. 
Vip operator
   Vip operator, der drittgrößte Mobilkommunikationsanbieter in der
Republik Mazedonien, steigerte die Kundenbasis um 25,5% von 242.000
Kunden im 4. Qu. 08 auf 303,700 Kunden im 4. Qu. 09. Der Marktanteil
von Vip operator betrug im 4. Qu. 08 10,7% und stieg auf 15,9% im 4.
Qu. 09. Die Penetrationsrate in der Republik Mazedonien betrug 92,7%
per Ende Dezember 2009 gegenüber 112,3% per Ende Dezember 2008. Die
Bereinigung von inaktiven Kunden aus der Kundenbasis eines
Mitbewerbers führte zu einem Rückgang der Penetrationsrate. 
   Vip operator konnte den Umsatz um 73,0% auf 6,4 Mio. EUR im 4. Qu.
09 im Vergleich zu 3,7 Mio. EUR im 4. Qu. 08 steigern. Dies ist auf
höhere Erlöse aus Grund- und Verbindungsentgelten zurückzuführen, die
von einem starken Anstieg der Kundenbasis und des Gesprächsvolumens
getrieben wurden. 
   Das negative EBITDA verbesserte sich von 3,9 Mio. EUR im 4. Qu. 08
auf 2,2 Mio. EUR im 4. Qu. 09 und spiegelt eine kontinuierliche
Steigerung der operativen Performance wider. 
   Der Betriebsverlust wurde auf 4,5 Mio. EUR im 4. Qu. 09 im
Vergleich zu einem Verlust von 5,6 Mio. EUR im 4. Qu. 08 reduziert. 
Konsolidierter Nettoüberschuss
   Im 4. Qu. 09 sanken die Netto-Zinsaufwendungen von 52,3 Mio. EUR
im 4. Qu. 08 auf 50,5  Mio. EUR trotz nicht-zahlungswirksamer
Zinsaufwendungen im Zusammenhang mit dem Restrukturierungsprogramm in
der Höhe von 8,8 Mio. EUR im 4. Qu. 09. 
   Die im Finanzergebnis enthaltenen Wechselkursdifferenzen waren im
4. Qu. 09 unwesentlich.
   Während das Restrukturierungsprogramm im Jahr 2008 zu einem
Einkommensteuerertrag in der Höhe von 139,3 Mio. EUR im 4. Qu. 08
führte, ergab sich für die Telekom Austria Group im 4. Qu. 09 ein
Einkommensteueraufwand in der Höhe von 6,1 Mio. EUR. Zusätzlich wurde
ein Einkommensteuerertrag in Höhe von 17,5 Mio. EUR in 2009 aufgrund
des Restrukturierungsaufwands in 2008 verbucht.
   Der Quartalsnettoüberschuss betrug 63,6 Mio. EUR im 4. Qu. 09 nach
einem Nettofehlbetrag von 437,7 Mio. EUR im 4. Qu. 08 aufgrund des
Restrukturierungsprogramms. Exklusive des Restrukturierungsaufwands
betrug der Nettoüberschuss im 4. Qu. 08 53,9 Mio. EUR. Das
unverwässerte und verwässerte Ergebnis je Aktie betrug 0,14 EUR im 4.
Qu. 09.
Cashflow und Anlagenzugänge
Cashflow   
~
in Mio. EUR               4.Qu.09         4.Qu.08    Veränd. in %
Cashflow aus laufender 
   Geschäftstätigkeit       422,5           458,1         -7,8%
Cashflow aus 
   Investitionstätigkeit   -480,2          -323,5         48,4%
Cashflow aus 
   Finanzierungstätigkeit  -158,6            96,2       -264,9%
Auswirkung von 
   Wechselkursschwankungen   -0,5           -11,3        -95,6%
Veränderung der 
   liquiden Mittel         -216,8           219,6          k.A.
~
Anlagenzugänge
~
in Mio. EUR                      4.Qu.09    4.Qu.08   Veränd. in %
Festnetz                           131,9      82,3        60,3%
Mobilkommunikation                 159,7     193,2       -17,3%
Gesamte Anlagenzugänge             291,6     273,3         6,7%
davon Sachanlagen                  207,5     176,2        17,8%
davon immaterielle Vermögenswerte   84,1      99,3       -15,3%
~
   Im 4. Qu. 09 verringerte sich der Cashflow aus laufender
Geschäftstätigkeit um 7,8% auf 422,5 Mio. EUR vor allem wegen des
niedrigeren Cashflows aus dem Ergebnis sowie durch den höheren
Verbrauch für Rückstellungen und einen niedrigeren Rückgang der
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Jahr 2009. 
   Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit stieg von 323,5 Mio.
EUR im 4. Qu. 08 auf 480,2 Mio. EUR im 4. Qu. 09 hauptsächlich durch
höhere Anlagenzugänge und durch Festgeldveranlagungen in der Höhe von
200,0 Mio. EUR. 
   Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit veränderte sich von einem
Mittelzufluss von 96,2 Mio. EUR im 4. Qu. 08 zu einem Mittelabfluss
von 158,6 Mio. EUR im 4. Qu. 09 aufgrund der Rückzahlung von
langfristigen Finanzverbindlichkeiten im 4. Qu. 09 sowie der Aufnahme
von langfristigen Finanzverbindlichkeiten im 4. Qu. 08.
   Im 4. Qu. 09 stiegen die Anlagenzugänge um 6,7% auf 291,6 Mio.
EUR. Die Sachanlagenzugänge erhöhten sich um 17,8% auf 207,5 Mio.
EUR, und die Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten fielen um 15,3%
auf 84,1 Mio. EUR.
   Im Segment Festnetz stiegen die Anlagenzugänge im 4. Qu. 09 um
60,3% auf 131,9 Mio. EUR vor allem wegen Investitionen in die
Zugangs- und Kernnetzinfrastruktur, die von der ersten auf die zweite
Jahreshälfte 2009 verschoben wurden.
   Im Segment Mobilkommunikation reduzierten sich die Anlagenzugänge
im 4. Qu. 09 um 17,3% auf 159,7 Mio. EUR, was auf eine restriktive
Investitionspolitik in allen Segmentgesellschaften zurückzuführen
ist.
Risiken und Unsicherheiten
   Die Telekom Austria Group ist mit diversen Risiken und
Unsicherheiten konfrontiert, die sich auf das Ergebnis auswirken
könnten. Diese Risiken inkludieren weitere Reduktionen der Preise für
Mobilkommunikationsdienste in Österreich und anderen Märkten sowie
die Beschleunigung der Migration vom Festnetz zur Mobilkommunikation,
die zu einer weiteren Verringerung der Festnetzanschlüsse sowie einem
Rückgang der Festnetzminuten führen könnte. Die Risiken sind jedoch
nicht darauf zu beschränken. 
   Die Telekom Austria Group ist außerdem mit Risiko im Zusammenhang
mit der geplanten Reduktion der Anzahl der MitarbeiterInnen im
Segment Festnetz konfrontiert und unterliegt intensiver Regulierung. 
   Durch die Expansion in Ost- und Südosteuropa ist die Gruppe auch
auf Märkten mit hohen politischen und wirtschaftlichen
Änderungspotenzial tätig, die Auswirkungen auf die
Geschäftsaktivitäten der vor Ort tätigen Unternehmen gehabt haben und
weiterhin haben könnten. Dies hat zur Folge, dass das wirtschaftliche
Umfeld in Ost- und Südosteuropa zum Teil Unsicherheiten,
einschließlich Währungsumrechnungs- und Steuerunsicherheiten, mit
sich bringt, die in anderen Märkten nicht bestehen.
   In den vergangenen Jahren verzeichnete die Telekom Austria Group
Wachstum aufgrund von Expansionen in diversen Märkten in Ost- und
Südosteuropa. Allerdings wird weiteres Wachstum von zahlreichen
Faktoren beeinflusst, auf die die Telekom Austria Group keinen
Einfluss hat. Weiteres organisches Wachstum hängt vom Wachstum der
jeweiligen Wirtschaft und von den einzelnen Telekommunikationsmärkten
ab, in denen die Telekom Austria Group tätig ist.
   Weitere negative Auswirkungen durch die Wirtschaftskrise auf das
Ergebnis der Telekom Austria Group können nicht völlig ausgeschlossen
werden. In der Mobilkommunikation gibt es außerdem gewisse
Unsicherheiten in Zusammenhang mit niedrigeren Roaming-Erlösen als
Ergebnis rückläufigen Reiseverkehrs. Außerdem könnte sich das
Konsumverhalten der Kunden aufgrund der Wirtschaftskrise wesentlich
verändern und negativ auf die Ergebnisse der Telekom Austria Group
auswirken.   
Personal
   Der Personalstand der Telekom Austria Group sank um 381 auf 16.573
MitarbeiterInnen per Ende Dezember 2009 im Vergleich zur selben
Vorjahresperiode. 
   Im Segment Festnetz konnte die Anzahl der MitarbeiterInnen um 678
auf 7.893 MitarbeiterInnen reduziert werden. Dieser Rückgang ist vor
allem auf das Restrukturierungsprogramm, welches in der zweiten
Jahreshälfte 2008 eingeführt wurde, zurückzuführen. In Summe haben
594 MitarbeiterInnen den Sozialplan angenommen und das Unternehmen
verlassen, während 887 MitarbeiterInnen per 31. Dezember 2009
freigestellt wurden. 
   Die Anzahl der MitarbeiterInnen im Segment Mobilkommunikation
stieg um 297 auf 8.680 MitarbeiterInnen, vor allem aufgrund eines
höheren Personalstands in den Unternehmen in Weißrussland und in der
Republik Serbien.
Sonstige Ereignisse
   Es gab keine wesentlichen sonstigen Ereignisse.
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
   Die Telekom Austria Group wurde informiert, dass der Anteil von
Capital Research and Management Company per 20. Jänner 2010,
67.039.703 Aktien oder 15,13% der ausgegebenen Aktien betrug. 
Zukunftsbezogene Aussagen
   Dieser Zwischenbericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die
Risiken und Unbestimmtheiten zur Folge haben. Diese zukunftsbezogenen
Aussagen verwenden normalerweise Ausdrücke wie "glaubt", "ist der
Absicht", "nimmt an", "plant", "erwartet" und ähnliche
Formulierungen. Die tatsächlichen Ereignisse können aufgrund einer
Reihe von Faktoren wesentlich von der erwarteten Entwicklung
abweichen. Zukunftsbezogene Aussagen beinhalten naturgemäß Risiken
und Unsicherheiten. Wir wollen darauf hinweisen, dass aufgrund einer
Reihe von wichtigen Faktoren das tatsächliche Ergebnis wesentlich von
den zukunftsbezogenen Aussagen abweichen kann.
Weitere Informationen
   Eine detailliertere Darstellung des Finanzergebnisses für das
Geschäftsjahr 2009 finden Sie im entsprechenden Bericht auf der
Telekom Austria Group Website unter:
http://www.telekomaustria.com/zwischenberichte
   
Rückfragehinweis:
   Mag. Elisabeth Mattes
   Konzernsprecherin
   Telekom Austria Group
   Tel.: +43 664 331 2730
   E-Mail: elisabeth.mattes@telekom.at 
   Mag. (FH) Barbara Plössnig
   Investor Relations 
   Telekom Austria Group
   Tel.: +43 (0) 590591-19003
   E-Mail: barbara.ploessnig@telekom.at
http://www.ots.at/pressemappe/2161
*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER
INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***
OTS0018    2010-02-24/08:10
240810 Feb 10
TKA0002 7372