• 22.02.2010, 14:03:39
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Etzenberger/Leichtfried: SPÖ NÖ Bauern gegen Erhöhung des Einheitswertes

VP-Bauernbund lässt die kleinen Bauern alleine stehen

St. Pölten (OTS) - "Die ÖVP wollte gemeinsam mit Bauernbund und
Landwirtschaftskammer eine massive Erhöhung des Einheitswertes
durchsetzen - die SPÖ Bauern haben sich durchgesetzt und die
Berechnung wird wie bisher beibehalten", erklärt der Vorsitzende der
SPÖ NÖ Bauern, LKR Josef Etzenberger. Kleinere landwirtschaftliche
Betriebe hätten durch den VP-Vorschlag massive Verschlechterungen
hinnehmen müssen - das land- und forstwirtschaftliche Vermögen hätte
sich zwar weiterhin am Ertragswert orientiert, allerdings sollten die
öffentlichen Gelder und Zuschläge für Tierbestände mit einbezogen
werden. "Mit dem ÖVP-Vorschlag wäre es zu massiven Erhöhungen der
Grundsteuer, der Beiträge zur bäuerlichen Sozialversicherung, der
Kirchenbeiträge, der Kammerumlagen, der Unfallversicherung gekommen -
gleichzeitig aber zu einer Kürzung der Studien-, Schul- und
Heimhilfe", so Etzenberger.

Die schlechte Entwicklung der letzten Jahre dürfe nicht einfach
weitergeführt werden, erklärt der Agrarsprecher der SPÖ NÖ, LAbg.
Mag. Günther Leichfried: "Jeden Tag schließen drei bis vier
bäuerliche Betriebe in Niederösterreich, 2009 mussten die Bauern
Einkommenseinbußen von mehr als 20 Prozent hinnehmen - es muss
endlich gehandelt werden." Die SPÖ NÖ trete ein für ein gerechtes
Einkommen der LandwirtInnen: "Die SPÖ Niederösterreich unterstützt
klar die Forderungen der Bauern nach fairen Preisen für ihre
Produkte. Der Bauernbund lässt wie immer die kleinen Bauern alleine
stehen, um den ÖVP-dominierten Genossenschaften weiterhin ihre
Gewinne zu sichern!" Die Gewinninteressen der Konzerne stünden im
Vordergrund, so Leichtfried: "Denn die ÖVP-FunktionärInnen vertreten
in erster Linie sich selbst und nehmen auf die vielen kleinen
LandwirtInnen keine Rücksicht!"

Etzenberger sagt den Anliegen der Bauern die vollste Unterstützung
der SPÖ zu: "Es zeigt sich bei der derzeitigen Agrar-Förderpolitik,
dass die hart arbeitenden kleinen Bauern mit einem Butterbrot
abgespeist werden, während die großen Konzerne Millionen lukrieren
können", stellt Etzenberger die Ungerechtigkeit des Systems klar. Der
Erhalt der vielbeschworenen kleinstrukturierten Landwirtschaft könne
jedenfalls nur durch die Reformierung der Förderung erreicht werden:
"Es müssen Förderobergrenzen gezogen werden und die Mittel vor allem
in kleineren Betrieben, unter Berg- und Biobauern gerechter verteilt
werden. Qualität statt Quantität: Nur so können die hochwertigen
landwirtschaftlichen Erzeugnisse unserer Bäuerinnen und Bauern
nachhaltig gesichert werden!"

Rückfragehinweis:
SPÖ Niederösterreich Bauern, Medienservice, Mag. Gabriele Strahberger, Mobil: 0664/8304512; www.noe-bauern.spoe.at;

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/193

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