• 21.02.2010, 09:01:32
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"trend": Keine Seilbahn für den Hauptbahnhof?

Erste Kostenschätzungen für den "cable liner" waren unrealistisch. Jetzt mehren sich auch im Rathaus die kritischen Stimmen.

Wien (OTS) - Wiens Bürgermeister Michael Häupl sprach sich
vergangenen Sommer vehement für das Projekt aus, nun aber wackelt der
"cable liner" bedenklich. Diese Standseilbahn sollte die Bahnsteige
des geplanten Wiener Hauptbahnhofs mit dem Wiener U-Bahn-Netz,
konkret mit der Station Südtirolerplatz der U1 verbinden.
"Im Rathaus gibt es einige Skeptiker", zitiert das kommenden Montag
erscheinende Wirtschaftsmagazin "trend" einen Insider aus dem
Rathaus. Hauptgrund ist die Kostenfrage. In ersten Schätzungen war
von dreißig bis vierzig Millionen Euro die Rede, diese Summe sei
jedoch, so der "trend", längst nicht mehr realistisch. Denn: "Die
Kosten für die Überwindung der Höhenunterschiede zwischen
U-Bahnstation, Straßenniveau und Bahnhofshalle waren da noch nicht
eingerechnet", tönt es aus dem Rathaus. Tatsächlich müsste auch die
U-Bahnstation neuerlich aufwändig umgebaut werden.
Auch sonst überwiegen skeptische Positionen. Die Hauptbeteiligten
ÖBB und Wiener Linien sind gegen die Häupl-Idee. Im aktuellen
Masterplan des Hauptbahnhofsprojekts sind auch noch keine
Cable-Liner-Stationen eingezeichnet. Von Verkehrsplanern wird die
Idee durchwegs kritisch gesehen, denn die Fahrgäste müssten auf dem
kurzen, rund 300 Meter langen Weg dreimal umsteigen.
Die Entscheidung wurde bereits mehrfach vertagt, nun soll angeblich
bis Mitte März - nach erfolgter Kostenschätzung - ein
Grundsatzbeschluss fallen.

Rückfragehinweis:
trend Redaktion, Tel.: (01) 534 70/3402

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/216

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