Linz (OTS) - Oberösterreichs Konsumentenschutz-Landesrat will nach
Käseskandal von Bundesregierung Totalreform der
Lebensmittelkennzeichnung erreichen: Nur wenn Rohstoffe aus
Österreich kommen, darf Österreich drauf stehen!
"Diese derzeitige Form der Lebensmittelkennzeichnung ist eine
gezielte Irreführung der Konsumenten und damit ein Quargel, der zum
Himmel stinkt", übt Oberösterreichs Konsumentenschutzlandesrat Rudi
Anschober heftige Kritik an der derzeitigen Regelung, die
Lebensmittel als Österreich-Produkt deklariert, wenn zumindest 50%
der Wertschöpfung (inklusive Verarbeitung und Verpackung) in
Österreich geschaffen wird. Das konnte dazu führen, dass beim
aktuellen Käseskandal ein Produkt völlig legal als "Hartberger
Bauernquargel" oder "Steirischer Quargel" verkauft werden durfte,
obwohl sich kein Tropfen steirischer Milch im Produkt befand, sondern
die gesamte Milch aus Holland stammte.
Anschober: "Damit schafft die derzeitige Lebensmittelkennzeichnung
eine völlige Irreführung der Konsumenten. Ich habe bereits vor drei
Jahren bei der Bundesregierung die Initiative ergriffen, um eine
Reform zu erreichen. Ich hoffe, dass nun angesichts des Käseskandals
auch in der Bundesregierung ein Umdenken erfolgt und werde einen
neuen Anlauf bei der Bundesregierung starten und versuchen, eine
Allianz mit allen anderen Bundesländern und deren
Konsumentenschutzreferenten zu schaffen. Nur dort, wo die Rohstoffe
aus Österreich kommen, darf die Warenkennzeichnung von einem Produkt
aus Österreich sprechen - nur wo Österreich drin ist, darf Österreich
drauf stehen".
Rückfragehinweis:
Mag. Hadmar Hölzl, Die Grünen Oberösterreich,Landgutstraße 17, 4040 Linz
tel.: 0664 831 75 30
mailto: hadmar_hoelzl@gruene.at
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OTS0044 2010-02-20/12:18
201218 Feb 10
GRO0001 0244