- 20.02.2010, 12:13:56
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Werner Faymann zum Tod von Johanna Dohnal: Sie wird unvergessen bleiben
Wien (OTS/SK) - "Mit tiefer Trauer nehmen wir Abschied von
Johanna Dohnal. Ich bin tief bestürzt und betroffen. Die
Sozialdemokratie verliert mit Johanna Dohnal eine der großen und
prägenden Persönlichkeiten ihrer Geschichte", erklärte
SPÖ-Vorsitzender Bundeskanzler Werner Faymann zum Tod der ehemaligen
Frauenministerin und Vorsitzenden der SPÖ-Frauen, die im 72.
Lebensjahr verstorben ist. "Johanna Dohnal war Zeit ihres Lebens eine
engagierte Vorkämpferin für die Rechte der Frauen. Sie war eine
Politikerin, die Großes für die Menschen in Österreich - insbesondere
für die Frauen in diesem Land - geleistet hat. Ihr Leben und Wirken
war und ist untrennbar mit der Sozialdemokratie und ihren Grundwerten
der Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit und Solidarität verbunden.
Sie wird uns allen unvergessen bleiben", betonte Faymann in Würdigung
der Leistungen von Johanna Dohnal. "Unser Mitgefühl und unsere
aufrichtige Anteilnahme gilt nun den Angehörigen", so Faymann. ****
Das Wirken von Johanna Dohnal hat die Politik bis heute geprägt. Seit
ihrem Eintritt in die Regierung Kreisky als Staatssekretärin für
allgemeine Frauenfragen im Jahr 1979 setzte Johanna Dohnal
Meilensteine in der Frauenpolitik. Die Schaffung eines
Frauenministeriums war mit eine Folge ihrer erfolgreichen Arbeit für
die Gleichberechtigung. Von 1990 bis 1995 war Johanna Dohnal die
erste Frauenministerin der Republik Österreich. In ihrer Amtszeit
setzte Johanna Dohnal unter anderem zahlreiche Verbesserungen für
berufstätige Frauen, das gesetzliche Verbot von sexueller Belästigung
und Maßnahmen zum Schutz vor Gewalt in der Familie durch. Die
Gleichbehandlungsgesetze für den öffentlichen Dienst, sowie
Frauenquoten für Universitäten und Ministerien waren weitere zentrale
Bereiche, die zu einem Mehr an Chancengleichheit für Österreichs
Frauen führten. Als erste Frauenministerin hat Johanna Dohnal nicht
nur die Gleichstellung von Frauen substanziell vorangetrieben,
sondern auch nachhaltige gesellschaftspolitische Veränderungen
herbeigeführt. Auch nach ihrer aktiven Zeit als Politikerin blieb
Dohnal eine aktive Verfechterin für eine gerechte Frauenpolitik, aber
auch engagiert in der Friedens- und Entwicklungspolitik. (Schluss)
alu
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