• 18.02.2010, 12:30:12
  • /
  • OTS0156 OTW0156

SPÖ-Klubtagung Rust: Brauner (II): Arbeit und Ausbildung für alle Wiener Jugendlichen

Wiener Ausbildungsgarantie wird umgesetzt - Neue Beratungs-Hotline "Kümmer-Nummer" für Wiens Jugendliche

Rust (OTS/SPW-K) - Vizebürgermeisterin Wirtschafts- und
Finanzstadträtin Renate Brauner präsentierte heute, Donnerstag, in
Rust die Wiener Ausbildungsgarantie und die "Kümmer-Nummer". Die
Wiener Ausbildungsgarantie bedeutet: Wenn Jugendliche eine Ausbildung
machen wollen, bekommen sie entweder einen Lehrplatz, eine
Qualifizierung oder ein unterstützendes Beratungs- und
Begleitungsangebot, wenn sie nicht wissen, wie es weitergehen soll.
Gleichzeitig wird mit der neuen "Kümmer-Nummer" eine
Beratungs-Hotline geschaffen, die allen Wiener Jugendlichen und ihren
Angehörigen in Sachen Ausbildung, Beruf und Lehre zur Seite steht.

Gezielte Unterstützung beim Einstieg ins Berufsleben

Damit ergänzt und erweitert die Wiener Ausbildungsgarantie die
Leistungen des Bundes. Brauner: "Vor allem jenen Jugendlichen, für
die es schwierig ist, nach der Schule ins Berufsleben einzusteigen,
können wir ein einzigartiges Angebot machen. Wir begleiten sie am
Übergang von der Schule in den Beruf und verhindern somit, dass sie
ohne Ausbildung oder Job bleiben."

Folgendes Service umfasst die Wiener Ausbildungsgarantie:

- Alle Jugendlichen, die eine Lehrausbildung machen wollen, erhalten
einen Ausbildungsplatz entweder in einem Betrieb oder einer
Lehrwerkstätte.

- Es wird zielgerichtete Beratung und Unterstützung für den nächsten
Schritt Richtung Ausbildung und Berufsleben angeboten.

- Es gibt Jugendliche, für die es schwierig ist, nach der Schule ins
Berufsleben einzusteigen. Ein Teil von ihnen benötigt weitere
Unterstützung. Diese Jugendlichen werden dort abgeholt, wo sie gerade
stehen. Sie können in verschiedene Berufe und Tätigkeiten schnuppern
und sich an die Anforderungen eines Berufs herantasten.

NEU - Die KÜMMER-NUMMER als umfassendes Infoangebot

Um die Angebote der Wiener Ausbildungsgarantie den Jugendlichen und
ihren Eltern/Verwandten möglichst einfach zugänglich zu machen, wurde
auf Initiative von Vizebürgermeisterin Renate Brauner die
Kümmer-Nummer 0800 20 20 22 eingerichtet. Hier gibt es Informationen
zu Fragen rund um Lehre und Beruf. Das Team der Kümmer-Nummer hilft
weiter, wenn sich Jugendliche nach der Schule für eine Lehre
entschließen, aber keine Lehrstelle finden. Ebenso gibt es für jene
Unterstützung, die die Schule abgebrochen haben bzw. für Jugendliche,
die nicht wissen, wie es nach der Schule weitergehen soll. "Damit
stellen wir ein einfach zugängliches Informationsangebot zur
Verfügung, mit dem wir sowohl betroffene Jugendliche als auch ihre
Eltern und Angehörigen unterstützen. Denn es herrscht oft enorme
Unsicherheit vor, wenn Jugendliche die Schule abbrechen oder nach
Ende der Schulpflicht keine klaren Vorstellungen haben. Mit der
Kümmer-Nummer haben wir ein Service, das Jugendliche und ihre Eltern
dabei unterstützt, Lösungswege zu finden. Die Kümmer-Nummer weiß
weiter, wenn es um Fragen rund um Ausbildung, Lehre und Beruf geht!",
betont Vizebürgermeisterin Brauner.

Die Kümmer-Nummer ist Montag bis Freitag von 12 bis 17 Uhr
erreichbar. Begleitend gibt es die Webplattform www.kümmer-nummer.at
bzw. besteht die Möglichkeit, mit dem Kümmer-Nummer-Team per SMS oder
über internetbasierte soziale Netzwerke wie Facebook oder Netlog
Kontakt aufzunehmen. Die Beratung an der Kümmer-Nummer erfolgt anonym
und kostenlos.

Die fünf Säulen der Wiener Ausbildungsgarantie

Die Wiener Ausbildungsgarantie ergänzt die Ausbildungsgarantie des
Bundes, die Jugendlichen innerhalb von drei Monaten ein Angebot für
einen Ausbildungsplatz, eine Schulung oder einen Arbeitsplatz machen
kann. Die Wiener Ausbildungsgarantie ruht auf folgenden fünf Säulen:

- Schule
- Lehre
- Lehrwerkstätte
- Übergang Schule-Beruf
- Nachholen von Bildungsabschlüssen

Neben den Säulen Schule und Lehre umfasst die Wiener
Ausbildungsgarantie die vom AMS und der Stadt Wien finanzierten
Lehrwerkstätten (derzeit 4.500 Plätze), spezifische Begleitmaßnahmen
am Übergang von der Schule zum Beruf sowie Förderungen, wenn junge
WienerInnen versäumte Bildungsabschlüsse nachholen möchten.

Eine Wiener Besonderheit sind die spezielle Betreuung am Übergang
Schule-Beruf sowie die umfangreichen Möglichkeiten,
Bildungsabschlüsse nachzuholen. "Es ist unser Ziel, möglichst vielen
Jugendlichen in Wien eine über die Pflichtschule hinausgehende
Ausbildung mitzugeben", erzählt Vizebürgermeisterin Brauner, "denn es
gilt noch immer die Faustregel: Wer besser qualifiziert ist, wird
seltener arbeitslos. Jugendliche brauchen Perspektiven, und die
können wir ihnen bieten!"

Insgesamt werden von der Stadt Wien und dem AMS Wien mehr als 100
Millionen Euro für die Umsetzung der Wiener Ausbildungsgarantie
eingesetzt. Mit mehr als 84,5 Millionen Euro nimmt die Förderung der
Lehre in den Lehrwerkstätten den Löwenanteil ein. Die Maßnahmen am
Übergang Schule-Beruf werden mit rund elf Millionen Euro unterstützt
und verschiedene Maßnahmen zum Nachholen von Bildungsabschlüssen
werden mit 4,5 Mio. Euro finanziert.

Wie viele Jugendliche können davon profitieren?

In Wien beenden jährlich rund 16.000 Jugendliche ihre Schulpflicht.
Ein Großteil davon - nämlich rund 60 Prozent - setzt die schulische
Ausbildung fort. Rund 30 Prozent streben eine Lehrausbildung an. All
jene, die keine betriebliche Lehrstelle finden, erhalten das Angebot
eines Ausbildungsplatzes in einer überbetrieblichen Lehrwerkstätte.
Diese werden vom AMS Wien und der Stadt Wien finanziert. Geschätzte
zehn Prozent bewältigen den Übergang von der Pflichtschule in eine
weiterführende Ausbildung nicht nahtlos und erhalten über die Wiener
Ausbildungsgarantie entsprechende Unterstützung.

Die Wiener Ausbildungsgarantie umfasst die Zusammenarbeit aller
wichtigen VerantwortungsträgerInnen: Schule und Betriebe gehören
ebenso dazu wie das AMS, der waff, die Jugendarbeit, das
Bundessozialamt und der Fonds Soziales Wien. Durch koordinierte und
vernetzte Vorgehensweise werden über die Wiener Ausbildungsgarantie
auch jene ausgrenzungsgefährdeten Jugendlichen erreicht, die durch
herkömmliche Bildungsangebote bisher nur schwer ansprechbar waren.
(Schluss)

Rückfragehinweis:

SPÖ Rathausklub, Presse
   Mag. Louis Kraft
   Tel.: 0676 8118 81943
   mailto:[email protected]
   http://www.rathausklub.spoe.at
   
   Fax: (01) 533 47 27-8192

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/198

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | DS1

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel