- 16.02.2010, 13:52:46
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Kärntner Resolution fordert Genehmigung von weiteren Standorten der Neuen Mittelschule
LH Dörfler: Kärnten Vorreiter bei Schulversuch - LHStv. Scheuch: Deckelung aufheben und zugesagte Standorte genehmigen
Klagenfurt (OTS/LPD) - Kärnten war immer Vorreiter und
Unterstützer des Schulversuches Neue Mittelschule (NMS) und hat von
Anfang an großes Interesse an der Entwicklung einer Schulreform
gezeigt. Mit viel Zeitaufwand und Energie und auch durch Einsatz von
Landesmitteln hat Kärnten die Neue Mittelschule als erstes Bundesland
im Schuljahr 2008/09 umgesetzt. Da nicht alle eingereichten Kärntner
NMS-Standorte genehmigt wurden, hat das Kollegium der Kärntner
Landesregierung heute, Dienstag, eine Resolution an den Bund
beschlossen.
Landeshauptmann Gerhard Dörfler verwies im Pressefoyer nach der
Regierungssitzung auf die große Enttäuschung in den betroffenen
Regionen, vor allem in Radenthein, Seeboden oder Spittal. Er meinte,
dass Bildungsministerin Claudia Schmied "vom Finanzminister
eingebremst wurde". Die Ministerin solle nun auf den Finanzminister
einwirken, so dass es doch noch zur Genehmigung dieser Standorte
komme. "Die Kärntner Projekte wurden alle sehr gut vorbereitet und
wir hoffen daher, dass unsere Resolution Wirkung zeigt", so Dörfler.
"Leider wurden weder alle zugesagten Standorte genehmigt, noch
die Zehn-Prozent-Deckelung für den Schulversuch aufgehoben. Aus
diesem Grund habe ich in die heutige Regierungssitzung eine
Resolution eingebracht, mit welcher wir die Bundesregierung,
insbesondere die Unterrichtsministerin auffordern, in Verhandlungen
mit dem Finanzministerium die österreichweite Zehn-Prozent-Deckelung
für den Schulversuch Neue Mittelschule aufzuheben und die zugesagten
Standorte für Kärnten zu genehmigen", erklärte Bildungsreferent
LHStv. Uwe Scheuch.
Scheuch verwies auch darauf, dass die Neue Mittelschule seitens
des Bildungsministeriums und besonders von der Bildungsministerin
massiv beworben und dass in persönlichen Gesprächen die Genehmigung
von Standorten in Aussicht gestellt worden sei. "Dass sich jetzt die
Verantwortlichen im Bund von Standorten verabschieden und keine
Flexibilität im Sinne der betroffenen Kinder und Familien zeigen, ist
für uns unverständlich und kann nicht akzeptiert werden", so der
Bildungsreferent.
Von pädagogischer Seite wird die neue Form der
Unterrichtsgestaltung mit Teamteaching und Projektunterricht begrüßt.
Sowohl Lehrer als auch Eltern unterstützen die NMS laut Scheuch
massiv. "Viele Hauptschulstandorte haben sich in den letzten Monaten
intensiv mit dem neuen pädagogischen Konzept der NMS beschäftigt,
sich vorbereitet und mit Partnerschulen Konzepte erarbeitet sowie
Fortbildungen besucht", so Scheuch. Ziel der Neuen Mittelschule soll
eine gemeinsame Schule der Zehn- bis 14-Jährigen sein, um die frühe
Selektion zu vermeiden und damit den Kindern bessere Bildungschancen
sowie Chancen in der Berufs- und Arbeitswelt zu bieten.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
Kärntner Landesregierung, Landespressedienst
Tel.: 05- 0536-22 852
http://www.ktn.gv.at
Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/13
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