- 15.02.2010, 14:50:42
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ÖH zur Medizin-Quote: Nachhaltige Lösungen sind gefragt
Bundesvertretung fordert europäische Lösung nach 15 Jahren Stillstand
Wien (OTS) - Wenig Begeisterung seitens der ÖH-Bundesvertretung
erntet der Vorschlag von Wissenschaftsministerin Karl, das 2012
auslaufende EU-Moratorium bei der Quotenregelung für das
Medizinstudium bis 2017 zu verlängern. "Seit dem EU-Beitritt
Österreichs vor 15 Jahren ist das Problem bekannt und ungelöst",
kritisiert Sigrid Maurer vom ÖH-Vorsitzteam. "Es muss endlich an
nachhaltigen Lösungen gearbeitet werden", so Maurer weiter.
"Abgesehen davon, dass Probleme hinausgeschoben werden, stehen Karls
Bemühungen auf wackligen Beinen", sagt Thomas Wallerberger vom
Vorsitzteam der ÖH-Bundesvertretung. Demnächst wird der EuGH wohl die
Quotenregelung an belgischen Unis für EU-rechtswidrig erklären. "Es
ist nicht verantwortungsbewusst, vor diesem Hintergrund weiter
ausschließlich an der Verlängerung des Moratoriums zu arbeiten", so
Maurer und Wallerberger.
"Statt Moratorien braucht die Hochschulpolitik europäische Konzepte -
in Sachen Hochschulfinanzierung haben die Staaten des Nordischen
Rates ein Kooperationsmodell, das ein Vorbild für europäische
Zusammenarbeit sein kann. Für Karl gilt es, die in Österreich seit
vergangenem Herbst andauernde Bildungsdebatte auch auf europäischer
Ebene weiterzutragen und solidarische Lösungen zu finden", sagt Eva
Maltschnig, ÖH-Generalsekretärin.
Rückfragehinweis:
Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH)
Alexander Dworzak, Pressesprecher
Tel.: 0676 888 52 211
mailto:[email protected]
http://www.oeh.ac.at
Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/144
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