utl: Wiener Schulamtsleiterin Christine Mann lenkt Blick in
"Presse"-Interview auf "Tatort Familie" =
Wien, 15.02.2010 (KAP) Mit einem einzigen Verdachtsfall von
sexuellem Missbrauch an katholischen Privatschulen der Erzdiözese
Wien war Schulamtsleiterin Christine Mann in ihrer fast 15-jährigen
Amtszeit konfrontiert. Und der Schulerhalter habe damals "radikal
und umgehend reagiert", berichtete Mann in einem Interview für die
Montagausgabe der Tageszeitung "Die Presse". "Es gibt bei uns, das
darf ich auch für alle Schulerhalter sagen, dafür null Toleranz", so
die höchstrangige Schulverantwortliche der Erzdiözese Wien wörtlich.
Zugleich lenkte Mann den Fokus auf einen bei der derzeitigen
Diskussion oftmals unterschlagenen außerschulischen Bereich: jenen
des familiären Umfeldes. Immer wieder seien kirchliche Schulerhalter
mit Verdachtsfällen aus dem familiären Umfeld konfrontiert, das - in
Kombination mit Alkohol - einen bevorzugten Ort von Übergriffen
darstelle. Das werde in Österreich freilich "nicht so gern gehört",
eher würden "anonyme Personen und Institutionen zu potenziellen
Hauptsündenböcken gestempelt".
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