• 15.02.2010, 11:17:32
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OÖGKK: Positives EGT für 2009

Rückläufige Beiträge bei Erwerbstätigen drücken OÖGKK ins Minus

Linz (OTS) - Die OÖGKK wird 2009 mit einem positiven Ergebnis der
gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) abschließen. Mit Stichtag 15.
Februar 2010 muss die OÖGKK ihr aktuelles vorläufiges Ergebnis für
2009 an den Hauptverband nach Wien senden. Das Endergebnis, in dem
auch die Nettozahlung an den Krankenkassen-Ausgleichsfonds in der
Höhe von rund 21,5 Millionen Euro berücksichtigt ist, wird aus
heutiger Sicht bei rund minus 20,7 Millionen Euro liegen.

"Das EGT ist das Ergebnis, das wir in Oberösterreich zu
verantworten haben. Hier ist es uns sogar im Krisenjahr 2009
gelungen, ein positives Ergebnis zu erwirtschaften", berichtet
OÖGKK-Obmann Felix Hinterwirth. "Wir haben in den vergangenen Jahren
gut gewirtschaftet, damit wir auch in schlechten Zeiten gute
Leistungen für unsere Versicherten bringen können. Gesunde Finanzen
sind aber nicht alles, wir müssen uns um das magische Dreieck - gute
Finanzen, Verbesserung des Gesundheitszustandes und zufriedene Kunden
- kümmern. Das heißt: Wir müssen in allen drei Bereichen gut
abschneiden", so Hinterwirth.

"Es haben viele Faktoren zusammenwirken müssen, damit dieses
Ergebnis möglich geworden ist, denn die Beitragssituation war und ist
schlecht. Unsere Maßnahmen bei den Medikamentenausgaben haben
gegriffen, seitens der Bundespolitik haben wir Unterstützung
bekommen. Unsere Partnerschaft mit den Ärzten hat uns in unzähligen
größeren und kleineren Leistungsbereichen geholfen, sehr gut zu
versorgen und dennoch die Kosten im Griff zu behalten. Für 2010
rechnen wir nicht mit einer Verbesserung der Situation, dem laufenden
Jahr sehen wir mit großer Sorge entgegen. Wir glauben aber, mit
unseren Partnern ein qualitätsbewusstes Ausgabenmanagement zu
schaffen. Niemandem wird etwas vorenthalten, aber wir werden an der
Treffsicherheit unserer Leistungen weiterarbeiten", ergänzt
OÖGKK-Direktor Hans Popper.

Die wichtigsten Ergebnispositionen

Die vorläufige Erfolgsrechnung 2009 weist einen Bilanzverlust von
20,7 Millionen Euro aus.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) ist mit
fast 6 Millionen Euro (2008: 39,5 Millionen Euro) wiederum positiv.

Die Beitragsentwicklung ergab im Vergleich zu 2008 einen massiven
Rückgang von minus 0,3 Prozent auf 1,047 Milliarden bei den
pflichtversicherten Erwerbstätigen.

Die zweitgrößten Ausgaben nach den Spitälern wurden im Jahr 2009
für Medikamente getätigt. Mit 316 Millionen Euro (das bedeutet eine
Nettosteigerung von knapp über 2 Prozent) ist die Entwicklung zwar
unerwartet gut. "Dennoch bereitet uns diese Position in ihrer Dynamik
große Sorge. Wir haben für Medikamente deutlich mehr ausgegeben als
für Vertragsärzte, für die die voraussichtlichen Ausgaben 222,3
Millionen Euro betragen werden", erklärt Hans Popper.

In die Gesundheitsförderung investierte die OÖGKK 4,7 Millionen
Euro. Das sind um 10,6 Prozent mehr als im Jahr 2008. 10,9 Millionen
Euro wurden für Vorsorge- und Jugendlichenuntersuchungen aufgewendet
(2008: 10,6 Millionen Euro).

Fast 81,7 Millionen Euro gab die OÖGKK im Jahr 2009 für
Krankengeld aus. Im Jahr davor waren es rund 72,8 Millionen Euro.

Die Verwaltungskosten werden 2009 insgesamt 2,6 Prozent der
Gesamtausgaben betragen.

Versicherungsleistungen

Die OÖGKK betreut rund 1,2 Millionen Versicherte und
mitversicherte Angehörige und hat für Versicherungsleistungen auf
Basis der vorläufigen Abrechnungsdaten fast 1,7 Milliarden Euro
ausgegeben.

Nachfolgend einige Zahlen, die die Bedeutung der OÖGKK für die
Gesundheitsversorgung zeigen (Jahreswerte):

- Arztkontakte (mit eCard)           12 Millionen
 - Medikamentenpackungen              14 Millionen
 - Hörgeräte                          8.500
 - Rollstühle                         6.000
 - Packungen Blutzuckerteststreifen   500.000
 - Krankentransporte                  600.000
 - Zahnbehandlungen                   1 Million
 - Spitalstage                        2,4 Millionen
 - Entbindungen                       11.000
 - Krankenstandstage                  8,5 Millionen
 - Kinderbetreuungsgeld-Bezieherinnen 
   und Bezieher (Durchschnitt)        26.000
 - Telefonische Kundenanfragen zu 
   Versicherungs- und Leistungsfragen 1 Million

Rückfragehinweis:
OÖ Gebietskrankenkasse
Referat Öffentlichkeitsarbeit
Mag. Harald Schmadlbauer
Tel. 05 78 07 - 10 22 01

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/279

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